Test Fujitsu Lifebook E782 Notebook
Fujitsu aktualisiert mit dem Lifebook E782 die Lifebook E-Serie um ein Notebook mit Intels Ivy-Bridge-Prozessorgeneration. Die Lifebook E-Serie steht dabei für hochwertige Business-Notebooks. Das Gerät ist in vielen Ausstattunsgsvarianten zu haben - dazu später mehr. Unser Testgerät wird von einem Zweikernprozessor (Intel Core i5-3360M) angetrieben. Für die Grafikausgabe ist ein Intel HD Graphics 4000 Grafikchip verantwortlich. Dazu gesellen sich 8 GB Arbeitsspeicher, ein DVD-Brenner (einen Blu-Ray-Brenner bietet Fujitsu alternativ an) und eine Festplatte, die über eine Speicherkapazität von 320 GB verfügt.
Das Vorgängermodell Lifebook E781 (Intel Core i5-2430M, Intel HD Graphics 3000) hatten wir im April 2012 getestet. Das Lifebook E781 nutzt Intels vorherige Prozessorgeneration "Sandy Bridge". Unser Test soll klären, ob Fujitsu das Ivy-Bridge-Update der Lifebook E-Serie gelungen ist.
Konkurrenten für das Lifebook E782 wären - neben dem direkten Vorgänger Lifebook E781 - das Lenovo Thinkpad L530 2479-3BG, Acer TravelMate 6595-2524G50Mikk, Samsung Series 6 600B5B-S01DE oder Fujitsu LifeBook E751 (vPro, UMTS).
Das Lifebook E782 kommt in dem gleichen Gehäuse wie der Vorgänger Lifebook E781; lediglich die Farbgestaltung weicht minimal ab. Fujitsu liefert ein schlichtes, dabei trotzdem optisch sehr ansprechendes Gehäuse. Die Farben Schwarz und Silbergrau dominieren. Das Gerät ist ausgesprochen gut verarbeitet. Es klappert und wackelt nichts. Auch auf Druck gibt das Gehäuse kaum nach. Die Basiseinheit ist aus mattem schwarzen Kunststoff gefertigt. Die Handballenablage kommt in einem matten Silbergrau daher. Der Kunststoff wirkt nicht minderwertig oder billig, sondern hochwertig und dem Gerät angemessen. Die Rückseite des Displaydeckels besteht aus Magnesium und wirkt entsprechend hochwertig und stabil. Die Scharniere halten den Deckel fest in der gewünschten Position.
Das Notebook verfügt über einen vielseitig einsetzbaren Erweiterungsschacht, welcher verschiedene Hardwarekomponenten aufnehmen kann. Der Multischacht unseres Testgeräts ist mit einem optischen Laufwerk - genauer gesagt einem DVD-Brenner - belegt. Alternativ lässt sich der Schacht mit einem zweiten Akku bestücken. Wer ein Vorgängergerät (z. B. Lifebook E780, E781) besitzt, kann die zugehörigen bzw. optionalen Erweiterungsschachtgeräte auch im Lifebook E782 nutzen. Gleiches gilt für den Hauptakku.
Wie es sich für ein Business-Notebook gehört, kommt das Fujitsu Lifebook E782 mit allerlei Schnittstellen und Anschlussmöglichkeiten daher. Auch hier steht das Gerät dem Vorgänger Lifebook E781 in nichts nach. An der Vorderseite findet sich ein Speicherkartenleser, der SD-Karten (inkl. SDXC), Memory Stick Pro und Memory Stick Pro Duo unterstützt. Zusätzlich finden sich dort der Kopfhörer- und der Mikrofonanschluss. Die linke Seite des Geräts offeriert einen ExpressCard-Steckplatz (54 mm) und ein Smartcard-Lesegerät. Soll ein Beamer oder Monitor angeschlossen werden, kommen der VGA-Anschluss bzw. der Displayport zum Zug. Darüber hinaus bietet die linke Seite des Notebooks noch einen USB-3.0-Anschluss und einen kombinierten eSATA-/USB-3.0-Anschluss. An der Rückseite des Notebooks hat Fujitsu die Gigabit-Ethernet-Buchse sowie eine serielle Schnittstelle verbaut. Und zu guter Letzt finden sich an der rechten Seite des Geräts noch zwei USB-2.0-Anschlüsse.
