Test Asus U46SV-WX036V Notebook
Mit dem U46SV will sich Asus von der biederen Konkurrenz abheben. Potenzielle Käufer sollen dabei nicht nur durch das kompakte und relativ leichte 14-Zoll-Gehäuse, sondern auch durch die spieletaugliche Mittelklasse-Hardware, gewonnen werden. Zudem legt der Hersteller großen Wert auf Mobilität: Nvidias Optimus-Technologie soll im Verbund mit einem kräftigen 8-Zellen-Akku Laufzeiten von bis zu 10 Stunden ermöglichen.
Wir haben uns die günstigste Variante WX036V geschnappt und überprüft, ob die Versprechungen von Asus zutreffen. Für rund 750 Euro bekommt der Nutzer einen modernen Zweikern-Prozessor (Intel Core i5-2410M) und eine DirectX 11 fähige Allround-Grafikkarte geboten (Nvidia GeForce GT 540M). Vier GByte DDR3-RAM, eine 500 GByte große HDD und ein DVD-Laufwerk dürften dem Durchschnitts-Anwender ebenfalls genügen.
Die Preissuchmachine Geizhals listet momentan noch drei weitere (europäische) Modelle auf. Beginnend mit dem knapp 800 Euro teuren WX044X, das abgesehen von der Windows-7-Variante (Professional statt Home Premium) wohl dem Testgerät entspricht. Am interessantesten sind unserer Ansicht nach die Modelle WX084V und WX096V, da diese einen etwas stärkeren Prozessor enthalten (Core i5-2430M). Preis: unter 800 Euro.
Optisch macht der 14-Zöller eine überaus gute Figur. So besteht das U46SV nicht komplett aus Kunststoff, sondern ist teilweise aus hochwertigem Aluminium gefertigt. Aufgrund der netten Linien- bzw. Kreisstruktur begeistern insbesondere die Handballenauflage und der Displaydeckel.
Auch bei der Formgebung hat sich Asus einiges einfallen lassen; das Notebook verfügt über stilvolle Rundungen. Weiteres Highlight ist der gelungene Farbwechsel: Der Mix aus silbernen Oberflächen und schwarzen Elementen (Displayrahmen, Tastatur & Boden) verleiht dem Notebook einen frischen und individuellen Touch. Da die meisten Oberflächen matt sind, kommt es kaum zu Verschmutzungen.
Perfekt ist das Gehäuse jedoch nicht. So könnte beispielsweise die Verarbeitung besser sein. Bei näherer Begutachtung offenbarte unser Testgerät mehrere unsaubere Kanten. Die Scharniere sind auch eher zweitklassig. Einerseits schwingt die Basunit beim Öffnen gerne mit, andererseits führen Untergrunderschütterungen zu einem Wippen der Anzeige.
Die Stabilität des Gehäuses ist in Ordnung. Während die Baseunit nur bei kräftigerem Druck leicht nachgibt, erweist sich der dünne Notebookdeckel als relativ wackelig. Bemerkenswert sind hingegen das niedrige Gewicht (~2.3 Kilogramm) und die kompakten Ausmaße (333 mm Breite & 245 mm Tiefe). Die Höhe des Notebooks variiert je nachdem, ob der Akku drinnen steckt oder nicht (2.8 respektive 3.7 mm). Summa summarum würden wir das U46SV als transportables und optisch attraktives Multimedia-Notebook bezeichnen.
Anschlüsse
Bei den Schnittstellen verschenkt Asus zahlreiche Wertungspunkte. eSATA, FireWire und ExpressCard fehlen komplett, lediglich zwei Soundanschlüsse (Kopfhörer & Mikrofon) sowie drei USB-Ports (1x USB 3.0) sind ebenfalls mager.
Externe Bildschirme können analog per VGA oder digital per HDMI angesteuert werden, Speicherkarten (SD, MS, MS Pro und MMC) finden im integrierten Kartenleser Unterschlupf. Mithilfe eines Kensington Locks lässt sich das Notebook optional gegen Diebstahl sichern. Mit Ausnahme der linken Seite empfanden wir die Anordnung der Schnittstellen als gelungen.
