Test Acer Aspire 5741G-334G50Mn Notebook
Allrounder zum Anfassen.
Genügt eine optische Aufhübschung, um Acers Mainstream 15.6-Zoller bei der Kundschaft beliebt zu machen? Der Hochglanz-Teufel wurde vom Deckel verbannt. Das Interieur erhält einen edlen Touch. i3-330M und ATI HD5470 sorgen für die Berechnungen.
Acer frischt seine preiswerten Aspire Modelle mit einem neuen Design auf. Die Optik wirkt deutlich edler und insgesamt ist der 15.6-Zoller schlanker geworden als seine Vorgänger a la Aspire 5740G. Wo früher ein simpler gemaserter Kunststoff die Handablage zierte, da begegnet uns heute ein unempfindliches aber dennoch glattes Finish. Technisch haben wir uns die günstigste Variante 5741G-334G50Mn ins Haus geholt. In diesem arbeitet der schwächste Arrandale Prozessor Core i3-330M. Zusammen mit einer dedizierten Einsteiger GPU ATI Radeon HD5470 soll er einerseits Allrounder sein und Andererseits dabei mobil bleiben. Ob Acers 15.6-Zoller (630 Euro) für mobile Büroanwender die richtige Wahl ist, das zeigt unser ausführlicher Testbericht.
Das Gehäuse des Aspire 5741G eignet sich für den mobilen Einsatz gleichermaßen wie für Arbeitsplatz, Zuhause oder in der Studentenbude. Die Hände werden mit einer angenehmen Oberfläche auf der Arbeitsumgebung konfrontiert. Der gebürstete, harte Kunststoff mutet wie Aluminium an und fühlt sich dabei griffig-metallisch an. Fingerabdrücke oder Schmierflächen haben hier keine Chance. Diese finden lediglich im schwarz spiegelnden Display-Rahmen einen Rückzugsort.
Das Gehäuse ist stabil und vermittelt durch saubere Spaltmaße einen wertigen Eindruck. Mit beiden Händen können wir das Chassis jedenfalls nur ganz leicht verwinden. Die Handballenauflage ist an jeder Position fest, gleiches gilt im Wesentlichen für das Tastenbett. Den Deckel können wir zwar leicht verbiegen, aber durch die steife Fläche und die Griffigkeit derselben entsteht eine vergleichsweise hohe Stabilität. Die Fläche kann punktuell nur geringfügig eingedellt werden. Der mit einer griffigen Struktur geschmückte Deckel ist gegenüber Kratzern unempfindlich. Das macht den 15.6-Zoller in unseren Augen auf den ersten Blick Mobility tauglich.
Eine kleine Schwachstelle der Konstruktion ist die Auflage des Deckels. Jedes Notebook besitzt entlang des TFT-Rahmens kleine Gummi-Stoßfänger, die im zugeklappten Zustand auf der Base-Unit aufliegen. Dies ist auch beim 5741G der Fall. Allerdings fehlt die Auflage in den unteren Ecken. Der empfindliche Rahmen berührt dort die Base-Unit, was schon bei unserem brandneuen Testmodell zu Abschürfungen führte. Nutzer sollten zwei kleine Gummi-Dämpfer mit einem Millimeter Höhe aufkleben.
Der Akku kann für den dauerhaften Einsatz auf dem Schreibtisch entnommen werden. Dabei entsteht kein Loch in der Arbeitsumgebung. Die Scharniere halten den Deckel sicher in Position, es gibt kaum ein Nachwippen. Sie sitzen sehr stramm, weshalb wir zwei Hände zum Öffnen des Deckels benötigen. Die Scharniere selbst sitzen sicher in ihrer Arretierung. Der maximale Aufklappwinkel ist für den Betrieb auf dem Schoß mehr als ausreichend. Der Winkel beträgt sehr gute 160 Grad.
