Test HP Elitebook 2570p-B6Q10EA Notebook
In der EliteBook Familie fasst HP Laptops für den professionellen Einsatz zusammen. Hochwertige Verarbeitung und Materialien haben jedoch ihren Preis. Wenigstens 1.000 Euro müssen für ein Elitebook berappt werden. Zur Wahl stehen Laptops von 11,6 Zoll (2170p) über 12,5 (2560p und 2570p) und 14 Zoll (8460p und 8470p) bis zu 15,6 Zoll (8560p und 8570p). Nicht zu vergessen ist darüber hinaus das Elitebook 2760p, ein 12,1-Zoll großes Convertible.
Die Elitebooks haben nun mehrheitlich ein Upgrade auf Ivy-Bridge-Hardware erfahren. So auch unser 12,1-Zoll großes 2570p, der Nachfolger des bereits getesteten 2560p. Diesmal testen wir allerdings nicht die günstigste Konfiguration, sondern ein Topmodell, mit integriertem Breitbandmodem, Core i7-3520M Zweikern-Prozessor, integriertem Graphics 4000 Grafikchip, 4 GB RAM und 256 GB SSD.
Beim Gehäuse wurde Bewährtes beibehalten. Äußerlich unterscheidet sich unser Elitebook 2570p fast nicht von seinem Vorgänger.
Die robuste Bauweise verleiht dem Gehäuse im Gegenzug eine hohe Stabilität. So gibt die Basiseinheit unter punktuellen Kraftanwendungen nicht nach und lässt sich auch nicht verwinden. Zudem ist HP eine stabile Bodenplatte gelungen, die sich gänzlich und ohne Schrauben abnehmen lässt. Zudem verwindet sich der Deckel kaum, wenn das Notebook an einer seiner Ecken angehoben wird. Außerdem hält dieser Druckkräften ausgezeichnet stand. Insgesamt gibt es an der Stabilität daher nichts auszusetzen.
Weiters hinterlässt die Wahl hochwertiger Materialien einen guten Eindruck. Das gebürstete und teilweise lackierte Aluminium fühlt sich kühl an und erweist sich als sehr kratzfest. Die Tasten beispielsweise sind aus unlackiertem, leicht angerautem Kunststoff mit angenehmer, griffiger Haptik.
Bei den Scharnieren setzt HP dagegen wiederum auf Metall. Die Gelenke leisten ausgezeichnete Arbeit und das Nachwippen nach Veränderung des Öffnungswinkels ist minimal. Dank des hohen Gewichts der Basiseinheit kann der Laptop zudem problemlos mit einer Hand geöffnet werden.
Auf den massiven Transportverschluss des Vorgängers wurde beim Elitebook 2570p jedoch verzichtet. Die straffen Scharniere vermögen das umkehrt an der Basiseinheit gehaltene Notebook zudem nicht gänzlich geschlossen zu halten. Damit keine Gegenstände zwischen Bildschirm und Tastatur eindringen können, ist beim Transport daher eine Schutzhülle empfehlenswert.
Die beiden Seitenkanten und die Rückseite bieten nahezu alles, was man sich von einem Business-Notebook erwarten würde. Mit dabei ist der, bei Geräten für Geschäftskunden obligatorische, eigenständige Docking-Port, der ein einfaches Einbinden des Gerätes in eine existierende Arbeitsumgebung erlaubt. Ein häufiger Wechsel zwischen Außen- und Innendienst wird damit deutlich vereinfacht.
Wie im professionellen Bereich üblich, wird auf einen HDMI Port zugunsten eines DisplayPorts verzichtet. Eine VGA-Schnittstelle erlaubt den analogen Anschluss an externe Monitore oder Beamer. Mit an Bord sind weiters zwei USB-2.0 Schnittstellen und ein SS-USB-eSATA-Kombi-Port.
