Test Asus Taichi 31-CX003H Convertible Ultrabook
Tablet oder Ultrabook? Diese Frage stellt sich so mancher Nutzer, der Wert auf einen kleinen, leichten und schlanken Mobilrechner legt. Diese Frage möchte Asus mit dem neuen Taichi 31-CX003H beantworten: Beides in einem!
Dafür hat sich der Hersteller etwas einfallen lassen und ein Convertible-Gerät konzipiert, welches tatsächlich die Vorteile eines Note- respektive Ultrabooks mit den Vorzügen eines Tablet PCs vereinen soll: Mit allen üblichen Softwareprogrammen kompatibles Windows 8 Betriebssystem, vollwertige Tastatur und Schnittstellen gepaart mit dem Touchscreen und der bequemen Ein-Hand-Bedienung eines Tablet-Computers.
Das Beste aus zwei Welten oder ein fauler Kompromiss? Wir haben das Gerät, wie üblich, auf Herz und Nieren getestet und verraten Ihnen, was Sie von dem Asus Taichi 31-CX003H, dem großen Bruder unseres bereits getesteten Taichi 21, erwarten dürfen.
Das edle Gehäuse des schicken und mit gerade einmal 18 mm ungemein flachen Asus Taichi 31-CX003H stellt sicherlich eine der Vorzüge des Convertible-Ultrabooks dar und erinnert im geöffneten Zustand optisch an die Premium-Modelle der Zenbook-Serie, wie das UX31A.
Wie auch beim kleinen 11,6-Zoll-Bruder, Asus Taichi 21, setzt Asus bei dem 13,3''-Gerät auf eine robustes, wie edles Unibody-Gehäuse aus dunklem, gebürstetem Aluminium. Dementsprechend hervorragend fällt neben der angenehmen und hochwertigen Haptik und Optik auch die sehr hohe Stabilität und Druckresistenz der Basiseinheit aus. Dieses Kompliment kann man jedoch dem, aufgrund der beiden Displays bauartbedingt mit 8 mm relativ dick geratenen, Displaydeckel nicht gleichermaßen ausstellen. Das Display lässt sich auch bei leichter bis mittlerer Krafteinwirkung deutlich verwinden und kann in diesem Punkt den Premiumanspruch des Gerätes nicht vollends bestätigen. Das Displayscharnier gefällt durch eine leichtgängige Mechanik und ermöglicht das einhändige Öffnen des Tablet-Ultrabooks. Auf der anderen Seite würden wir uns ein noch ein wenig straffer zupackendes Scharnier wünschen, da der schwere und für das grazile Gerät fast etwas wuchtige Displaydeckel bei Untergrunderschütterung nicht stets fest an Ort und Stelle gehalten werden kann.
Unterm Strich überzeugt uns das Taichi 31 mit seinem edel anmutenden und schicken Design, dem äußerst robusten und dabei ultraflachen Alu-Unibody-Gehäuse, lässt bauartbedingt aber bei Display und Scharnier ein klein wenig Kritik aufkommen.
Wie bei Ultrabooks üblich stellt die Kategorie der Anschlussausstattung in der Regel nicht unbedingt die Paradedisziplin für die flachen Mobilrechner dar. Das Taichi 31-CX003H macht dabei keine Ausnahme, kompensiert dies im Gegenzug zum Teil aber durch beigelegte Adapter.
In dem flachen Alu-Chassis des Convertible-Gerätes finden sich 2 schnelle USB-3.0- Ports, ein SD-Kartenleser, ein Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss, der Stromanschluss sowie für den Multimonitorbetrieb Micro HDMI und Mini VGA. Für Letztgenannten legt Asus vorbildlich einen Adapter von Mini VGA auf VGA bei, einen Adapter von Micro HDMI auf HDMI suchen wir leider vergebens. Der in dem dünnen Gehäuse ebenfalls fehlende RJ 45 LAN-Anschluss wird durch einen USB auf LAN-Adapter kompensiert. An sich eine gute Idee, beraubte man damit nicht bereits einem der insgesamt nur 2 USB-Schnittstellen. Die Vorder- und Rückseite sind frei von Schnittstellen.