Die Bodenplatte aus einfachem Kunststoff lässt sich punktuell mit dem Finger eindellen. Die große Öffnung an der Unterseite bietet Aufrüst-Optionen: Es besteht einfacher Zugang zu Festplatte, Arbeitsspeicher oder WLAN-Modul.
Für das Anschließen von Drucker, Router, Maus oder Festplatte bringt das Acer Aspire 5741G lediglich eine begrenzte Menge von Anschlüssen mit. E-SATA, Display-Port oder FireWire gehören nicht dazu. Es gibt aber einen HDMI-Steckplatz auf der linken Seite des Gehäuses.
Externe Monitore oder Flachbildschirme können wir an HDMI oder an die analoge VGA-Schnittstelle anschließen. USB-Steckplätze gibt es nur drei Stück. Die Position der rechten wie linken USB-Ports ist nicht besonders sinnvoll. Bei Einsatz einer Maus am Gerät werden Rechts- wie Linkshänder gleichermaßen benachteiligt. USB-Kabel, aber auch HDMI / VGA, behindern nämlich den Einsatz der Maus. Eine Anbringung an der Rückseite oder zumindest an den hinteren Positionen des Gerätes wäre für eine zwangslose Verkabelung sinnvoller gewesen.
Das vertieft sitzende Scharnier verhindert aber eine Steckplatz-Nutzung der Rückseite. Alle Stecker, inklusive dem Stromanschluss, versammeln sich an den sichtbaren Seiten. Dies kann je nach Masse der notwendigen Verkabelung zu einem unschönen Anblick auf dem Schreibtisch führen. Docking-Stations gibt es für den Aspire 5741G nicht.
WLAN im schnellsten Draft-N Standard unterstützt die Broadcom 802.11a/b/g/n Funkkarte. Sie enthält auch das integrierte Bluetooth-Modul. Wer daheim den 15.6-Zoller mit dem Gigabit-Switch verbinden will, den erwartet mit dem Broadcom NetLink Gigabit Ethernet Adapter die passende Ethernet-Karte. Netzwerktechnisch ist der 5741G also auf der Höhe der Zeit.
Tastatur
Die Tasten bieten dem Schreiber einen angenehm deutlichen Druckpunkt und einen großen Tastenhub. Je nach Position ist der Tastenanschlag schwammig oder akzeptabel fest. Die Tasten geben nämlich auf der Höhe der Ziffern drei bis neun leicht nach, was für ein leicht federndes Tippgefühl in diesem Areal sorgt. Die größten Bereiche der Eingabe sitzen aber fest.
Acer integriert einen Ziffernblock und gibt damit dem Anspruch als Office-Notebook Nachdruck. Der Tastenblock erleichtert die Eingabe von Zahlen. Erleichtert wird auch die Bedienung der Richtungstasten. Diese sind zwar nur halb so groß wie normale Buchstabentasten, aber immerhin durch einen Freiraum von der Shift-Taste abgesetzt.
Touchpad
Der Mausersatz ist ein Synaptics Multitouch Pad (V7.2). Seine Oberfläche ist etwas glatter als die der Handauflage und bedient sich angenehm zügig. Die Touch-Fläche besitzt keine horizontale Scrollbar, wohl aber einen optisch markierten vertikalen Bildlaufbereich. Der fehlende Bildlaufbereich kann auch nicht in der Synaptics-Software reaktiviert werden, wie dies sonst bei Notebooks üblich ist.
Durch die Gestenerkennung sind die Bildlaufbereiche nicht mehr zwingend erforderlich. Nutzer können mit zwei aufgelegten Fingern vertikal und horizontal rollen. Klassische Gesten, wie das Auseinanderziehen von zwei Fingern für den Zoom, sind auch möglich. Die Tasten klicken leise, verlangen aber einen relativ hohen Druckpunkt. Sie machen einen hochwertigen Eindruck, denn sie geben ein solides Klick-Geräusch von sich.