Fehlende Schnittstellen können dafür via ExpressCard34 nachgerüstet werden. Weiters sind ein SmartCard Reader und ein SD-Kartenleser mit an Bord. Erfreulicherweise wurden zwei USB-Ports und der VGA-Anschluss an die Rückseite verbannt. Außerdem befinden sich der Netzwerkanschluss und der Modem-Anschluss im hinteren Bereich der linken Seitenkante. Display-Port und eSATA im vorderen bis zentralen Bereich der rechten Seitenkante ist dagegen weniger optimal.
Kommunikation
Unser 2570p Testmodell bietet bezüglich Kommunikationsausstattung alles was das Herz begehrt. Der Intel 82579LM Gigabit Network Connection (10/100/1000MBit) erlaubt schnelle Ethernet-Verbindungen in Gigabitgeschwindigkeit. Kabellos ermöglicht die Intel Centrino Advanced-N 6205 (abgn) Netzwerkverbindungen via WiFi-Hotspot, bei entsprechender Infrastruktur auch in Standard-n. Bluetooth wurde im Vergleich zum Vorgänger auf Version 4.0 upgegraded. Weiters ist unser Testkandidat mit einem HP un2430 Mobile Breitbandmodem ausgestattet. Hp bietet darüber hinaus auch LTE-kompatible Breitbandmodems an. In Gegenden mit schlechter Infrastruktur erlaubt möglicherweise der eingebaute RJ-11-Modemanschluss Geschäftsreisenden noch eine Verbindung mit dem Firmennetzwerk.
Sicherheit
Wie bei Business-Geräten üblich bietet unser 2570p eine Reihe von Sicherheits-Features. Standardmäßig installiert HP ihre ProtectTools vor. Ein TPM Embedded Security Chip 1.2 erlaubt eindeutige Identifikation von der Ferne. Da der eingebaute Prozessor vPro unterstützt ist auch Fernwartung möglich. Wie alle Elitebooks bietet unser Testgerät einen Fingerabdruck-Leser und einen SmartCard-Leser.
Zubehör
Im Karton befinden sich neben notwendigem Zubehör wie Akku und Netzteil ein Recovery-Datenträger und einer mit Treibern und Software. Zudem bietet HP eine Fülle von kostenpflichtigem optionalem Zubehör. Dazu gehört eine spezielle Docking-Station für zirka 190 Euro mit folgenden Anschlüssen: 1x eSATA, 4 x USB (3 USB 3.0, 1 USB 2.0 Powered), 1 DisplayPort, 1 VGA, 2 Audio-Buchsen und eine 1 LAN/Ethernet-Buchse. Neben dem 55 Wh Akku, der bei unserem Testgerät mitgeliefert wird, kann der Nutzer auch einen Akku mit größerer Kapazität erwerben.
Wartung
Die Wartung des Elitebook 2570p gestaltet sich denkbar einfach. Nach Entfernen der Bodenplatte mit Hilfe einer Schiebeentriegelung sind alle Komponenten gut zugänglich. Ein Lösen von Schrauben ist hierfür nicht notwendig.
Garantie
HP bietet für das Elitebook 2570p eine begrenzte Garantie von 3 Jahren. Für den Akku bietet HP lediglich eine Garantie von einem Jahr. Im Rahmen der HP Care Packs bietet HP verschiedene aufpreispflichtige Akkuoptionen an, etwa 3 Jahre Vor-Ort Service am nächsten Arbeitstag weltweit für zirka 180 Euro. Auch Verlängerungen auf bis zu 5 Jahre sind möglich (HP Care Packs).
Die Eingabegeräte wurden im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Wir fassen die Kerneigenschaften kurz zusammen:
Tastatur
Das Tippgefühl profitiert von der leichten konkaven Wölbung der rutschfesten Tastenoberfläche, einem deutlichen Druckpunkt und mittleren Hubweg. Die Unterkonstruktion ist fest, sodass die Tastatur selbst bei energischem Tippen nirgends durchfedert.