Kommunikation
Die Konnektivität mit dem Internet erfolgt wie gewohnt per integriertem WLAN - Adapter oder alternativ natürlich über das herkömmliche LAN - Modul. Für dessen Nutzung müssen Sie jedoch einen der beiden USB - Schnittstellen opfern, über die Sie per Adapter den LAN - Port nutzen können. Der WLAN - Adapter genehmigte sich in unserem Test keinerlei Verbindungsschwierigkeiten, auch bei ~10 Metern Sichtentfernung sowie durch eine Wand bei etwa 7 Metern Distanz bescheinigt die Verbindung 5 von 5 Balken. Erst bei höheren Entfernungen ab 15 Metern plus Wand verringerte sich das Signal auf 4 von 5 Balken. (D-Link DIR-615 Wireless N 300 Router). Für den kabellosen Datenaustausch steht zudem noch Bluetooth zur Verfügung.
Zubehör
Um es kurz zu machen: Top! Neben der hochklassigen Produktpräsentation im edlen schwarzen Karton kann auch das Ausstattungspaket überzeugen. Das Zubehör des Asus Taichi 31-CX003H ist bereits von der Zenbook-Reihe bekannt und versorgt den Käufer neben dem obligatorischen Netzteil, einem kleinen Benutzerhandbuch, dem Garantieheftchen sowie einem Microfastertuch auch mit einer recht hochwertig anmutenden Notebooktasche aus Kunstleder für den sicheren Transport sowie mit zwei Adaptern (USB auf Netzwerk-LAN, Mini VGA auf VGA). Einzig einen dritten Adapter für den Micro-HDMI-Port würden wir uns an dieser Stelle noch wünschen.
Garantie
In puncto Garantie erwarten uns keine Überraschungen. Die 24 Monate, die Asus auf das Taichi 31 gewährt, entsprechen dem breiten Standard. Wer über einen längeren Zeitraum abgesichert sein möchte, kann für ca. 90 € die Garantieerweiterung auf insgesamt 36 Monate abschließen. Die Garantieleistung bezieht sich auf das sog. „Pick up & return“-Verfahren, d.h. das defekte Gerät wird bei Ihnen vor Ort abgeholt, zum Reparaturdienst gebracht und Ihnen anschließend retour gesendet. Weitere allgemeine Infos finden Sie in unserem FAQ: Garantie, Gewährleistung, Rückgaberecht.
Tastatur
Wie von den Zenbooks bekannt, kommt in dem Taichi 31 eine große und übersichtliche Chiclet-Tastatur zum Einsatz. Gefallen finden wir vor allen Dingen an den, mit Ausnahme der Pfeiltasten, großzügig dimensionierten Tasten, die in Verbindung mit den guten Tippeigenschaften eine sehr gute Bedienbarkeit des Eingabegerätes erzielen. Der relativ kurze Hubweg geht durchwegs in Ordnung, der weiche, aber dennoch ausreichend feste Anschlag ermöglicht ein geräuscharmes Tippen auf der Tastatur des Ultrabooks und ist auch für Vielschreiber geeignet. Wenig überraschend muss der Nutzer bei dem 13-Zöller einzig auf den integrierten Nummernblock verzichten.
Touchpad
Ähnlich gut schneidet das großzüge Touchpad ab, das dank seiner sehr großen Fläche von 10,5 cm x 7 cm viel Platz für das Navigieren mit dem Finger bietet und zudem durch hervorragende Gleiteigenschaften überzeugt. Die glatte Haptik fühlt sich angenehm an und lässt den Finger jederzeit mühelos über die Touchpad-Oberfläche gleiten. Auch die unterstützten Multi-Touch-Gesten mit bis zu drei Fingern überzeugen uns mit einem recht guten Ansprechverhalten und Erkennungsraten. Nettes Feature: Asus hat sich von Apple „inspirieren“ lassen und deren „App Exposé“-Ansicht übernommen, bei der alle geöffneten Programme und Fenster in einer Art Kachel-Ansicht aufgelistet werden. (Multi-Touch-Geste: Mit drei Fingern nach oben streichen). Dies funktioniert zwar bei weitem nicht so flüssig wie beim Vorbild, bietet aber dennoch eine gute Übersicht über sämtliche geöffneten Anwendungen. Wie auch bei anderen Notebooks muss sich das Taichi 31 hingegen Kritik für die fehlenden dedizierten Maustasten gefallen lassen. So gestaltet sich die blinde und intuitive Bedienung durch die fehlende haptische Unterscheidbarkeit zwischen linkem und rechtem Maustastenbereich schwieriger und provoziert Fehleingaben. Ein kurzer Blick auf das Touchpad genügt jedoch, um diese zu vermeiden und tröstet über diesen kleinen, aber unnötigen Mangel hinweg.