Acer hat bei Haptik des 15.6-Zollers hohe Maßstäbe angelegt. Für das Display gilt das aber nicht. Das nicht entspiegelte LG-Philips-Panel (Typ LP156WH2-TLE1) löst mit 1.366 x 768 Bildpunkten auf. Diese WXGA-Auflösung ist für einen 15.6-Zoller grob auflösend aber akzeptabel. Die 1.366×768 Pixel kommen dem Seitenverhältnis 16:9 sehr nahe. Theoretisch eignen sich breite Anzeigen, um zwei Programmfenster nebeneinander zu sehen. Praktisch lässt die geringe Auflösung dies aber oft nicht zu. Es sei denn, der Nutzer ist zu deutlichen Skalierungen bereit. Bei allen Web-Browsern oder auch in Microsoft Office ist das stufenlos möglich.
Das LG-Philips-Panel hat seinen Schwachpunkt im geringen Kontrast von 172:1. Ein solch geringer Wert ist typisch für Office-Notebooks und Netbooks. Das Glare-Type-Panel bessert die geringen Kontraste optisch auf, das ist jedoch eine Täuschung des Auges.
Für den Anspruch eines Office-Notebooks bzw. Allrounders ist das Displaypanel passend aufgestellt. Der Office-Fan würde sich wegen der Spiegelungen zwar eine matte Anzeige wünschen. Beim Konsumieren von Fotos, Filmen oder Computerspielen erhält er aber immerhin halbwegs ansprechende Farben. Für Profis der Bildbearbeitung ist das Panel gänzlich ungeeignet. Der kleine Farbraum weist den Aspire 5741G deutlich als Consumer Notebook aus.
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Ausleuchtung: 92 %
Helligkeit Akku: 243 cd/m²
Kontrast: 172:1 (Schwarzwert: 1.41 cd/m²)
Die Messung der Helligkeit auf dem Bildschirmpanel liefert gute Ergebnisse. Im Durchschnitt liegt die Luminanz bei 233 cd/m². Die Ausleuchtung ist mit 92 Prozent sehr gleichmäßig. In Innenräumen benötigt selten ein Anwender eine Luminanz jenseits der 180 cd/m². Nutzer werden die hohe Helligkeit also typischerweise etwas zurücksetzen, da die Anzeige sonst zu grell ist.
Mit dem Laptop in den Sommer. Wer seinen Aspire 5741G auf Reisen mitnimmt und dabei unter Tageslicht oder gar in grellem Sonnenlicht arbeitet, der wird auf Schwierigkeiten stoßen. Dem 15.6-Zoll Panel fehlt eine Entspiegelung, die Reflexionen vermindert. Für Office-Notebooks wäre das der klassische Panel-Typ. Die hohe Luminanz von 233 cd/m² arbeitet zwar gegen die Reflexionen. Unter direktem Sonnenlicht haben wir Schwierigkeiten, einen störungsfreien Blickwinkel zu finden. Ganz unmöglich ist die Verwendung im Park oder im Café aber nicht. Je nach Standpunkt und Einfall der Sonne sind sogar ganz passable Ergebnisse zu haben.
Horizontal können wir bis zu 40 Grad von der frontalen Ansicht abweichen, dann erst dunkelt die Anzeige ab und Farben verfälschen. Vertikal beginnt der Effekt schon bei geringster Abweichung von 15 Grad. Das Bild dunkelt dann deutlich ab und die Farben invertieren. Im Dunkelkammer-Foto sind die kleinen vertikalen Blickwinkel des Aspire 5741G gut erkennbar. Starke Einschränkungen erleben wir auch aus seitlichem Blick von Oben oder Unten. Wenn sich mehrere Personen einen Film oder Fotos ansehen, so dürfte der eine oder andere Schwierigkeiten haben, ein gutes Bild zu erkennen.