Um das Gerät vor Beschädigung beim Kontakt mit Flüssigkeiten zu schützen, hat HP diese vor Spritzwasser geschützt. Die Abläufe befinden sich an der Unterseite.
Touchpad und Pointstick
Das 2570p bietet gleich zwei Mausersatzlösungen, ein Touchpad (Synaptics LuxPad V7.4) und einen Pointstick (Synaptics TouchStyk V2.0). Beide erlauben das präzise Steuern des Mauszeigers. Die leicht rauen Tasten aus Hartgummi fühlen sich griffig an. Die mechanischen Eigenschaften, mittlerer Hubweg und leichter aber deutlicher Druckpunkt überzeugen.
Das Touchpad unterstützt Multitouch-Gesten. Bildlauf ist auch via Scroll-Bereichen möglich, sofern diese Option in den Maus-Settings aktiviert wird.
HP hat sich beim Elitebook 2570p wie schon beim Vorgänger für eine 1.366 x 768 Pixel Auflösung und damit ein 16:9 Format entschieden. In Anbetracht des Formfaktors geht die Auflösung in Ordnung und entspricht dem üblichen Standard sowohl im Business- als auch im Consumer-Bereich. Das 12,5 Zoll große Panel mit der Kennung SEC4149 wurde, wie es sich für ein Business-Gerät gehört, entspiegelt.
Der eingebaute Monitor unterstützt außer der nativen Auflösung nur noch zwei weitere Auflösungen. Dabei handelt es sich interessanterweise um zwei 4:3 Formate, nämlich 1.024 x 768 und 800 x 600 Pixel.
Leider führt der Bildschirm die Schwächen des Elitebook 2560p Vorgängermodells fort. Mit einer Durchschnittshelligkeit von ungefähr 166 cd/m² und maximal 185 cd/m² ist das Display zwar etwas heller als der Vorgänger (151 cd/m² bzw. 163 cd/m²), jedoch immer noch vergleichsweise dunkel. Bezüglich Schwarzwert gab es auch keine Verbesserungen. Dieser ist mit 1,1 cd/m² immer noch relativ hoch, wodurch das Gerät einen schwachen Kontrastwert von nur 152:1 einfährt.
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Ausleuchtung: 82 %
Kontrast: 152:1 (Schwarzwert: 1.1 cd/m²)39.18% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
56.4% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
37.89% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
Eine hohe Farbraumabdeckung ist vor allem für professionelle Bildbearbeitung wichtig. Wahrscheinlich wird für solche Arbeiten ohnehin ein Gerät mit einem größerem Bildschirm bevorzugt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das WXGA-Panel, selbst den sRGB Farbraum deutlich verfehlt. Hier gibt es selbst in der Subnotebook-Kategorie bei weitem bessere Kandidaten. Das unlängst getestete 13-zöllige Z13 von Sony kommt sogar knapp an Adobe RGB heran.
Zwar kommt dem Elitebook 2570p beim Außengebrauch seine matte Oberfläche zugute, für einen uneingeschränkten Einsatz im Freien ist die Bildschirmhelligkeit jedoch eindeutig zu niedrig. Während der Bildschirm im Schatten noch gut lesbar bleibt, muss sich der Nutzer bei direkter Sonneneinstrahlung schon sehr anstrengen, um noch irgendetwas zu erkennen. Eine Helligkeit von über 250 cd/m² wäre hier wünschenswert. Der Vorgänger konnte in dieser Kategorie jedoch ebenso nicht punkten. Dagegen kann Lenovos Thinkpad X230, das in der gleichen Liga spielt, hier mit seinem IPS Bildschirm mit guter Helligkeit überzeugen.
Bezüglich Blickwinkeln kann sich das Elitebook 2570p in keiner Weise positiv von der Laptop-Konkurrenz abheben. In vertikaler Richtung kommt es schon bei geringen Abweichungen vom idealen vertikalen Blickwinkel zu Bildveränderungen. Beim Blick von oben können invertierte Farben und Abdunklung beobachtet werden. Von unten wirkt das Bild dagegen überstrahlt. In horizontaler Richtung ist der stabile Arbeitsbereich dagegen großzügiger.