Kommunikation
In Sachen Kommunikationsmöglichkeiten ist das aktuelle Lifebook sehr gut ausgestattet. So stecken ein Gigabit-Ethernet-Chip von Intel (Intel 82579LM) und ein WLAN-Modul von Intel (Intel Centrino Advanced-N 6205) in dem Gerät. Das WLAN-Modul unterstützt dabei die Standards 802.11a/b/g/n. Auch ein Bluetooth-4.0-Modul kann das Gerät vorweisen. Fujitsu bietet für das Lifebook ebenfalls eine integrierte Full-HD-Webcam an. Unser Testgerät verfügt allerdings über keine Webcam. Auch zwei Mikrofone hat Fujitsu in dem Gerät verbaut. Diese sitzen links und rechts der Webcam - in unserem Fall also links und rechts einer Plastikabdeckung.
Wie es sich für ein Business-Notebook gehört, kann sich das Fujitsu Lifebook E782 per Mobilfunknetz ins Internet einwählen. Diese Aufgabe übernimmt in unserem Testgerät ein UMTS-Modul von Sierra. Es unterstützt Downloadgeschwindigkeiten bis zu 14,4 Mbits/s und Updloadgeschwindigkeiten bis zu 5,76 Mbit/s. Alternativ bietet Fujitsu ein LTE-Modul von Sierra an. Dieses erlaubt Downloadgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s und Uploadgeschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s. Das sind selbstverständlich theoretische Werte, die vom Ausbau bzw. Auslastung des Mobilfunknetzes abhängen. Die beiden Mobilfunkmodule gehören nicht zur Standardausrüstung, sondern sind optional, d. h. nicht jede angebotene Lifebook-E782-Variante enthält ein entsprechendes Modul. Das LTE-Modul lässt sich nicht separat kaufen, sondern nur als Teil eines entsprechend ausgerüsteten Lifebooks.
Sicherheit
Wie das Lifebook E781 besitzt auch das Lifebook E782 ein Fingerabdrucklesegerät. Dieses ermöglicht es, den Zugang zum System und/oder zu Daten per Fingerabdruck zu sichern. Leider legt Fujitsu keine entsprechende Software bei. Als nettes Sicherheitsfeature entpuppt sich eine der fünf Sondertasten, die Fujitsu oberhalb der Tastatur platziert hat. Ein Druck auf die Taste mit dem Schlüsselsymbol sperrt das System und der Windows Anmeldebildschirm wird aufgerufen. Diese Funktion macht natürlich nur Sinn, wenn der Zugang zu Windows generell mit einem Passwort abgesichert ist. Die physische Sicherung des Geräts hat Fujitsu auch nicht vergessen: Eine Öffnung zur Befestigung eines Kensington Schlosses ist vorhanden.
Zubehör
Auf unserem Testgerät läuft die 64bit-Variante von Windows 7 Professional. Die Fujitsu Webseite nennt noch Windows Home Premium 64Bit als alternatives Betriebssystem. Laut Fujitsu gehört zu dem Notebook eine Windows-7-Recovery-DVD, mit der man Windows 7 neu einrichten kann. Leider liegt unserem Testgerät eine entsprechende DVD nicht bei (wie Sie zu einer vollwertigen Windows-7-Installations-DVD kommen, erfahren Sie in einem unserer Newsbeiträge). An Software packt Fujitsu die "Starter"-Version von Microsoft Office 2010, eine 60-tägige Testversion von "Norton Internet Security" sowie das Brennprogramm "Nero Essentials" auf die Festplatte.
Neben dem Netzteil, dem Akku und ein paar Informationsblättern (Quick Start Guide, Garantieinformationen, Sicherheitshinweise) fand sich im Karton unseres Testgeräts auch ein Portreplikator. Dieser stellt ein optionales Zubehör dar. Über den Preis des Portreplikators können wir nichts sagen: Zum Zeitpunkt des Test war das Gerät noch nicht im Fujitsu Onlineshop gelistet. Der Portreplikator erweitert das Notebook um folgende Schnittstellen: Einen Gigabit-Ethernet-Steckplatz, eine serielle Schnittstelle, eine parallele Schnittstelle, einen VGA- sowie einen DVI-Anschluss, vier USB-2.0-Steckplätze, einen eSATA-Anschluss und einen Displayport. Der Portreplikator deckt die beiden Anschlüsse (Gigabit-Ethernet-Anschluss, serielle Schnittstelle) ab, die sich an der Hinterseite des Notebooks befinden.