Der Intel Core i3-330M (2.13 GHz, 3 MB L2 Cache) ist der schwächste Arrandale-Prozessor von Intel. Das Schwestermodell i3-350M ist mit 2.26 GHz geringfügig höher getaktet. Der i3-330M besitzt wie der i5-520M eine im Prozessor integrierte Grafikeinheit. Die Intel HD ist aber deaktiviert. Das Bild wird daher von einer dedizierten ATI Mobility Radeon HD5470 (512 MB GDDR3) gerendert. Mehr zur HD5470 im Abschnitt 3D-Leistung. Zur Seite stehen dem Core i3 4.096 MB DDR3 SDRAM (2 Module).
Eine der wichtigsten Eigenschaften des i3-330M ist Hyper-Threading (HT). HT sorgt dafür, dass jedem physischen Kern ein virtueller Kern zur Seite steht. Der Zweikerner kann also mit insgesamt 4 Threads rechnen. Der Unterschied des i3-330M zu Core i5/i7: Core i3 hat keinen Turbo-Boost. Diese Funktion lässt die Kerne je nach Anforderung der Anwendungen dynamisch übertakten. Single-Core Anwendungen erhalten damit ebenso die beste Performance wie Multi-Core Applikationen. Für Profi-Anwender und Spieler ist Turbo-Boost ein großer Vorteil, da jede Art von Anwendung beschleunigt wird. Vom Turbo-Boost kann der Nutzer des Aspire 5741G aber nicht profitieren.
PCMark Vantage Result | 4684 Punkte | |
Hilfe |
Der PCMark Vantage errechnet eine Punktzahl von 4.956. Dieser Wert bildet die Anwendungsgeschwindigkeit eines Notebooks ab, wobei alle Komponenten von CPU über GPU bis zum Speicher einbezogen werden. Mit diesem Wert liegt der 15.6-Zoller nahezu gleichauf mit dem Toshiba Satellite L550-207 (4.956 Punkte), das denselben i3-Prozessor besitzt. Auch Laptops mit einer stärkeren dedizierten GPU haben nicht zwangsläufig eine deutlich bessere Systemperformance. Zum Beispiel ein Acer Aspire 8942G-334G64Mn (ATI HD5650), das mit 4.755 Punkten etwas schlechter abschneidet.
Ein Blick auf den schlagfertigen Core i5-Prozessor 520M, wie er in leistungsorientierten Systemen oft verbaut wird, zeigt aber gewaltige Unterschiede. Ein Dell Studio 1558 erreicht 5.929 Punkte und besitzt dabei nicht einmal eine dedizierte Grafikkarte. Ein Samsung R580-JS03DE schafft sogar 6.026 Punkte. Gründe für den hohen Unterschied ist der Turbo Boost der i5/i7 Prozessoren, sowie der generell höhere Takt (2.5 GHz).
3DMark 2001SE Standard | 19845 Punkte | |
3DMark 05 Standard | 6651 Punkte | |
3DMark 06 Standard Score | 3665 Punkte | |
3DMark Vantage P Result | 1301 Punkte | |
Hilfe |
Dem System steht eine 5.400 RPM Festplatte von Seagate zur Seite. Die 500 GByte HDD (ST9500325AS) liest mit 63.9 MByte/s im Sequential Read Daten von den rotierenden Scheiben. Dies verhilft dem Aspire 5741G zu einer guten Systemperformance. Der Datendurchsatz ist aber durchschnittlich. Die HDD ist im Betrieb durch ein relativ deutliches Klackern der Schreib- und Leseköpfe zu hören.
Ein Spiele-Notebook will das 5741G nicht werden. Dennoch wollen wir auch die beschränkten Fähigkeiten der Grafikkarte benennen. Die ATI Mobility Radeon HD5470 kann auf 512 MB GDDR3 Videospeicher zugreifen und wird von AMD als Einsteiger-Mittelklasse-GPU platziert. Der Speicher taktet mit 800 MHz, der Kern mit 750 MHz. Die GPU beherrscht DirectX-11 Effekte. Die Spieleleistung ist gegenüber der Vorgänger-GPU HD4570 durch die etwas höhere Taktung gestiegen. Im 3DMark06 ermitteln wir schwache 3.702 Punkte. Was sagen aktuelle Games dazu? Wir führen zwei Spiele-Tests durch.