Touchscreen
Alleinstellungsmerkmal der Asus Taichi-Serie (den kleineren Bruder Taichi 21 hatten wir bereits im Test) stellen die zwei Displays dar, die beide im Deckel untergebracht sind und das Gerät, je nach auf- oder zugeklapptem Zustand, in ein Ultrabook bzw. einen Tablet PC verwandeln. Diese Lösung der Verschmelzung beider Gerätearten erscheint logisch und lässt das Taichi 31 per Touchscreen flüssig und intuitiv bedienen. Ob der Nutzer die Windows 8 Oberfläche, bei der der Tester je nach Anwendung auch häufiger in der klassischen Desktop-Ansicht arbeitete, gegenüber den Tablet-Betriebssystemen Android und iOS vorzieht, ist sicherlich Geschmackssache. Fakt ist jedoch, dass neben der auf Touch ausgelegten Kachel-Oberfläche die häufig genutzte klassische Desktop-Ansicht mit kleinen und eng aneinander positionierten Icons sich nicht optimal für die Bedienung per Finger eignet.
Der Hardware können wir dabei jedoch keinen Vorwurf machen. Die FullHD-IPS-Anzeige überzeugt mit einer gestochen scharfen Darstellung, einer sehr guten Bildqualität sowie zuverlässigen Erkennungsraten der verschiedenen Multi-Touch-Gesten. Als einziger Kritikpunkt an dieser Stelle sei der Helligkeitssensor genannt, der nach unserem Empfinden zu schnell und v.a. stark die gute maximale Helligkeit des Screens deutlich runter regelt, sodass eine Deaktivierung und damit manuelle Anpassung der Luminanz zu empfehlen ist.
Sie sehen 2 Bildschirme beim Asus Taichi 31? Nein, Sie sind nicht betrunken. Hoffentlich. Und beide sollen auch noch mit FullHD-IPS-Panels ausgestattet sein? Ja, auch hier lesen Sie richtig. Wie eingangs erwähnt, will Hersteller Asus beide Zielgruppen ansprechen und konzipiert mit dem Taichi 31 ein Convertible-Gerät, sprich Ultrabook und Tablet in einem. Anders als die Konkurrenzprodukte von Dell in Form des XPS 12 Convertible sowie dem IdeaPad Yoga 13 von Lenovo setzt das Taichi 31 nicht auf Verrenkungskünste in Gestalt von schwenk- oder drehbaren Displays, sondern verbaut im Deckel des Ultrabooks geradeaus noch einen zweiten Screen.
Sowohl beim internen Notebook-Display wie auch beim im Deckel integrierten außen liegenden Monitor kommt ein IPS-Panel mit einer FullHD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln zum Einsatz. Lediglich die Displaybeschichtungen unterscheiden sich, sodass beim Notebook-Screen eine matte Beschichtung eingesetzt wird, während Tablet-typisch der Außenbildschirm im spiegelnden Edge-to-Edge Design gehalten ist.
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Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 258 cd/m²
Kontrast: 1275:1 (Schwarzwert: 0.2 cd/m²)60.4% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
83.1% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
62.8% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
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Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 212 cd/m²
Kontrast: 938:1 (Schwarzwert: 0.29 cd/m²)60.4% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
83.1% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
62.8% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
FullHD und IPS klingen schon mal gut, aber wie sieht es mit den restlichen Werten aus? Leider knüpfen hier v.a. in puncto Helligkeit die beiden Anzeigen mit 272 respektive 254 cd/m2 nicht gänzlich an den eigenen Premium-Anspruch an. Die Werte liegen in dieser Kategorie damit nur knapp über dem Durchschnitt. Durch den, auf der anderen Seite, jedoch sehr guten Kontrast und den ebenso hervorragenden Schwarzwert von 0,29 (Innendisplay) bzw. sogar nur 0,2 (Außendisplay) machen die beiden Monitore wieder viel Boden gut und ermöglichen eine kräftige und satte Farb- bzw. Schwarz-Darstellung.