Es wäre schön gewesen, hätte Fujitsu einem Notebook dieser Preisklasse einen Displayport-auf-HDMI-Adapter beigelegt. Dieser würde es ermöglichen, das Notebook im Hotelzimmer oder auch zu Hause an den Fernseher - so denn ein flaches Gerät vorhanden wäre - anzuschließen. Einen solchen Adapter hält aber der Zubehörhandel für etwa 5 bis 10 Euro bereit.
Wartung
Die Wartung des Notebooks erweist sich als einfach. Auf der Unterseite des Geräts befinden sich drei Serviceklappen. Über die erste Klappe erhält man Zugang zur Festplatte. Ein Austausch der Festplatte gegen ein anderes Modell ist problemlos möglich. Hinter der zweiten Klappe verbergen sich die zwei Arbeitsspeicherbänke des Notebooks. Beide Bänke sind belegt. Eine Aufrüstung auf bis zu 16 Gigabyte wäre bei Bedarf möglich. Dazu müssten die beiden 4-GB-Speichermodule durch zwei 8-GB-Module ersetzt werden. Die dritte Serviceklappe ist auch die pfiffigste. Sie deckt den Raum zwischen Notebook-Gebläse und den Kühllamellen des Kühlkörpers ab. In diesem Zwischenraum sammelt sich mit der Zeit Staub an. Dieser verfilzt und macht es immer schwieriger, die Wärme abzuführen. Die Folgen: Das Gebläse muss häufiger und schneller (= lauter) laufen, um die Wärme abzuführen. Eventuell schaltet sich das Gerät auch ab, weil es die Wärme nicht mehr abführen kann. Die Serviceklappe ermöglicht nun eine einfache Reinigung.
Garantie
Fujitsu liefert das Lifebook E782 mit einer 24-monatigen Bring-in-Garantie aus. Dabei schickt der Kunde das Gerät im Garantiefall zu Fujitsu. Beim Vorgänger Lifebook E781 gewährte Fujitsu noch eine Garantie von 36 Monaten. Der Garantiezeitraum des Lifebook E781 kann aber problemlos erweitert werden. So bietet Fujitsu eine 5-jährige Collect-&-Return-Garantie zu einem Preis von 82,50 Euro an. Das ist fast schon ein Schnäppchen. In diesem Fall würde das Notebook beim Kunden abgeholt und wieder zu diesem zurückgebracht werden. Diese zusätzliche Garantie müsste in den ersten 90 Tagen nach Kauf des Notebooks erworben werden.
Andere Garantie-Upgrades waren zum Zeitpunkt unseres Tests nicht auszumachen. Es ist aber davon auszugehen, dass entsprechende Angebote seitens Fujitsu noch folgen werden. Als groben Anhaltspunkt für die Preisgestalltung ziehen wir das Lifebook E781 heran: Für eine dreijährige Vor-Ort-Garantie verlangt Fujitsu 79 Euro, eine fünfjährige Vor-Ort-Garantie schlägt mit 186,20 Euro zu Buche.
Tastatur
Fujitsu verbaut im Lifebook E782 eine genauso gute Tastatur wie im Lifebook E781. Es klappert nichts und die Tastatur biegt sich auf Druck nicht durch. Die Tasten sind aus mattem schwarzen Kunststoff gefertigt, der den wertigen Eindruck der anderen Kunststoffteile weiterführt. Allerdings ist der Tastenanschlag ein wenig schwammig - hier dürfte es etwas knackiger zugehen. Man gewöhnt sich mit der Zeit aber daran. Eine Tastenbeleuchtung gibt es nicht.
Touchpad
Fujitsu spendiert dem Lifebook E782 ein Touchpad samt zweier separater Maustasten. Das Touchpad ist mit einer Größe von 6,5 cm x 4,1 cm etwas kleiner als die Version des Lifebook E781. Beiden gemeinsam ist die genoppte Oberfläche, die den Finger in keinster Weise beim Gleiten behindert. Die beiden Maustasten funktionieren einwandfrei und verfügen über einen eindeutigen, sehr knackigen Druckpunkt. Zwischen den beiden Tasten befindet sich das Fingerabdrucklesegerät. Dieses wird von Fujitsu auf clevere Art zur Navigation genutzt: Der Fingerabdruckleser simuliert das Scrollrad einer Maus. So kann man auf einfache Weise durch eine Webseite oder lange Listen blättern.