Das Elitebook 2570p basiert auf Intels QM77 (Panther Point) Chipsatz. HP hat das Mainboard bei unserem Testmodell mit einem schnellen Intel Core i7-3520M Zwei-Kern-Prozessor bestückt. Dies ist aktuell bezüglich Prozessor die Topausstattung. Dem Prozessor werden im Testmodell vier Gigabyte Hauptspeicher zur Seite gestellt. Ein Teil davon nutzt der im Prozessor integrierte Graphics 4000 Grafikchip als Shared Memory.
Bei unserem Testkandidaten handelt es sich damit aktuell um das leistungsmäßig am besten ausgestattete 2570p Modell. Andere Modelle werden beispielsweise mit langsameren Core i5 Ivy-Bridge-Prozessoren und teilweise sogar nur mit zwei Gigabyte Hauptspeicher ausgeliefert. Vier Gigabyte Hauptspeicher sind heute praktisch Standard. Für einfache Office- und Internetanwendungen würden die günstigeren Core i5 Zweikern-Prozessoren jedenfalls auch ausreichen. Komplexe Anwendungen wie etwa Datenbanken und virtuelle Maschinen sind mit einer starken i7-CPU besser bedient.
Prozessor
Der Intel Core i7 3520M wurde im 22 Nanometer Prozess mit 3D-Transistoren gefertigt und taktet mit einem Basistakt von 2,9 GHz. Dank Turbo-Technologie kann der Ivy-Bridge-Prozessor abhängig von den Kühlreserven und der Auslastung auf maximal 3,6 GHz (1 Kern) oder 3,4 GHz (2 Kerne) hochtakten. Mit Hilfe von Hyperthreading können die beiden physikalischen Kerne bis zu vier Threads gleichzeitig abarbeiten. Eine detaillierte Beschreibung des Prozessors finden Sie auf unserer Prozessor-Seite. Unsere Benchmarkliste mobiler Prozessoren erlaubt eine leistungsmäßige Einstufung.
Um die Leistungsfähigkeit des Prozessors in unserem Testmodell zu beurteilen, führen wir eine Reihe von CPU-orientierten Benchmarks durch. SuperPi lastet beispielsweise nur einen Kern aus. Die Berechnung von 32 Millionen Nachkommastellen endet nach 612 Sekunden. Damit erzielt unser Testkandidat den letzten Platz im Vergleich mit anderen Laptops mit gleicher CPU. Lenovos 14-Zoll großes ThinkPad T430 ist mit 608 Sekunden geringfügig schneller. Die beiden direkten Konkurrenten, Fujitsus Lifebook P772 (Core i5 3320M, Graphics 4000) und Lenovos ThinkPad X230 (Core i5 3320M, Graphics 4000) erledigen diese Aufgabe gleich schnell beziehungsweise marginal langsamer.
In den Cinebench Tests liegt unser Testmodell im Wesentlichen mit anderen Notebooks gleicher CPU auf einem Level. So erreicht es 1,47 Punkte im Single-Rendering und 3,38 Punkte im Multi-Rendering. Das ThinkPad T430 ist hier jeweils marginal langsamer. Fujitsus Lifebook P772 (Core i5 3320M, Graphics 4000) und Lenovos ThinkPad X230 (Core i5 3320M, Graphics 4000) sind im Multi-Core Rendering mit 3,10 und 3,06 Punkten im Multi-Core-Rendering etwas langsamer. Für das P772 gilt im Single-Core-Rendering mit 1,32 Punkten das selbe, während wir für das X230 in diesem Test keine Daten verfügbar haben.