Kommunikation
Ins Internet geht es entweder klassisch per Kabel (Gigabit-Lan-Port) oder drahtlos per Wlan (b/g/n) respektive Bluetooth (3.0).
Software
Asus bleibt seiner Linie treu und packt Unmengen von Software auf die Festplatte. Neben diversen hauseigenen Programmen entdeckt der Nutzer auch firmenfremde und reichlich überflüssige Bloatware. Negative Folgen sind eine erhöhte Bootdauer und eine verringerte Reaktionsgeschwindigkeit direkt nach dem Systemstart. Wir empfehlen jedem Käufer das Notebook vom unnötigen Ballast zu befreien.
Zubehör
Der Lieferumfang besteht aus einem langen 8-Zellen-Akku (74 Wh), einem recht kompakten 90-Watt-Netzteil, einer Garantiekarte, einem Handbuch und einer Treiber- & Tool-DVD. Des Weiteren finden sich Kabelbinder und ein Reinigungstuch im Karton.
Garantie
Wie üblich gewährt Asus eine Garantie von 24 Monaten (ein Jahr auf den Akku).
Tastatur
Die Eingabegeräte übertreffen viele Konkurrenzprodukte. Bei der matt-schwarzen Tastatur hat uns insbesondere das knackige Tippgefühl zugesagt. Dank dem freistehenden Design („Chiclet“), dem hervorragenden Feedback, der ordentlichen Tastengröße (15x15 mm) und dem durchdachten Layout gewöhnt man sich schnell ein und tippt selten daneben.
Weiteres Lob gebührt Asus für den Nummernblock-Ersatz, der per Fn-Tastenkombination ausgelöst wird. Kritik muss die Tastatur lediglich für das deutlich hörbare Tippgeräusch einstecken. Falls Ihnen die Tastatur bekannt vorkommen sollte: Barebone-Hersteller Clevo verwendet ein sehr ähnliches Modell.
Touchpad
Das deaktivierbare Touchpad hinterließ ebenfalls einen guten Eindruck. Auf der positiven Seite hätten wir zum einen die anständige Dimensionierung (86x51 mm) und zum anderen die Multi-Touch-Unterstützung. Zwar reagieren die Gesten (Zoomen, Scrollen & Drehen) mitunter übersensibel, an der Zuverlässigkeit hapert es allerdings nicht. Grundsätzlich arbeitet das Touchpad recht präzise.
Der Teufel steckt wie immer im Detail. Da Asus eine strukturierte Oberfläche gewählt hat, sind die Gleiteigenschaften nur mittelmäßig. Durch die feinen Rillen werden die Finger unnötig ausgebremst. Nachbessern könnte Asus zudem bei den glänzenden Maustasten, die ein lautes und billig wirkendes Klickgeräusch von sich geben.
Um die Grafikkarte bei 3D-Anwendungen nicht zu überfordern, hat sich Asus für ein ordinäres HD-Display mit einer Auflösung von 1366x768 Pixeln entschieden (Diagonale: 35.5 cm). Im Vergleich zu höheren Auflösungen mangelt es dem U46SV an einer geräumigen Arbeitsfläche. Mehr als ein Textdokument oder eine Website hat kaum auf dem Monitor Platz. Und selbst mit einem einzigen Fenster ist man ständig am Scrollen. Wer eher weniger auf Multitasking setzt, dürfte sich mit der niedrigen Auflösung jedoch arrangieren können.
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Ausleuchtung: 79 %
Helligkeit Akku: 256 cd/m²
Kontrast: 155:1 (Schwarzwert: 1.65 cd/m²)42.14% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
58.5% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
40.62% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
Das InfoVision-Panel (P140NWR1) punktete im Test vor allem mit einer guten Leuchtkraft: Rund 240 cd/m² bleiben vielen Geräten verwehrt. Das war es dann aber schon mit dem Lob, denn in den restlichen Belangen enttäuschte der Monitor. Angefangen bei der Ausleuchtung, die mit 79 % nicht optimal war. Auch der Kontrast erwies sich mit 155:1 als unterdurchschnittlich.