Battlefield: Bad Company
Bad Company 2 kennt keine Gnade und zeigt deutlich auf, wie schwach die HD5470 trotz GDDR3-Speicher ist. Lediglich 20 FPS sind in der mittleren Einstellung des Shooters möglich (1.366 x 768, Medium, HBAO off, 1xAA, 1xAF). Selbst ein Zurückdrehen der Ansprüche und der Details auf 1.024 x 768 (Min, HBAO off, 1xAA, 1xAF) bringt mit 27 FPS keine echte Erleichterung. Ein wirklich flüssiges Gameplay der Shooters kann mit dem Aspire 5741G nur in einer noch gröberen Auflösung erlebt werden. Zum Vergleich: ein Toshiba Satellite L550 mit HD5165 (obere Mittelklasse) schafft 44 FPS in der mittleren Einstellung des Shooters (1.280 x 800, Medium, HBAO off, 1xAA, 1xAF).
Modern Warfare 2
Nicht ganz so anspruchsvoll ist Infinity Wards Shooter. Bei geringen Details und der Auflösung 800 x 600 (0xAA) sind flüssige 77 FPS möglich. Leider sieht das Game dann nicht mehr besonders gut aus. Also schnell mittlere Einstellungen eingestellt (1.024 x 768, 2xAA, Details Medium). Jetzt brechen die Frames aber drastisch ein und landen im Durchschnitt bei 25 FPS. Das Spiel ruckelt jetzt in actionreichen Sequenzen. Wer allerdings einen Mix aus niedrigen und mittleren Details wählt und AA deaktiviert, der kann ein halbwegs flüssiges Spiel (um die 30 FPS) erleben.
Beide Spieletests zeigen, dass mit der ATI HD5470 nicht viel zu holen ist. Aktuelle und vor allem anspruchsvolle Games sollten nicht auf der Wunschliste stehen. Für ältere Spiele a la Left4Dead reicht die Leistung aber in hohen Einstellungen aus.
Battlefield: Bad Company 2 | |||
Auflösung | Einstellungen | Wert | |
1366x768 | medium, HBAO off, 1xAA, 1xAF | 20.17 fps | |
1024x768 | low, HBAO off, 1xAA, 1xAF | 26.7 fps |
CoD Modern Warfare 2 | |||
Auflösung | Einstellungen | Wert | |
1024x768 | all on/med vsync off, normal textures, 2xAA | 24.88 fps | |
800x600 | all off/low vsync off, low textures, 0xAA | 77.5 fps |
Geräuschemissionen
Bei der Lautstärke zeigt sich Acers 15.6-Zoller von einer sehr angenehmen Seite. Beim Surfen, Musikhören oder Word-Tippen läuft der Lüfter in geringen Drehzahlstufen, er geht aber niemals komplett aus. Wir messen im Betrieb ohne konstante Last 31.7 dB(A). Der Schalldruck bleibt dabei konstant, das heißt die Umdrehungsgeschwindigkeit des Lüfters schwankt nicht. Die Festplatte ist in diesem Zustand bei Aktivität deutlich hörbar: 34.1 dB(A).