Leider sinkt die Prozessorleistung im Akkubetrieb deutlich. Beispielsweise erreicht der Laptop im Cinebench R10 64-Bit Single-Rendering auf Akku nur noch 5.164 Punkte versus 6.203 Punkte im Netzbetrieb. Das heißt, dass er im Netzbetrieb in diesem Szenario 20% schneller arbeitet. Im Multi-Rendering Test ist der Unterschied mit fast +22% beim Anschluss an die Stromdose sogar noch etwas größer.
Probleme mit langen Latenzen treten selbst bei eingeschalteten Funkmodulen nicht auf.
System Performance
Zur Beurteilung der Gesamtleistung eines Computersystems ziehen wir wie üblich die beiden PCMark Tests heran. Leider endet PCMark 7 nicht, sodass wir hier keine Resultate liefern können. Wir müssen uns daher mit einer Analyse der PCMark Vantage Werte begnügen. In diesem Benchmark fährt unser Elitebook 2570p einen ausgezeichneten Gesamtscore von 13.123 Punkten ein. Diesen hat es hauptsächlich seinem flotten Massenspeicher, einer SSD zu verdanken. Das Vaio SV-S13A1Z9E/S mit GeForce GT 640M LE, ebenso 3520M CPU und einem Raid 0 Verbund aus zwei Samsung MZRPC512HAFU-000SO SSDs wird mit 14.496 Punkten sogar noch 10% besser bewertet. Lenovos ThinkPad T430 (NVS 5400M, 3520M, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630) arbeitet dagegen aufgrund seiner herkömmlichen Festplatte deutlich langsamer und kann nur 8.385 Punkte einfahren (+ 57% für unser Testmodell). Fujitsus Lifebook P772 (3320M, Graphics 4000) kann aufgrund seiner herkömmlichen 7200 U/min Festplatte hier ebenso nicht mithalten und nur etwa halb so viele Punkte. Lenovos ThinkPad X230 (3320M, Graphics 4000) wird zwar mit 8503 Punkte vs. 6747 Punkten besser bewertet als das P722 ist jedoch auch nur mit einer herkömmlichen 7200 U/min Festplatte ausgestattet und hat daher gegen System unser Testsystem mit SSD keine Chance.
Subjektiv werden Programme und Daten schnell vom Massenspeicher geladen, sodass ein zügiges Arbeiten bei Alltagsanwendungen möglich ist. Der Systemstart und das Wake-Up aus Stand-By sind deutlich schneller als bei Systemen mit herkömmlichen Festplatten.
PCMark Vantage Result | 13123 Punkte | |
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Massenspeicher
Unser Testmodell ist mit einer Micron RealSSD C400 (MTFDDAK256MAM-1K12) SSD ausgestattet. Von der Bruttokapazität von 256 Gigabyte sind 20,98 Gigabyte für eine Wiederherstellungspartition reserviert und fast 2 Gigabyte werden für eine Partition namens HP_TOOLS genutzt. Die Vorteile einer SSD gegenüber einer Festplatte mit mechanischen Teilen liegen vor allem in der kurzen Zugriffszeit und im lautlosen Betrieb. Für eine detaillierten Vergleich zwischen SSDs und herkömmlichen Festplatten verweisen wir auf unsere Spezialseite.
Zum Vergleich der Leistungsfähigkeit der eingebauten SSD mit anderen SSD-Modellen ziehen wir die CrystalDiskMark Werte heran. Intels SSD 520 Series und die OCZ Vertex 3 sind hier nahezu durch die Bank etwas schneller. Dagegen kann unsere Micron RealSSD Intels SSD 320 Series deutlich übertreffen. Einen detaillierten Leistungsvergleich finden Sie in unserem Spezialartikel.
Besonders praktisch ist, dass direkt am nur 12,5-Zoll großen Gerät an der linken Seitenkante ein optisches Laufwerk Platz gefunden hat. Das HP CDDVDW TS-U633J schreibt und liest in den aktuell üblichen Formaten.