Hinzu gesellte sich ein hoher Schwarzwert von 1.65 cd/m², der dunklen Spiel- und Film-Passagen einen unschönen Graustich verlieh. Trotz der Glanzoberfläche wirkten die Farben etwas kraftlos. Wie Sie auf den nachfolgenden Bildern sehen können, eignet sich das Display nicht ansatzweise für die (semi-)professionelle Bildbearbeitung – der Farbraum ist einfach zu klein.
Großer Nachteil der Glare-Oberfläche ist die hohe Reflexionsanfälligkeit. Je nach Standort spiegelt die Anzeige teils deftig. Im Outdoor-Bereich hilft da auch die gute Luminanz nicht mehr viel. Der Nutzer wird somit diverser Einsatzmöglichkeiten beraubt. Oder anders formuliert: Es ist völlig unverständlich, warum Asus bei einem derart auf Mobilität ausgelegtem Notebook kein mattes Display integriert.
Ein weiteres Manko sind die bescheidenen Blickwinkel. Vertikal verändert sich die Beleuchtung bereits bei minimalen Abweichungen. Das Notebook ist ganz klar auf einen einzelnen Anwender ausgelegt; und selbst der muss den Bildschirm häufig nachjustieren. Man sollte jedoch erwähnen, dass sich die meisten Geräte in dieser Kategorie nicht mit Ruhm bekleckern.
Prozessor: Intel Core i5-2410M
Beim Core i5-2410M handelt es sich um einen Zweikerner von Intel. Der in 32 nm Strukturbreite gefertigte und auf der Sandy-Bridge-Architektur basierende Prozessor enthält 624 Millionen Transistoren und einen drei MByte großen L3-Cache (Core i7-Reihe: max. acht MByte L3-Cache). Aufgrund seines tollen Preis-Leistungs-Verhältnisses wird der Core i5-2410M sehr häufig in Notebooks verwendet.
Ein Highlight der aktuellen Intel-CPUs ist die Turbo-Boost-Funktion, die sich um eine automatische Übertaktung kümmert. Je nach Belastung wird der Takt von standardmäßig 2.3 auf maximal 2.9 GHz angehoben. Im Praxistest mit dem Cinebench R10 waren es meist 2.7 GHz. Weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die sogenannte Hyper-Threading-Technologie. Vereinfacht ausgedrückt steht Hyper-Threading für die Simulation von virtuellen Kernen. Inklusive der zwei realen Kerne packt der Dual-Core bis zu vier parallele Threads (acht Threads bei den Quad-Cores).
Hinzu kommt ein integrierter Grafikchip namens HD Graphics 3000, der zwar vor modernen Spielen kapitulieren muss, sich aber ideal zum Stromsparen eignet. Mit dem Core i5-2430M (2.4-3.0 GHz) hat Intel übrigens schon den etwas flotteren Nachfolger veröffentlicht.
Leistung CPU
Wenn lediglich ein Kern belastet wird, muss sich der Core i5-2410M nicht hinter seinen üppiger ausgestatteten Familienmitgliedern verbergen. Im Single-Core-Rendering des Cinebench R10 rechnet er mit 4558 Punkten etwa so schnell wie der hauseigene Vierkerner Core i7-2630QM (4500 Punkte @ Samsung 700G7A).
Das Multi-Core-Rendering geht erwartungsgemäß deutlich zugunsten des Vierkerners aus: 16816 gegen 9768 Punkte repräsentieren ein Plus von 72 %. Im aktuellen Cinebench R11.5 wächst der Abstand sogar auf 92 % (5.0 gegen 2.6 Punkte). Bei normalen Anwendungen merkt man hingegen kaum einen Unterschied. Die Spieleleistung wird sowieso primär durch die Grafikkarte limitiert. Unserer Ansicht nach hat Samsung mit dem Core i5-2410M eine gute Wahl getroffen. Für die Mehrzahl der Nutzer reicht ein Dual-Core völlig.
Grafikkarte: Nvidia GeForce GT 540M
Wie der Prozessor ist auch der Grafikchip ein alter Bekannter. Nvidias extrem erfolgreiches Midrange-Modell GeForce GT 540M musste bereits in dutzenden Geräten sein Können unter Beweis stellen. Der DirectX 11 fähige und aus der Fermi-Generation stammende Grafikbeschleuniger verfügt nicht nur über 96 Unified Shader (1344 MHz), sondern auch über einen 1024 MByte großen DDR3-Videospeicher (900 MHz). Der Kerntakt entspricht mit 672 MHz ebenfalls den Vorgaben. Schade: Das Speicherinterface beträgt lediglich 128 Bit.