Obwohl das Touchpad laut Fujitsu Gesten unterstützt und das Vorgängermodell Lifebook E781 das ebenfalls tut, konnten wir unser Testgerät nicht zu einer Reaktion auf Fingerbewegungen bringen. Funktionen wie das Zoomen per Zweifingergeste sind nicht verfügbar.
Unser Testgerät ist zusätzlich noch mit einem Touchstick ausgestattet. Dieser ermöglicht ein schnelles und doch präzises Bewegen des Mauszeigers. Pfiffig: In den Touchstick wurde die Funktion der linken Maustaste integriert. So erspart man sich die Akrobatik der Finger zwischen Touchstick und linker Maustaste des Touchpads.
Das Fujitsu Lifebook E782 ist mit einem 15,6-Zoll-Bildschirm ausgestattet. Das Display unseres Testgeräts verfügt dabei über eine native Auflösung von 1600 x 900 Pixeln. Fujitsu hat darüber hinaus noch ein Display mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixel und ein Full-HD-Display (1920 x 1080 Pixel) im Angebot. Alle angebotenen Displays werden mit LEDs beleuchtet und besitzen eine matte Oberfläche.
Ohne die anderen Displays im Einsatz gesehen zu haben, würden wir das verbaute Display als optimal für dieses Gerät bezeichnen. Das Bild ist scharf, und Schriften bzw. Symbole werden nicht zu klein dargestellt. Diese Meinung haben wir ebenfalls über das Lifebook E781 geäußert.
Auch das von uns getestete Lifebook E781 verfügt über ein Display mit einer Auflösung von 1600 x 900. Allerdings kommt im Lifebook E782 ein anderes Modell zum Einsatz. Das verraten die Messwerte. Die genaue Modellbezeichnung lässt sich in beiden Geräten nicht auslesen. Lediglich die Fujitsu Kennungen der Displays kommen zum Vorschein - und diese sind identisch (FUJ5C12).
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Ausleuchtung: 91 %
Helligkeit Akku: 197 cd/m²
Kontrast: 518:1 (Schwarzwert: 0.38 cd/m²)48.98% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
69.6% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
47.57% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
Den subjektiven Eindruck des Displays kann man in einem Wort zusammenfassen: toll. Die Farben werden kräftig dargestellt. Man schaut gerne auf den Bildschirm. Auch bei den Messwerten macht das Display eine gute Figur. Der Kontrast ist mit 518:1 etwas schlechter als beim Lifebook E781. Nichtsdestotrotz ist dies ein sehr guter Kontrastwert. In Sachen Schwarzwert gewinnt das Lifebook E782 mit 0,38 cd/m² (Lifebook E781: 0,39 cd/m²) ganz, ganz knapp - ein sehr guter Wert. Schwarz wird auch wirklich schwarz dargestellt. Qualitativ schlechtere Displays stellen die Farbe Schwarz eher in Grautönen dar. Den Farbumfang des sRGB- und des AdobeRGB-Farbraums kann das Display nicht abbilden. Dies ist aber nicht weiter schlimm, denn diese Farbräume sind nur für die professionelle Grafik- und Bildbearbeitung wichtig. Für solche Aufgaben ist das Lifebook E782 auch nicht gedacht.
Die deutlich geringere Helligkeit des Bildschirms, verglichen mit dem im Lifebook E781 verbauten Modell, verschließt dem Lifebook E782 eigentlich die Fähigkeit zum Außeneinsatz. Wer sich mit dem Gerät im Schatten aufhält und direkte Sonneinstrahlung vermeidet, kann es auch außerhalb eines Gebäudes nutzen. Hier macht sich die matte Oberfläche des Displays bezahlt.
In Sachen Blickwinkelstabilität macht das Lifebook E782 einen genauso guten Eindruck wie sein Vorgänger. Ein großer horizontaler Einblickwinkel erlaubt es auch mehreren Personen, gleichzeitig auf den Bildschirm zu schauen. Beim vertikalen Blickwinkel ist der Spielraum nicht ganz so groß. Allerdings deutlich besser als bei den meisten günstigeren Notebooks.