Als nächstes werfen wir noch einen Blick auf Farbdarstellung sowie die Farbraumabdeckung. Letztere absolviert das Tablet-Ultrabook souverän, jedoch ohne zu glänzen. sRGB wird ein gutes Stück verfehlt, was jedoch nur für anspruchsvolle oder professionelle Bildbearbeiter von Belang sein dürfte. Im Vergleich zu seinen Mitstreitern schlägt sich der „Doppeldecker“ des Taichi 31 jedoch sehr gut und verweist mit einer deutlich größeren Farbraumabdeckung sowohl das XPS 12 als auch das IdeaPad Yoga 13 auf die hinteren Plätze.
Die Farbgenauigkeit der beiden Bildschirme des Asus Taichi 31-CX003H bewegt sich ebenfalls auf einem guten Niveau. Die geringen Deltae2000-Werte, insbesondere beim inneren Display, bewegen sich auf einem niedrigen Level, was nur eine geringe, kaum sichtbare Abweichung der dargestellten Farbe von der Originalfarbe aus dem sRGB-Farbraum bedeutet. Mit zunehmender Sättigung der Farben werden diese mit Ausnahme von blau (siehe Ausschlag im Diagramm) sehr präzise wiedergegeben.
Beim Outdoor-Einsatz zeigt sich der Vorteil des Innendisplays aufgrund der matten Beschichtung, die störende Spiegelungen und Reflexionen verhindert und einen Außeneinsatz problemlos ermöglicht. Zwar würden wir uns noch ein paar Candela mehr Luminanz wünschen, dem Einsatz des Convertibles im Garten, Park oder Biergarten steht jedoch nichts im Wege. Etwas anders sieht die Lage mit dem stark spiegelnden Glossy-Touchscreen aus, der trotz maximaler Helligkeit nur eine mittelmäßige Ablesbarkeit im Freien gewährleistet. Der kleine Bruder Taichi 21 wartet insgesamt mit ähnlich durchschnittlichen Helligkeitswerten auf, das Lenovo Ideapad Yoga 13 erweist sich derweil mit 268 cd/m2 nur geringfügig leuchtstärker, während das XPS 12 Convertible von Dell mit seinen über 340 cd/m2 der Konkurrenz davon zieht. Andererseits können die Konkurrenzmodelle wiederum ausschließlich mit Glossy-Anzeigen aufwarten und erweisen sich dabei dem matten Notebook-Screen des Taichi 31 im Outdoor-Einsatz als unterlegen.
Zum Schluss fehlen noch die Blickwinkel. Hierbei schneiden die beiden IPS-Panels unseres Testgerätes erwartungsgemäß hervorragend ab. Egal, ob von schräg oben, unten oder spitzer Betrachtungswinkel von der Seite – weder das innere Notebookdisplay noch der außen liegende Touchscreen geben sich hier irgendeine Blöße in Form von Farbinvertierungen oder Geisterbildern, sondern zeigen stets ein farbgetreues Bild.
Etwas weniger spektakulär geht es dagegen in unserer Leitungskategorie zu. Denn als Rechenmonster ist der zierliche Alu-Hybride wenig überraschend wahrlich nicht konzipiert. So werkelt in dem 13,3'' Convertible-Gerät ein, uns schon reichlich bekannter, Intel Core i5 3317U Stromsparprozessor, der sich mangels dedizierter Grafikkarte auch mit der integrierten GPU Intel HD Graphics 4000 um die Grafikberechnungen kümmert. Mit an Board des Tablet-Ultrabooks ist zudem eine pfeilschnelle SSD von SanDisk mit ausreichenden 256 GB Speicherkapazität sowie für alle alltäglichen Arbeiten völlig ausreichende 4 GB Arbeitsspeicher.