In unseren zwei Test-Games drehte das Kühlsystem auf bis zu 36.7 dB(A) auf. Dabei konnten wir lediglich zwei Drehzahlstufen hören (35.1 und 36.7 dB(A)). Erst durch den üblichen Stresstest (Furmark & Prime95) über zwei Stunden veranlassen wir den Lüfter, auf maximale 37.8 dB(A) zu gehen. Auch hier dreht die Kühlung konstant. Insgesamt macht die Lüfter-Steuerung einen guten Eindruck auf uns. Wenn es drauf ankommt, geht die Kühlung sachte und konstant ans Werk. Wenn es nicht nötig ist, dann hält sie sich dezent im Hintergrund.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 31.7 / 31.7 / 31.7 dB(A) |
HDD |
| 34.1 dB(A) |
DVD |
| 38.2 / dB(A) |
Last |
| 36.7 / 37.8 dB(A) |
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30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
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min: , med: , max: (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Die Temperaturen bleiben am Boden und erreichen die Marke von 38 Grad nur punktuell unter gleichzeitiger Last von Prozessor und Grafikkarte. Während eines Szenarios aus Textverarbeitung und Web-Surfen liegt die durchschnittliche Temperatur der Unterseite bei 29.5 Grad. Die Handauflage bleibt dabei mit zirka 30 Grad im akzeptablen Bereich.
Die Messung unter starker Beanspruchung (Stresstest) ermittelt auf der Oberseite maximal 38 Grad. Das sorgt für warme Finger, denn wir nehmen diese Temperatur von der Mitte der Tastatur ab. Die Unterseite erreicht jetzt in der Nähe des Luftauslasses 38.6 Grad. Einmal mehr zeigt sich das Phänomen, dass einzelne Bereiche des Notebooks unter Last nicht zwangsläufig wärmer werden als im Idle. Speziell die Bodenplatte zeigt sich, abgesehen von der unmittelbaren Nachbarschaft der Heatpipe, vom Stresstest unbeeindruckt. Die Erklärung: Warme Abluft hat bei geringster Lüfter Drehzahl viel Zeit, das Gehäuse zu erwärmen. Bei einem schnellen Luftstrom ist das nicht der Fall. Die Komponenten generieren bei Last zwar deutlich mehr Abwärme, doch im gesamten Gehäuse findet ein sehr schneller Luftaustausch statt.
Den Stresstest von 2 Stunden überlebte der Aspire 5741G ohne thermische Leistungseinbußen (Throttling). Es kam weder zu einem Absturz, noch wurde die CPU wärmer als 74 Grad Celsius. Es wundert daher nicht, dass ein direkt im Anschluss ausgeführter 3DMark06 fast dieselben 3DMarks erreichte wie im normalen Test: 3.669 3DMarks (CPU 2.239).
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 38.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 36.9 °C (von 21.1 bis 71 °C für die Klasse Multimedia).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 38.6 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 39.2 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 30.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 31.3 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 34.2 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.8 °C (-5.4 °C).
Lautsprecher
Die Stereo-Lautsprecher befinden sich oberhalb der Eingabe unter dem Aspire typischen Lochgitter. Erwartungen an den Klang eines Multimedia-Notebooks erfüllt das 5741G nicht, für einen Office-Laptop reicht es aber aus. Der Klang betont die Mitten, während Höhen und Tiefen vernachlässigt werden. Das Klangbild ist insgesamt etwas dumpf, was auch nicht durch die Soundverbesserungen der Lautsprecher (Systemsteuerung) verbessert werden kann. Die Lautstärke ist ausreichend aber nicht besonders hoch.
Wir empfehlen das Anschließen externer Boxen an den 3.5 mm Soundausgang. Wir testen diesen mit zwei Yamaha Boxen (YST-M20SDP). Der vom Notebook anliegende Pegel trägt kaum ein Rauschen in sich. Die externen Lautsprecher können also rauschfrei betrieben werden.
Netbooks und später CULV-Prozessoren haben die Erwartungen an die Akkulaufzeiten von Notebooks in die Höhe steigen lassen. Mit seinen zwei Stunden kann das Aspire 5741G daher keinen Blumentopf mehr gewinnen. Hier fordert der schwache aber mit einem hohen TDP von 35 Watt belegte Core i3-330M seinen Tribut.