Fujitsu bietet mit dem Lifebook E782 ein Office-Notebook für das geschäftliche Umfeld an. Entsprechend umfangreich ist auch die Auswahl an Komponenten. So listet Fujistu für das Gerät drei verschiedene Displays, neun verschiedene Prozessoren und sieben verschiedene Festplatten (darunter auch SSDs). Unser Testgerät ist im Mittelfeld anzusiedeln, was Ausstattung und Leistungsfähigkeit in Bezug auf die zur Verfügung stehenden Komponenten angeht. Die Ausstattung ist für das geschäftliche Umfeld absolut ausreichend. Auch im privaten Umfeld macht sich die Ausstattung gut.
Das Gerät wird mit der 64bit-Variante von Windows 7 Professional ausgeliefert. Fujitsu unterstützt aber auch die 32bit-Varianten von Windows 7 und Windows XP und stellt entsprechende Treiber auf der eigenen Webseite bereit.
Prozessor
Fujitsu bietet das Lifebook E782 mit unterschiedlichen Prozessoren an. Für jede Leistungsanforderung und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Aktuell listet die Fujitsu Webseite neun verschiedene Prozessoren: Vom zweikernigen Intel Core i3-2328M Prozessor (2,2 GHz, 3MB L3) bis zum vierkernigen Intel Core i7-3612QM Prozessor (2,1-3,1 GHz, 6 MB L3) ist alles zu haben.
Unser Testgerät wird von einem Vertreter aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Prozessorgeneration angetrieben - dem Doppelkernprozessor Intel Core i5-3360M. Der Prozessor arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 2,8 GHz. Per Intel Turbo Boost kann die Geschwindigkeit auf 3,3 GHz für beide Kerne oder 3,5 GHz für nur einen Kern beschleunigt werden. Dies geschieht automatisch. Der Nutzer muss hier nicht eingreifen. Auch im Akkubetrieb steht die volle Turbo-Boost-Geschwindigkeit zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Cinebench-Suiten liegen auf dem erwarteten Niveau. Seinen Vorgänger Lifebook E781 schlägt das Lifebook E782 erwartungsmäß. Hier machen sich die höhere Geschwindigkeit und die Verbesserungen der Ivy-Bridge-Architektur bemerkbar.
System Performance
Die Ergebnisse in den PCMark Tests liegen auf dem erwarteten Niveau. Das Fujitsu Lifebook E781 wurde in beiden Tests überflügelt. Das ebenfalls mit einem Core i5-3360M ausgestattete Lenovo Thinkpad L530 2479-3BG kann nicht geschlagen werden. Das Acer TravelMate 6595-2524G50Mikk (Core i5-2520M, Intel HD Graphics 3000) hingegen wird sowohl vom Lifebook E782 als auch vom Lifebook E781 geschlagen. Ebenso bestätigt der Windows Leistungsindex die bessere Leistung des E782 gegenüber dem Lifebook E781.
PCMark Vantage Result | 6676 Punkte | |
PCMark 7 Score | 2578 Punkte | |
Hilfe |
Massenspeicher
Auch in Sachen Festplatte hat Fujitsu mehrere Möglichkeiten bereitgestellt: Insgesamt sieben Festplatten stehen zur Auswahl, darunter 3 Solid State Disks. Unser Testgerät ist mit einer Toshiba Festplatte ausgestattet. Die Platte besitzt eine Speicherkapazität von 320 Gigabyte und arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute. Mit einer durchschnittliche Übertragungsrate von 60,3 MB/s liefert sie ein eher schlechtes Ergebnis. Man muss der Platte aber zu Gute halten, dass diese Geschwindigkeit im Alltag nicht negativ auffällt.
Im geschäftlichen Umfeld ist die Menge an zur Verfügung stehendem Festplattenspeicher eher zweitrangig. Daher würden wir beim Lifebook E782 generell zu einer SSD raten. Diese beschleunigt Boot- und Ladezeiten erheblich. Gleiches gilt für das Verschieben von Dateien. Solid State Disks mit Kapazitäten von etwa 120 Gigabyte bietet der Handel schon zu Preisen zwischen 80 und 100 Euro an.