Positiv muss man derweil die zahlreichen Features hervorheben. Neben der Dekodierung von Audio- und Video-Material wäre an dieser Stelle die PhysX-Technologie zu nennen, die – wie es der Name andeutet - Physikberechnungen auf die Grafikkarte verlagert. Leider ist die GeForce GT 540M meist zu langsam für die erweiterten Physikeffekte. Damit die Grafikkarte bei den Benchmarks ihr ganzes Potenzial entfalten konnte, haben wir den GPU-Treiber manuell auf den neusten Stand gebracht (ForceWare 285.62). Hinweis: Die Radeon HD 6650M von AMD wäre eine ebenbürtige Alternative.
Nvidia Optimus
Die hohe Akkulaufzeit verdankt das U46SV nicht zuletzt der integrierten Grafikumschaltung. Nvidias Optimus-Technologie ist das derzeit ausgereifteste Verfahren zum automatischen GPU-Switch. In aller Kürze: Optimus aktiviert die dedizierte GeForce-Grafikkarte nur dann, wenn die Power auch wirklich benötigt wird. Während bei simplen Aufgaben wie Office oder Web Intels HD Graphics 3000 die Grafikberechnungen übernimmt, ist für Spiele die deutlich flottere GeForce GT 540M zuständig.
Mit gepflegtem Treiber macht Optimus so gut wie keine Fehler; das System entscheidet meist goldrichtig, welche Grafikkarte momentan gebraucht wird. In der Nvidia-Systemsteuerung finden sich diverse Optionen, mit denen man die Technologie perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. AMDs Gegenentwurf hat uns im Vergleichtest weniger gefallen.
Leistung GPU
Die Leistung der GeForce GT 540M orientiert sich am Mittelfeld. Im Unigine Heaven 2.1 Benchmark (1280x1024, High, Tessellation normal) liegt die Grafikkarte mit durchschnittlich 14.4 fps zwischen der Einsteigervariante GT 520M (7.7 fps @ Asus U36SD) und dem High-End-Modell GTX 560M (27.7 fps @ Medion Erazer X6817). 971 Punkte beim 3DMark 11 (1280x720, Performance-Preset, GPU-Score) sind ebenfalls ordentlich. Unter 1000 Euro existieren allerdings auch potentere Geräte mit GeForce GT 555M (1099 Punkte @ Schenker XMG A501) oder Radeon HD 6770M (1379 Punkte @ HP Pavilion dv6).
3DMark 03 Standard | 20611 Punkte | |
3DMark 05 Standard | 15716 Punkte | |
3DMark 06 Standard Score | 7990 Punkte | |
3DMark Vantage P Result | 4324 Punkte | |
3DMark 11 Performance | 1086 Punkte | |
Hilfe |
Leistung HDD
Den einzigen Festplattenslot füllt Asus mit einer 500 GByte großen HDD. Im Gegensatz zu den restlichen Komponenten konnte uns die verbaute Seagate Momentus 5400.6 (ST9500325AS) nicht wirklich überzeugen. Grund: Die Performance offenbarte sich als relativ dürftig.
Während gute 5400er-HDDs wie die Samsung Spinpoint M8 eine sequentielle Lese- und Schreibrate von über 100 MB/Sek erreichen (siehe das Schenker XMG P511), musste das Seagate-Modell mit rund 70 MB/Sek vorliebnehmen (CrystalDiskMark). In HDTune lag die durchschnittliche Transferrate sogar nur bei knapp 62 MB/Sek. Ladevorgänge, Dateiübertragungen und Installationen dauerten subjektiv etwas länger als bei den meisten anderen Geräten. Kein Vergleich zu einer flotten 7200er-HDD oder einer SSD-Festplatte. Kurzum: Asus spart hier am falschen Ende.