Prozessor
Wie angesprochen, übernimmt im Asus Taichi 31-CX003H ein Intel Core i5 3317U Stromsparprozessor die sämtlichen Rechenaufgaben des 13-Zöllers. Die bereits aus dem Lenovo IdeaPad Yoga 13 oder dem Zenbook Prime UX31A bekannte ULV (Ultra low voltage)-CPU gehört mit zu den beliebtesten und am häufigsten verbauten Recheneinheiten in Ultrabooks und begnügt sich mit sparsamen 17 Watt TDP. Der Chip mit einer Taktfrequenz von 1,7 Ghz verfügt über Intels Turbo Boost Technologie, mittels der sich der Prozessor lt. Spezifikation auf bis zu 2,6 Ghz hochtakten soll.
Wir wollen es natürlich genau wissen und überwachen die Leistung der Dualcore CPU beim Rendern im Cinebench Render-Benchmark. Hier lässt sich der aktive Turbo Boost beobachten, allerdings „nur“ mit einer Geschwindigkeit von 2,4 GHz, der sowohl im Einzelkern-Rendering wie auch bei der Beanspruchung beider Prozessorkerne ( 4 Threads) zum Einsatz kommt. Im direkten Vergleich zum Yoga 13 mit selber CPU rechnet daher erwartungsgemäß unser Testgerät ähnlich flott, das Dell XPS 12 Convertible positioniert sich mit seinem i7 3667U mit durchschnittlich 15% Leistungsvorsprung nur marginal davor.
System Performance
Als nächstes interessiert uns nach den Render-Tests der CPU jetzt natürlich auch die umfassendere, gesamte Systemleistung des Taichi 31, bei der wir mittels PCMark 7 und PCMark Vantage das komplette System in verschiedenen Aufgaben und Anwendungsszenarien unter die Lupe nehmen. Darf man vom Prozessor und dem integrierten Grafikchip keinen großen Leistungsschub erwarten, macht sich hier natürlich die überaus schnelle SSD von Hersteller SanDisk deutlich bemerkbar und verhilft unserem Testgerät zu 4665 Punkten (PCMark 7) respektive 11965 Punkten im PCMark Vantage. Die beiden ebenfalls mit SSD Laufwerken ausgerüsteten Konkurrenten von Dell und Lenovo liegen damit auf einem ähnlichen Gesamtleistungsniveau.
PCMark Vantage Result | 11965 Punkte | |
PCMark 7 Score | 4665 Punkte | |
Hilfe |
Massenspeicher
Im Asus Taichi 31-CX003H zeichnet sich eine pfeilschnelle SSD des Herstellers SanDisk für die Festspeicherung sämtlicher Daten verantwortlich. Als Datengrab ist das 256 GB umfassende Speichermodul sicherlich nicht als beste Lösung gedacht. So wird der Platz für die Musik- und Filme-Sammlung wohl schnell knapp werden und sich deswegen hier die Investition in eine externe Festplatte empfehlen. Für die gängige benötigte Software, Office Programme, einige Dateien sowie ein paar PC-Spiele reicht die Speicherkapazität aber vollends aus.
Gemessen haben wir die Zugriffs- und Schreibgeschwindigkeiten der SanDisk SSD mittels der Software-Tools Crystaldiskmark sowie AS SSD, die die hohen Datenraten nochmal schwarz auf weiß bestätigen. Die Arbeitsgeschwindigkeit des SATA Laufwerks ist, wie erwartet, beeindruckend schnell und zeigt sich vor allen Dingen in Bootzeiten von nur knapp über 10 Sekunden sowie sekundenschnellen Programmstarts, die den Nutzer flott und nahezu ohne Wartezeiten seinen täglichen Arbeiten nachgehen lassen.
Grafikkarte
In puncto Grafikleistung stellt sich dagegen die Sache freilich nicht als so rasant heraus. Mangels dedizierter Grafiklösung übernimmt die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 derlei anfallende Berechnungen. Die Grafikbenchmarks, wie der 3DMark 11 oder der neue 3DMark 2013 zeigen dabei dem Prozessorchip schnell sowie klar und deutlich die Grenzen auf und bestätigen damit das nahezu übereinstimmende Ergebnis des identisch ausgestatteten Yoga 13 sowie des nominell marginal flotteren i7 3667U des Dell XPS 12. Für eine merklich höhere Grafikleistung und damit auch verbundenen Spieleleistung bedarf es zumindest einer dedizierten Einsteiger- bzw. unteren Mittelklasse-Grafiklösung, wie z.B. der Nvidia GeForce GT 620M im Asus UX32VD.