Grafikkarte
Der Grafikchip des Notebooks stammt ebenfalls von Intel und steckt im Gehäuse des Core i5 3360M Prozessors. Es handelt sich um den DirectX-11-fähigen Intel HD Graphics 4000 Chip. Der Chip arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 350 MHz. Per Turbomodus kann bis auf 1200 MHz beschleunigt werden. Im Lifebook E781 arbeitet der Vorgängerchip namens Intel HD Graphics 3000 (DirectX 10.1, 650 MHz - 1200 MHz)
Der Chip stellt aktuell Intels bestes Pferd im Stall dar. Entsprechend gut ist er auch ausgestattet. So unterstützt der HD Graphics 4000 Chip die unabhängige Ansteuerung von bis zu drei Bildschirmen - das war bisher nur mit Grafikchips von AMD möglich. Der integrierte Videodecoder soll in der Lage sein, mehrere Videos in 4k-Auflösung (etwa 4-fache Full-HD-Auflösung) parallel wiedergeben zu können. Die meisten Nutzer werden keine 4k-Videos wiedergeben, daher haben wir den Videodecoder mit der Wiedergabe eines Full-HD-Videos im H264-Format getestet. Die Wiedergabe stellt für den Decoder keine große Herausforderung dar: Die Wiedergabe verläuft flüssig. Die CPU-Belastung steigt dabei auf bis zu 10 Prozent.
In den verschiedenen 3D Mark Benchmarks positioniert sich der Intel HD Graphics 4000 Chip auf dem Niveau von Grafikchips der unteren Mitteklasse (z. B. GeForce GT 425M). Den Intel HD Graphics 3000 Chip, der im Lifebook E781 steckt, zerlegt er dabei förmlich. So liefert der HD 4000 Chip im 3D Mark 06 Benchmark ein etwa sechzig Prozent höheres Ergebnis. Im 3D Mark Vantage liegt das Ergebnis mehr als doppelt so hoch.
3DMark 03 Standard | 14546 Punkte | |
3DMark 05 Standard | 10492 Punkte | |
3DMark 06 Standard Score | 5806 Punkte | |
3DMark Vantage P Result | 3776 Punkte | |
3DMark 11 Performance | 698 Punkte | |
Hilfe |
3DMark 06 - 1280x1024 Standard Score AA:0x AF:0x (nach Ergebnis sortieren) | |
Fujitsu Lifebook E782 | |
Fujitsu Lifebook E781 |
3DMark Vantage - 1280x1024 P Result (nach Ergebnis sortieren) | |
Fujitsu Lifebook E782 | |
Fujitsu Lifebook E781 |
Gaming Performance
Obwohl das Fujitsu Lifebook E782 ganz eindeutig nicht als Spiele-Notebook konzipiert wurde, kann man mit ihm doch auch anspruchsvolle Games spielen. Allerdings sollten die Qualitätseinstellungen das niedrige bzw. mittlere Niveau nicht überschreiten. Spielbare Frameraten sind nur mit diesen Einstellungen möglich. Für den Gelegenheitsspieler, der nur alle paar Wochen einmal spielt, sollte die Leistung genügen. Damit überflügelt das Lifebook E782 seinen Vorgänger, das Lifebook E781, deutlich.
min. | mittel | hoch | max. | |
---|---|---|---|---|
StarCraft 2 (2010) | 142.4 | 31.97 | 20.93 | 10.91 |
Deus Ex Human Revolution (2011) | 54.3 | 30.76 | 13.31 | |
The Elder Scrolls V: Skyrim (2011) | 35.22 | 17.69 | 10.2 |
Geräuschemissionen
Fujitsu hat es geschafft, die Lautstärke des Lifebook E782 im Idle-Betrieb im Vergleich zum Lifebook E781 zu senken, so dass es dann kaum hörbar ist. Lediglich in sehr leisen Umgebungen nimmt man es wahr.
Auch die beim Lifebook E781 bemängelte Lautstärke der Festplatte konnte Fujitsu beim Lifebook E782 senken. Allerdings gibt die Toshiba Festplatte im Lifebook E782, wie schon die Toshiba Festplatte des Lifebook E781, unter hoher Belastung ein unangenehmes, hochfrequentes Pfeifen von sich. Das scheint ein Problem dieser Toshiba Serie zu sein, die in beiden Notebooks verbaut wurde. Es trat zum Glück nur einmal während unseres Test auf.
In Hinblick auf das DVD-Laufwerk sieht die Sache anders aus: Steckt schon im Lifebook E781 ein lautes DVD-Laufwerk, so kommt das Lifebook E782 mit einem noch lauteren Modell daher. Allerdings muss man sagen, dass das Laufwerk bei der Wiedergabe einer DVD von den Lautsprechern übertönt wird. Auch unter Volllast wird das Lifebook E782 deutlich lauter als das Lifebook E781 und liegt sehr klar im nervenden Bereich. Allerdings tritt dieser Fall im Alltagsbetrieb praktisch nicht auf.