Die Laufzeit liegt beim Internet-Surfen mit aktiviertem WLAN bei 2:19 Stunden (139 Minuten). In dieser Zeit haben wir einen Steam-Download beendet und News-Portale besucht. Ganz anspruchslose Nutzer können die Laufzeit auf bis zu 3:42 Stunden anheben. Diese mit dem BatteryEater Reader-Test ermittelte Laufzeit von 222 Minuten ist aber für den Alltagseinsatz ohne Bedeutung. Diese Messung wurde im Idle, bei geringster Helligkeit und deaktivierten Funkmodulen durchgeführt.
Der Test der Laufzeit eines DVD-Films ermittelte 144 Minuten (2:24 Stunden). Für die nächste Film-Session ist der 4.400 mAh Akku erst wieder nach 1:31 Stunden bereit.
In seiner überwiegenden Eigenschaft als Office-Notebook sollte der Acer Aspire 5741G sparsam mit Energie umgehen. Und dies ist tatsächlich der Fall. Sofern alle Energiesparoptionen ausgeschöpft sind und die Luminanz auf niedrigster Stufe glimmt, liegt der Idle-Strombedarf bei 10.5 Watt. Realistisch sind aber durchschnittlich 21.4 Watt. Soviel genehmigt sich der 15.6-Zoller bei maximalem Stromverbrauch im Idle. Diesen geringen Strombedarf hat bisher nur ein einziges Arrandale Notebook leicht schlagen können, das Toshiba Satellite Pro S500-115 (9.5 Watt). Dieses besitzt aber keine dedizierte Grafik.
Wer noch mehr sparen will, der muss zu CULV-Notebooks greifen. Hier wäre das Asus UL30A-QX050V erwähnenswert, das auf einen maximalen Idle Strombedarf von 8.8 Watt kommt. Wenn die HD5470 während eines 3DMarks2006 aktiv ist, so steigt die Wirkleistung auf 45.1 Watt. Den maximalen Strombedarf ermitteln wir im Stresstest mit Prime95 und Furmark. Das Multimeter zeigt dann 58 Watt an. Das 90 Watt Netzteil ist also mehr als ausreichend dimensioniert.
Aus / Standby | 0.2 / 0.5 Watt |
Idle | 10.5 / 15.3 / 21.4 Watt |
Last |
45.1 / 58.2 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: |
Der Acer Aspire 5741G-334G50MN mit Core i3-330M (2.13 GHz) ist ein Office-Allrounder mit vergleichsweise hoher Leistung. Der Core i3-330M ist, pauschal gesprochen, besser als seine Core 2 Duo Vorgänger mit gleicher oder etwas höherer Taktung. Besonders Mehrkern-Anwendungen profitieren.
Die Einsteiger-GPU ATI Mobility Radeon HD5470 kann aktuelle 3D-Spiele nur in reduzierten Details und Auflösungen darstellen. Wer ernsthaft spielen will, der sollte sich mindestens nach einer HD5650, HD5165 oder Nvidia GT330M umsehen.
Die Akkulaufzeiten des 15.6-Zollers bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Gut zwei Stunden beim Surfen mit WLAN oder etwas mehr bei der DVD-Widergabe sind in Zeiten von CULV-Notebooks fast nicht mehr erwähnenswert. Hinzu kommt ein nicht entspiegeltes Display, das die Arbeit unter Sonnenlicht zumindest erschwert.
Das Aspire 5741G verbucht bei seinen Vorteilen ein ausreichend stabiles Gehäuse, angenehm unempfindliche Oberflächen und ein helles Display. Die ergonomischen Kennzahlen sind gut und die Eingaben können sich bis auf das Manko eines geringfügigen Federns für Vielschreiber sehen lassen.
Wer nicht auf Spieleperformance und hohe Mobilität angewiesen ist, der bekommt mit dem Aspire 5741G aktuell ein faires Angebot. Den 15.6-Zoller gibt es ab 630 Euro.