Grafikkarte
Als Grafikkarte kommt selbst in unserem 2570p Topmodell nur der im Prozessor integrierte Graphics 4000 Grafikchip zum Einsatz. Abhängig vom Prozessormodell wird die Intel HD Graphics 4000 unterschiedlich getaktet und kann auf einen unterschiedlich großen Cache zurückgreifen. Zudem kann der Grafikchip dank Turbo Boost übertaktet werden. Schnelle CPU-Modelle, wie unser Core i7 3520M sollten einen Basistakt von 650 MHz aufweisen, der mit Hilfe von Turbo auf 1,1 bis 1,25 GHz erhöht werden kann. Dass sich unser Modell wie erwartet verhält, können sie im Abschnitt Temperatur (Stresstest) nachlesen.
Um die Grafikleistung zu beurteilen, führen wir zuerst eine Reihe von 3DMark Benchmarks durch. Hier erreicht unser Testgerät 4.949 Punkte im 3DMark06, 2.995 Punkte im 3DMarkVantage und 612 Punkte im 3DMark11. Dieser Werte liegen in Anbetracht des schnellen Core i7 Zweikernprozessors allesamt etwas unter unseren Erwartungen. Der Unterschied zu dem einzigen in der Datenbank bereits vorhandenen Testgerät mit gleichem Prozessor und identer Grafiklösung, dem One M73-2O, beträgt je nach Test zwischen 20 und 30%. Teilweise schneiden sogar Laptops mit Graphics 3000 Grafikkarte, beispielsweise das Asus N53SV (15.6", 2720QM, HD Graphics 3000, +7%) oder solche mit ULV Prozessor, etwa das Samsung 900X4C-A04DE (15", 3317U, HD Graphics 4000, +7%) etwas besser ab. Im Vergleich mit den im Prozessor-Teil erwähnten Laptops mit gleicher CPU hat unser Elitebook 2570p selbstverständlich keine Chance, da diese mit eigenständigen Grafikkarten ausgestattet sind: Lenovos ThinkPad T430 mit einer NVS 5400M und Sonys Vaio SV-S13A1Z9E/S mit einer GeForce GT 640M LE. Betrachten wir nochmals die beiden direkten Konkurrenten: Fujitsus P722 schneidet in den 3DMark Tests durch die Bank besser ab, während das Thinkpad X230 hier mit unserem Testmodell im Wesentlichen auf einem Level liegt.
Auffälligkeiten in der Taktung konnten selbst im Stresstest nicht beobachtet werden. Ein thermisch bedingtes Throttling kann also ausgeschlossen werden.
Im Akkubetrieb sinkt die Grafikleistung etwas im Vergleich zum Netzbetrieb, jedoch in viel geringem Ausmaß als die CPU-Leistung.
3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren) | |
HP Elitebook 2570p-B6Q10EA | |
Lenovo ThinkPad X230 | |
Fujitsu Lifebook P772 |
Cinebench R11.5 - OpenGL 64Bit (nach Ergebnis sortieren) | |
HP Elitebook 2570p-B6Q10EA | |
Samsung 900X4C-A04DE | |
Lenovo ThinkPad X230 | |
Fujitsu Lifebook P772 | |
Asus N53SV HD3000 |
Cinebench R10 - Shading 64Bit (nach Ergebnis sortieren) | |
HP Elitebook 2570p-B6Q10EA | |
Samsung 900X4C-A04DE | |
Lenovo ThinkPad X230 | |
Fujitsu Lifebook P772 | |
Asus N53SV HD3000 |
3DMark 06 Standard Score | 4949 Punkte | |
3DMark Vantage P Result | 2995 Punkte | |
3DMark 11 Performance | 612 Punkte | |
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Gaming Performance
Mit integriertem Graphics 4000 Grafikchip handelt es sich bei unserm Elitebook 2570p keinesfalls um ein Multimedia- oder gar Spielenotebook. Im Gegenteil: Es ist klar auf einen mobilen Office-Einsatz ausgerichtet. Zur Kontrolle führen wir daher nur zwei Spiele aus, nämlich Anno 2070 und The Elder Scrolls V: Skyrim. Auch hier liegt die Grafikleistung in Anbetracht der schnellen Core i7 Zweikern-CPU etwas unter unseren Erwartungen.