Leistung System
Insgesamt bietet das U46SV eine ordentliche Systemleistung. Für ca. 750 Euro erhält der Käufer ein allround-taugliches Notebook, das bei normalen Aufgaben wie Office, Film oder Internet nicht ins Straucheln gerät. Auch im 3D-Bereich macht der 14-Zöller eine passable Figur. Diese Aussage wird durch den PCMark Vantage bestätigt, in dem das U46SV auf 6000 Punkte kam. Andere Multimedia-Notebooks mit dedizierter Grafikkarte (wie das Acer Aspire 4830TG) performen auf einem ähnlichen Level.
PCMark Vantage Result | 6002 Punkte | |
PCMark 7 Score | 1869 Punkte | |
Hilfe |
Gaming Performance
Ob der 14-Zöller auch mit modernen Games zurechtkommt, haben wir mit vier aktuellen Titeln überprüft. Mehr Spielebenchmarks zur GeForce GT 540M finden Sie in unserer umfangreichen Liste.
Battlefield 3
Die deftigen Hardwareanforderungen von Battlefield 3 bringen die GeForce GT 540M in arge Schwierigkeiten. Mittlere oder hohe Details führten in unserer Benchmarksequenz (Singleplayermission „Operation Swordbreaker“) nicht zu einer durchgehend flüssigen Bildwiederholrate. Erst mit niedrigen Details wurde der Ego-Shooter anständig dargestellt (36.5 fps @ 1024x768). Andere Mittelklasse-Grafikkarten wie die Radeon HD 6750M (siehe das Samsung 700Z5A) haben hier ebenfalls stark zu kämpfen. Wer Battlefield 3 mit hohen Details und aktivierter Kantenglättung in Full-HD genießen will, benötigt eine High-End-Grafikkarte auf Niveau der Radeon HD 6970M (z. B. im Samsung 700G7A).
Battlefield 3 | |||
Auflösung | Einstellungen | Wert | |
1366x768 | high, -AA, 16xAF | 17.6 fps | |
1366x768 | medium, -AA, 4xAF | 23.7 fps | |
1024x768 | low, -AA, 2xAF | 36.5 fps |
The Elder Scrolls V: Skyrim
Der neuste Ableger der beliebten „The Elder Scrolls“-Reihe geht etwas sparsamer mit den Ressourcen um. Zwar laufen hohe Details (8x AA & 8x AF) in der nativen Auflösung nicht ruckelfrei, mittlere Details sind mit vierfacher Kantenglättung dagegen ordentlich spielbar (~32 fps). Zum Vergleich: Während eine GeForce GT 555M in letzterer Einstellung rund 37 fps erzielt (Acer Aspire 5951G), schafft eine Radeon HD 6770M knapp 43 fps (MacBook Pro 15). Für hohe Details sollte mindestens eine Grafikkarte der oberen Mittelklasse im Notebook stecken. Eine Kombination aus 1920x1080 Bildpunkten und dem Preset Ultra wird erst von einem High-End-Modell wie der GeForce GTX 570M angemessen befeuert.
The Elder Scrolls V: Skyrim | |||
Auflösung | Einstellungen | Wert | |
1366x768 | High Preset, 8xAA, 8xAF | 21 fps | |
1366x768 | Medium Preset, 4xAA | 31.9 fps | |
1280x720 | Low Preset | 44.3 fps |
Anno 2070
Bei der Aufbau-Strategiereferenz Anno 2070 ergab sich ein ähnliches Bild. Mit dem Preset High (AA on & 2x AF) ruckelte das Intro-Video der ersten Einzelspielermission deutlich: 19 fps sind selbst für einen Titel aus der Vogelperspektive zu wenig. Mittlere Details waren in der nativen Auflösung hingegen kein Problem (31 fps). Wer hohe Details erwartet, sollte zu einem Notebook mit High-End-GPU greifen (beispielsweise dem Medion Erazer X7813).
Anno 2070 | |||
Auflösung | Einstellungen | Wert | |
1366x768 | High Preset, on AA, 2xAF | 19.4 fps | |
1366x768 | Medium Preset, on AA | 31 fps | |
1024x768 | Low Preset | 77.8 fps |
Fifa 12
Weniger anspruchsvolle Titel wie Fifa 12 locken die GeForce GT 540M nicht aus der Reserve. Hohe Details und zweifache Kantenglättung wurden mit rund 100 fps ungemein flüssig auf den Monitor gezaubert. Für mittlere Details reicht sogar die in der CPU integrierte HD Graphics 3000.