3DMark 06 Standard Score | 4316 Punkte | |
3DMark Vantage P Result | 2927 Punkte | |
3DMark 11 Performance | 572 Punkte | |
3DMark Ice Storm Standard Score | 30402 Punkte | |
3DMark Cloud Gate Standard Score | 3501 Punkte | |
3DMark Fire Strike Score | 480 Punkte | |
Hilfe |
Gaming Performance
Da sich Intels Prozessorgrafikeinheit Intel HD Graphics 4000 bereits unzählige Male unseren diversen Spiele-Tests stellen musste, haben wir uns an dieser Stelle auf zwei aktuellere Vertreter in Form des Strategiespieles Anno 2070 sowie des anspruchsvollen Shooters Crysis 2 wie auch auf das etwas ältere Rollenspiel Risen (2009) beschränkt.
Die synthetischen Grafikbenchmarks haben es bereits vermuten lassen, die konkreten Spiele-Tests bringen nun jedoch die unerbittliche Gewissheit: Für das Spielen von auch nur halbwegs aktuellen PC-Spielen ist das Asus Taichi 31-CX003H nicht geeignet. In Anno 2070 ins Meer zu stechen oder in Crysis 2 Jagd auf Aliens zu machen gelingt hier nur in niedrigsten Settings. Selbst das betagte Risen konnte lediglich in min. Details und einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten flüssig angetrieben werden, wobei die optische Qualität stark darunter leidet. So stellt sich wenig überraschend die integrierte Grafiklösung insbesondere bei einem stromsparenden ULV-Prozessor als nur sehr bedingt spielefähig dar.
Wer jedoch hin und wieder auch ein aktuelleres Spiel in ansehnlichen (medium) Qualitätseinstellungen genießen möchte, dem sei dringend ein Notebook mit dedizierter GPU von Nvidia oder AMD ans Herz gelegt, mindestens die bereits o.g. GT 620M aus dem UX32VD oder besser eine GT 635M (Asus S550CM-CJ038H).
Geräuschemissionen
Die Emissionen gehören klar zu den Stärken des flachen Alu-Ultrabooks. Insbesondere die geringen Geräuschemissionen machen das Gerät zu einem geeigneten Begleiter für die Bibliothek oder Uni und erlauben nahezu jederzeit ein fast geräuschloses Arbeiten. Hierbei sei allerdings auch der Lüfter erwähnt, der auch unter geringer Last nie völlig ruht respektive sich abschaltet. Dieses, subjektiv kaum lauter als das Rauschen einer herkömmlichen HDD bewertet, erweist sich jedoch nach unserem Empfinden nicht als nennenswerte Störung. Mit einem Schalldruckpegel von gerade einmal knapp über 30 db bei geringer Last ist das Convertible-Gerät von Asus zwar hörbar, gehört aber dennoch zu den leisen Vertretern der Notebookzunft.
Erfreulicherweise ändert sich dies unter Last nur unmaßgeblich. Selbst bei höherer Rechenlast, wie dem 3DMark 06 oder einem Spiel, bleibt unser Testgerät in einem zwar nun deutlich hörbaren, aber absolut tolerierbaren und subjektiv noch in einem als relativ leise bewerteten Bereich. Unter Last ist das Taichi 31 somit teilweise leiser als so manches leistungsstarke Multimedia- oder Gaming-Notebook unter geringer Last.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 30.8 / 31.8 / 32.1 dB(A) |
Last |
| 36.5 / 34.3 dB(A) |
| ||
30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
||
min: , med: , max: Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Ähnlich gut sieht es um die Bewertung der Betriebstemperaturen des Asus Taichi 31-CX003H aus. Mit Gehäusetemperaturen im Bereich von knapp unter 30 °C (Idle) sowie Mitt-30ern (Volllast) sind diese als durchwegs angenehm temperiert zu beschreiben. Lediglich im oberen rechten Gehäuseteil erwärmt sich die Oberfläche auf bis zu stark erhitzte 47 °C. Ähnliche, im Schnitt marginal höhere Werte, messen wir dabei an der Unterseite des Aluminium-Unibody-Gehäuses.