min. | mittel | hoch | max. | |
---|---|---|---|---|
The Elder Scrolls V: Skyrim (2011) | 25.5 | 12.5 | 7.5 | |
Anno 2070 (2011) | 36 | 18.5 | 12.2 |
Geräuschemissionen
Bei geringer Last arbeitet unser Testgerät mit konstanten 34,5 dB(A) relativ ruhig. Der Lüfter schält sich dabei mit Standardeinstellungen nie aus. Erst wenn man im BIOS, wie bei HP Geräten üblich, die Option "Fan always on while on AC Power" deaktiviert, schaltet sich der Lüfter zumindest zeitweise ab. Dann ist das Gerät dank seiner SSD zeitweise vollständig lautlos.
Bei maximaler Last schwillt das Betriebsgeräusch maximal auf laute 50,3 dB(A) an, in einem praxisnahen Testszenario mit fordernden 3D-Anwendungen ist das Gerät mit 42.7 dB(A) immer noch sehr gut hörbar. Dies ist als konstantes niederfrequentes Rauschen wahrnehmbar. Ein auffälliges Lüfterverhalten konnte nicht beobachtet werden.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 34.5 / 34.5 / 34.5 dB(A) |
DVD |
| 41.9 / dB(A) |
Last |
| 42.7 / 50.3 dB(A) |
| ||
30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
||
min: , med: , max: Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Im Idle-Betrieb verhält sich das Notebook vorbildlich und bleibt rundherum angenehm kühl. Unter Last steigen die Temperaturen wie erwartet an. Die Handballenablagen, Touchpad und der Tastaturbereich werden jedoch auch bei einem mehrstündigen Stresstest stets nie unangenehm warm. Hier kommt diesem Laptop seine kühle Metalloberfläche zugute. Einzig die Unterseite erwärmt sich in diesem Szenario im Bereich des Lüfters mit einem Maximum von zirka 56 Grad Celsius stark. Es ist jedoch anzumerken, dass unser Testgerät auf einen Office-Betrieb mit geringer Grafik- und CPU-Auslastung ausgelegt ist, sodass eine derart starke Erwärmung im Praxiseinsatz unwahrscheinlich ist.
Laut GPU-Z beträgt der Ruhetakt 350 MHz. Während Cinebench R11 ausgeführt wird, erhöht sich die Taktrate vom Basistakt von 650 MHz dank Turbo auf bis zu 1.250 MHz. Während des gesamten Stresstests wird diese Turbo-Taktrate beibehalten. Einzig der CPU Takt fällt von den maximal möglichen 3,4 GHz nach kurzer Zeit auf immer noch hohe 3,3 GHz.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 41.4 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 36.1 °C (von 21.4 bis 281 °C für die Klasse Subnotebook).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 56.4 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 39.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.8 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 35.7 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.3 °C (-7.4 °C).
Lautsprecher
Die Lautsprechergrillen befinden sich an der nach unten abgeschrägten Vorderkante und schallen gegen die Tischplatte. Der Klang ist laut, aber bassarm und eher mittellastig, und bleibt auch bei maximaler Lautstärke unverzerrt.
Die Soundausgabe via 3.5 Kombi-Audiobuchse bleibt ohne Auffälligkeiten.
Energieaufnahme
Im Idle-Betrieb profitiert der Testkandidat von den Stromsparmechanismen des Ivy-Bridge-Prozessors. Hier ist mit einem maximalen Verbrauch von 12,3 Watt zu rechnen. Erfreulich auch die niedrigen Werte im Stand-By und wenn das Gerät ausgeschaltet ist.