Fifa 12 | |||
Auflösung | Einstellungen | Wert | |
1360x768 | high, 2xAA | 102.2 fps | |
1024x768 | medium | 137.1 fps | |
800x600 | low | 248.1 fps |
Fazit Spieleleistung
Inzwischen gelangt die GeForce GT 540M immer häufiger an ihre Grenzen. Aktuelle Blockbuster degenerieren mit hohen Qualitätseinstellungen gerne zur Ruckelorgie, mehr als mittlere Details sind oftmals nicht drin (siehe Anno 2070 und Skyrim). In einigen Ausnahmefällen ist schon bei der niedrigen Detailstufe Schluss. Wie unsere Spieleliste belegt, munden ältere und weniger rechenintensive Titel der GeForce GT 540M deutlich besser. Die Grafikkarte ist primär für Gelegenheitsspieler konzipiert, die nicht scheuen auch mal mit verringerten Details und deaktivierter Kantenglättung zu zocken. „Richtige“ Gaming-Notebooks enthalten mindestens eine GeForce GTX 560M.
min. | mittel | hoch | max. | |
---|---|---|---|---|
Fifa 12 (2011) | 248.1 | 137.1 | 102.2 | |
Battlefield 3 (2011) | 36.5 | 23.7 | 17.6 | |
The Elder Scrolls V: Skyrim (2011) | 44.3 | 31.9 | 21 | |
Anno 2070 (2011) | 77.8 | 31 | 19.4 |
Geräuschemissionen
Die Emissionen bewegen sich auf einem mittleren Level. Im Idle-Betrieb steht der Lüfter zwar oftmals still, die Festplatte macht jedoch mit einem konstanten (aber keineswegs nervigen) Rauschen bzw. Klackern auf sich aufmerksam. Mit einer SSD-Festplatte dürfte das U46SV im Leerlauf kaum bis überhaupt nicht wahrnehmbar sein.
Bei stärkerer Belastung klettert die Lüfterdrehzahl auf ein deutlich hörbares Niveau. Im Vergleich zu anderen Geräten präsentiert sich das Lüftergeräusch im 3D-Betrieb als relativ hochfrequent, was manche Nutzer etwas stören könnte. Spiele werden aber nur in ruhigeren Szenen übertönt. Das optische Laufwerk gehört ebenfalls nicht zu den leisesten Vertretern.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 32.6 / 32.6 / 32.8 dB(A) |
HDD |
| 32.7 dB(A) |
DVD |
| 37.3 / dB(A) |
Last |
| 42.6 / 43.2 dB(A) |
| ||
30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
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min: , med: , max: Voltcraft SL-320 (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Wirklich kühl ist das Multimedia-Notebook zu keiner Zeit. Bereits im Leerlauf-Betrieb werden die Hände leicht erwärmt, die metallene Handballenauflage erreichte nach zwei Stunden knapp 30 °C. Unter Last erhitzt sich vor allem das hintere Gehäuseareal. Während unser Messgerät an der Oberseite maximal 39 °C ausgab, waren es an der Unterseite bis zu 49 °C. Die Temperaturentwicklung sollte Sie aber nicht vom Kauf abhalten, nur wenige Nutzer dürften die Gehäuseoberflächen als unangenehm warm empfinden.
Die Komponenten müssen da schon deutlich höhere Temperaturen ertragen. Laut dem Tool HWMonitor pendelten sich Grafikkarte und Prozessor im Stresstest (volle Auslastung durch Furmark & Prime) auf rund 80 °C ein. Leider werden die passablen Temperaturen mit einem Heruntertakten der CPU erkauft. Sobald wir den Stresstest starteten, throttelte Intels Core i5-2410M auf 800 MHz. Doch Entwarnung: Im normalen Betriebt läuft das Notebook einwandfrei.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 39.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 36.9 °C (von 21.1 bis 71 °C für die Klasse Multimedia).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 49 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 39.2 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27.6 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 31.3 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 30.8 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.8 °C (-2 °C).