Die Hardware-Temperaturen, deren maximale Werte wir mit der Vollauslastung des Systems (Prime95 + Furmark) erzwingen, liegen ebenfalls mit max. 85° C in einem normal hohen und unbedenklichen Rahmen. Jedoch erkauft sich dies das Tablet-Ultrabook dabei auch mit einem nicht unerheblichen Throttling, welches sich bei Betrachtung der CPU-Taktraten nach einigen Minuten mit einem deutlichen und abrupten Absinken der Frequenz von anfangs 1,7 GHz auf nur noch 798 MHz entpuppt. Infolge dessen dreht sogar der Lüfter eine Stufe runter, was die geringere Lautstärke unter Volllast denn normaler Höchstlast (z.B. PC-Spiel) erklärt. Ein, im Anschluss an den Stresstest, durchgeführter 3DMark 06-Test lieferte ein vergleichbares, sogar marginal besseres Ergebnis (Messunschärfe), sprich unter praxisnahen Lastbedingungen scheint ein temperturbedingtes Throttling eher unwahrscheinlich.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 47.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.3 °C (von 19.6 bis 55.7 °C für die Klasse Convertible).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 48 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.8 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 28.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.2 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 35.1 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.1 °C (-7 °C).
Lautsprecher
Lautsprecher sind bei Notebooks und gerade den flachen Mobilrechnern im Allgemeinen eher eine Schwachstelle, fehlt es den mobilen Boxen doch in den meisten Fällen vor allem an Bass und Tiefe. Hier hebt sich das Asus Taichi 31-CX003H jedoch erfreulich ein Stück vom Gros vieler Konkurrenten ab und verwöhnt mit seinem Audiosystem von Bang & Olufsen die Ohren mit einem für dieses flache 13,3'' Gerät erstaunlich kräftigen und klaren Sound. Die Lautsprecher, die links und rechts an den unteren Gehäuseseiten angebracht sind, bieten eine durchaus respektable und kraftvolle Klangqualität, die auch einen guten Stereo-Sound ermöglichen. Des Weiteren gefällt uns die hohe Lautstärke, die sich stufenlos einstellen lässt und sogar einen mittleren Raum gut beschallen kann. In Kombination mit der guten Displayqualität lassen sich Filme und Spiele so aufgrund der hochwertigen Soundeigenschaften auch auditiv direkt mit den integrierten Laptop-Boxen genießen.
Energieaufnahme
Der Stromverbrauch unseres Testgerätes spiegelt unsere Erkenntnisse und Messungen aus den vorigen Kategorien der Geräuschemissionen sowie der Temperatur wider. Insbesondere das Throttling des Ultrabooks unter Volllast lässt sich klar in der unverhältnismäßig geringen Energieaufnahme beobachten. Während des Stresstests aus Prime95 und Furmark (34 Watt) benötigt das System weniger Energie, als während des 3DMark 2006 (41 Watt). Ohne Throttling sollte es genau anders herum sein.
Der ansonsten gemäßigte Stromhunger (7,7 bis 12,7 Watt) des Convertible-Gerätes basiert nicht zuletzt auf dem stromsparenden ULV-Prozessor mit einer TDP von 17 Watt fällt für ein Ultrabook normgerecht aus. Hierbei fordert der Doppelscreen seinen merkbaren Tribut, was sich in einem Spitzenwert von 19 Watt äußert (beide Screens On, Idle, Modus Höchstleistung). Das sehr kleine und handliche 45 Watt Netzteil erweist sich aufgrund dessen auch als ausreichend dimensioniert.
Aus / Standby | 0 / 0.2 Watt |
Idle | 7.5 / 11.8 / 12.7 Watt |
Last |
41 / 34 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: Voltcraft VC 940 |
Akkulaufzeit
Ein wesentliches Kriterium für sowohl Ultrabook wie auch Tablet PC stellt die Mobilität und damit elementar auch die Akkulaufzeit des Mobilrechners dar. Aus diesem Grund ermitteln wir in verschiedenen Anwendungsszenarios die möglichen Betriebslaufzeiten des Taichi 31 fern der Steckdose.