Bei fordernden Grafikanwendungen, beispielsweise unserem 3DMark06 Benchmark steigt der Stromverbrauch auf 39,9 Watt. Schließlich, bei vollständiger Auslastung, bedarf das Testgerät 42,1 Watt (nur CPU) beziehungsweise 55,8 Watt (Prime95 und Furmark).
Aus / Standby | 0.3 / 0.5 Watt |
Idle | 6.4 / 10.5 / 12.3 Watt |
Last |
39.9 / 55.8 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: Voltcraft VC 940 |
Akkulaufzeit
Bei unserem Testmodell wird ein 55 Wh Akku mitgeliefert, der nach hinten übersteht. Darüber hinaus sind auch ein 9-Zellen (100 Wh) und ein 6-Zellen (62 Wh) Akku verfügbar.
Bei minimaler Bildschirmhelligkeit, Energiesparprofil und abgeschalteten WiFi-Modulen testen wir die maximale Akkulaufzeit. Dafür simuliert uns der BatteryEater Readers Test das Lesen eines Texts. In diesem Szenario hält unser 2570p fast 11,25 Stunden durch.
Immerhin kann der Benutzer knapp über 6 Stunden bei 150 cd/m² Helligkeit und Energiesparprofil im Internet surfen. Bei diesem WLAN-Test simuliert ein Standard-Skript typisches Web-Surfen mit verschiedenen Inhalten. Ebenso mit Energiesparprofil, aber maximaler Helligkeit (nur eine Stufe höher als beim WLAN-Test) kann 4,5 Stunden lang DVD-Film geschaut werden.
Dagegen ist die minimale Akkulaufzeit mit nur knapp 2 Stunden eher kurz.
Das 13-Zoll große Sony Vaio SV-S13A1Z9E/S schneidet mit seinem 49 Wh Akku, gleicher CPU und GeForce GT 640M LE etwas schlechter ab. Trotz viel größerem 94 Wh ergeht es Lenovos 14-Zoll ThinkPad T430 (3520M, NVS 5400M) nicht besser. Lenovos Thinkpad X230 hält unter anderem aufgrund des helleren Bildschirms trotz größerem 63 Wh Akku zirka eine Stunde weniger lang im WLAN Test durch. Für Fujitsus Lifebook P722 gilt analoges.
HPs Elitebook 2570p erbt sowohl die Stärken als auch die Schwächen seines Vorgängers. Ebenso wie bei diesem bleibt der zwar etwas hellere aber dennoch zu dunkle Bildschirm der Hauptkritikpunkt, der letztlich die Mobilität des Gerätes einschränkt.
Dafür können sich die Benutzer über eine komfortable Tastatur und gleich zwei sehr gute Mausersätze freuen. Zudem entsprechen Robustheit, Verarbeitung, Anschlussausstattung und Sicherheitsfeatures dem Businesscharakter des kleinen Elitebooks. Besonders erfreulich: In dem 12,5-Zoll großen Subnotebook hat auch ein DVD-Laufwerk Platz gefunden.
Dank einer schnellen SSD fährt unser 2570p zudem eine ausgezeichnete Bewertung in Punkto Anwendungsleistung ein. Für typische Office- und Internetanwendungen ist man mit Core i7 3520M CPU, Graphics 4000 und 4 GB Hauptspeicher mehr als ausreichend gerüstet. Für grafikintensive Anwendungen wurde jedoch selbst das Topmodell des Elitebooks 2570p nicht entwickelt.
Das Elitebook 2570p richtet sich an Geschäftsreisende mit gehobenen Ansprüchen an Robustheit und Kommunikationsausstattung. Der dunkle, kontrastarme Bildschirm könnte jedoch für viele von vornherein ein Ausschlusskriterium darstellen. Wer im Außendienst arbeitet, sollte daher das Thinkpad X230 mit seinem hellen IPS-Bildschirm als Alternative erwägen.