Lautsprecher
Das minderwertige Soundsystem (nur ein Lautsprecher!) ist eine der größten Schwächen des U46SV. Trotz der „Sonic Focus“-Technologie (siehe Screenshot) kann der Klang nicht ansatzweise überzeugen. Spiele, Filme und Musiktitel werden recht blechern wiedergegeben, es fehlt an Präzision und Volumen. Ganz zu schweigen vom schwachen Bass. Selbst die Maximallautstärke wird den Erwartungen nicht gerecht. Kurzum: Externe Lautsprecher sind mehr oder weniger Pflicht. Schade, denn in einigen Geräten verbaut der Hersteller durchaus gute Speaker (man vergleiche das N55SF).
Energiebedarf
Mit aktiver Intel-Grafikkarte verbraucht das U46SV im Idle-Betrieb nur knapp 10 Watt. Wenn sich unter Last die GeForce GT 540M hinzuschaltet, sind es hingegen rund 80 Watt – ein vertretbarer Wert angesichts der gebotenen Leistung. Samsungs 15-Zoll-Konkurrent 700Z5A (Core i5-2430M & Radeon HD 6750M) benötigte im Idle-Betrieb ein bisschen mehr, unter Last jedoch etwas weniger Energie.
Aus / Standby | 0.3 / 1.2 Watt |
Idle | 9 / 11.5 / 12 Watt |
Last |
74.8 / 88.8 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: Voltcraft VC-940 |
Akkulaufzeit
Wie eingangs erwähnt, verspricht Asus eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden. Ganz so lange hielt das U46SV im Readers Test von Battery Eater allerdings nicht durch: Mit minimaler Helligkeit und maximalen Stromsparmechanismen kamen wir auf beinahe neun Stunden. Die meisten Geräte würden im direkten Vergleich dennoch den Kürzeren ziehen; rund 5.5 Stunden drahtloses Websurfen bei mittlerer Helligkeit sind überdurchschnittlich gut.
Eine DVD-Wiedergabe von 4.5 Stunden kann sich ebenfalls sehen lassen (maximale Helligkeit & moderate Energiesparoptionen). Bei höherer Belastung und eingeschalteter Nvidia-Grafikkarte bricht die Laufzeit derweil merklich ein: Im Classic Test von Battery Eater wurde der Bildschirm bereits nach zwei Stunden schwarz. Mit dem eben genannten Samsung 700Z5A sind etwas längere Ausflüge möglich.
Obwohl es beim U46SV-WX036V einige Dinge zu bemängeln gibt, hat Asus insgesamt einen ordentlichen Job abgeliefert. Das 14-zöllige und 2.3 Kilogramm leichte Notebook begeistert nicht zuletzt mit einem schicken Design, unempfindlichen Metalloberflächen und guten Eingabegeräten.
Auch die Leistung passt: Eine stärkere Grafikkarte als Nvidias GeForce GT 540M hätte Asus nur schwerlich umsetzen können (Stichwort Kühlung). Zusammen mit Intels Zweikern-Prozessor Core i5-2410M und vier GByte DDR3-RAM werden alltägliche Aufgaben mühelos geschultert. Erst anspruchsvolle 3D-Anwendungen wie High-End-Spiele weisen die Komponenten in ihre Schranken. Eines der wichtigsten Kaufargumente dürfte die recht hohe Akkulaufzeit sein: Über fünf Stunden sind auch mit maximaler Helligkeit realisierbar.
Zahlreiche Kritikpunkte verhindern aber eine höhere Wertung. Neben der mit Software zugeknallten und relativ lahmen HDD kostet vor allem das stark reflektierende Billig-Display Sympathie: Blickwinkel, Kontrast und Schwarzwert sind eines Multimedia-Gerätes nicht würdig. Wer viel unterwegs ist, sollte lieber ein Notebook mit mattem Display nehmen (wie z. B. das Acer TravelMate 8473TG). Bei den Anschlüssen (kein ExpressCard, eSATA & FireWire) bleibt ebenfalls Luft nach oben.
Ein preislich faires Allround-Notebook ist das U46SV jedoch allemal.