Der fest in dem Aluminiumcase verbaute 53 Wh Polymer-Akku des flachen Convertible-Notebooks erreicht dabei durchschnittliche Laufzeiten, die wir insbesondere im praxisnahen WLAN-Test unter dem Ansurfen diverser Webseiten und ~150 cd/m2 Displayhelligkeit mit einem akzeptablen Wert von 4:13 h ermitteln. Die eher theoretischen Benchmarks der maximalen und minimalen Batterielaufzeit, mittels des Tools „BatteryEater“ gemessen, ergeben 5:44 h (Samsung gibt lediglich 5 h max. Laufzeit an) respektive fast 2 h, reichen dabei jedoch nicht an die sehr gute Ausdauer des Dell XPS 12 Convertible mit sogar etwas kleinerem 47 Wh Akku heran. Das Lenovo IdeaPad Yoga 13 (54,7 Wh) bewegt sich auf einem ähnlichen, teils marginal besseren Niveau.
Tablet und Ultrabook in einem. Geht das denn nun gut?
Asus stellt mit seinen Taichi-Modellen fraglos ein interessantes Konzept zur Verschmelzung beider oben genannter Gerätegattungen vor. Zwei hochwertige FullHD-IPS-Displays in einem Gerät sind einzigartig, wenngleich dies auch die schützende Funktion des Notebookdeckels eliminiert. Aufgeklappt ein herkömmliches Ultrabook, welches durch ein gutes, mattes FullHD-Display sowie ein schlankes, elegantes Design im robusten Aluminium-Unibodygehäuse überzeugt. Zugeklappt wechselt das Taichi 31 automatisch in den Tablet-Modus und lässt den Nutzer mit einem ebenso hochwertigen Touchscreen bequem und intuitiv durch Windows 8 gleiten. Obgleich Letztgenanntes in seiner Metro-Kachelansicht für Touch optimiert ist, so teils ungenau und nur befriedigend verläuft die Navigation in der klassischen Windowsoberfläche.
Ein entscheidender Kritikpunkt liegt für uns jedoch im Gewicht des Hybrid-Gerätes mit 1,55 kg, was für ein Tablet reichlich schwer ist. Für ein Ultrabook zwar vollkommen in Ordnung gehend, wird der Tablet PC in der Regel aber nicht auf Schreibtisch oder Oberschenkeln abgelegt, sondern vielmehr tragend und per Einhand-Bedienung genutzt. Dabei wirkt sich das relativ hohe Gewicht negativ auf den Bedienkomfort aus und man ertappt sich häufig dabei das Taichi 31 auf Schreibtisch oder Knien abzulegen oder zumindest seinen Haltearm auf Selbigen abzustützen. Zum Vergleich: Ein Apple iPad 4 liegt hier bei gerade einmal 0,652 kg. Die Konkurrenz macht dies indes nicht besser, XPS 12 sowie Yoga 13 bringen hier nicht weniger auf die Waage. Lediglich der kleine Bruder Taichi 21 mit 11,6'' Displays genehmigt sich mit 1,254 kg ein bisschen weniger Traglast für den Nutzer.
Unseren restlichen Testparcour absolviert das Taichi 31 souverän. Ordentliche, aber keine überragenden Akkulaufzeiten, sehr flotte Arbeitsgeschwindigkeit dank ungemein flinker SanDisk SSD und das überragende Zubehörpaket samt wertig anmutender Notebook-Tasche, Schnittstellen-Adapter und einer ausgesprochen edlen Produktpräsentation stehen auf der Haben-Seite unseres Testgerätes. Auf der anderen Seite müssen wir das Throttling des i5 3317U Stromsparprozessors bemängeln, welches jedoch nur in (praxisferner) Vollauslastung des Systems auftritt sowie die ungenügende Grafik- und Spieleleistung der iGPU, die im Gegenzug jedoch auch bei der Konkurrenz zum Einsatz kommt.
Wer darf also zugreifen? Käufer, die an der Kombination beider Gerätegattungen interessiert sind und weder auf eine vollwertige Tastatur noch auf ein herkömmliches PC-Betriebssystem samt gängiger Schnittstellen verzichten möchten sowie eine höhere Rechenleistung, als die bloßer Tablet PCs benötigen, treffen hier sicherlich eine gute Entscheidung.
Hinweis: Im Zuge eines Updates auf Windows 8.1 berichten User von Treiber-Problemen mit dem Außendisplay. Die kann durch die Wahl eines geeigneten Treibers behoben werden (weitere Infos hier).