Zusammenfassend ist festzuhalten: Fujitsu ist es gelungen, die Lautstärke im Alltagsbetrieb gegenüber dem Lifebook E781 noch etwas zu senken. So ermöglicht das Lifebook E782 ein noch angenehmeres Arbeiten.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 31.3 / 31.3 / 33.4 dB(A) |
HDD |
| 31.6 dB(A) |
DVD |
| 39.2 / dB(A) |
Last |
| 39.9 / 45.3 dB(A) |
| ||
30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
||
min: , med: , max: Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Das Lifebook E782 wird sowohl unter Last als auch im Idle-Betrieb deutlich wärmer als das Lifebook E781. Man kann aber trotzdem problemlos mit dem Notebook arbeiten. Die Temperatur der Handballenablage liegt immer in einem angenehmen, nie störenden Bereich. Die Unterseite des Notebooks überschreitet im Idle-Betrieb knapp die 40-Grad-Celsius-Marke. Bei solchen Werten kann man das Gerät noch problemlos auf den Beinen nutzen. Unter Volllast steigen die Temperaturen auf maximal 47,7 Grad Celsius. Hier würde es schnell unangenehm werden. Aber diese Temperaturen werden im Alltagsbetrieb kaum erreicht.
Während des Stresstests lief die CPU mit einer Geschwindigkeit von 3,1 GHz. Der Basistakt der i5-3360M CPU liegt bei 2.8 GHz womit die CPU selbst bei Auslastung von CPU und Grafikeinheit im Turbobereich bleiben kann. Dies spricht für Kühlreserven über die eingesetzte i5-CPU hinaus.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 41.6 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.3 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 47.7 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.8 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 33.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.5 °C.
(±) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 37 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 27.6 °C (-9.4 °C).
Lautsprecher
Unser Urteil über die Lautsprecher des Lifebook E781 lautete: "Dumpf, dünn und blechern". Das gilt auch für die beiden Lautsprecher des Lifebook E782. Man merkt dem Gerät an dieser Stelle eindeutig an, dass es sich um ein Business-Notebook handelt. Für die Wiedergabe für Musik oder der Tonspur eines Films wurden die Lautsprecher nicht geschaffen.
Energieaufnahme
Fujitsu hat dem Notebook ein Netzteil beigelegt, das bis zu 80 Watt leistet. Während unseres Volllasttests lag der Leistungsbedarf des Notebooks mit 71,3 Watt nah an der verfügbaren Maximalleistung. Beim Volllasttest laufen die Tests "Furmark" und "Prime95" parallel. Gleichzeit sind alle Kommunkationsmodule eingeschaltet und der Bildschirm läuft mit maximaler Helligkeit.
Im Alltagsbetrieb werden solche Werte nicht erreicht. Bei mittlerer Auslastung liegt die Leistungsaufnahme zwischen 50 und 60 Watt. Im Office-Betrieb begnügt sich das Gerät mit 10 bis 20 Watt.
Aus / Standby | 0.1 / 0.4 Watt |
Idle | 10.3 / 13.2 / 17.7 Watt |
Last |
57.7 / 71.3 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: Voltcraft VC 940 |
Akkulaufzeit
Im Idle-Betrieb hält das Gerät 7:30 h durch. Wir testen den Idle-Betrieb mit dem Battery Eater Reader Test. Dabei wird der Bildschirm mit minimaler Helligkeit betrieben, das Energiesparprofil wird aktiviert und die Funkmodule werden deaktiviert. Unter Last kommt das Lifebok E782 mit einer Akkuladung auf eine Laufzeit von 1:01 h. Im Lasttest absolviert das Notebook den Battery Eater Classic Test. Hierbei läuft der Bildschirm mit voller Helligkeit, das Hochleistungsprofil und die Funkmodule sind aktiviert.
Im praxisnahen WLAN-Test hielt das Notebook 4:38 h lang durch. Bei diesem Test werden Webseiten automatisch per Skript im 40-Sekunden-Takt aufgerufen. Dabei ist das Energiesparprofil aktiv und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt.
Auf eine Laufzeit von 3:57 h bringt es das Notebook im DVD-Test. Das genügt, um zwei lange Spielfilme anzuschauen. Für den DVD-Test werden die Funkmodule (WLAN, Bluetooth, UMTS) ausgeschaltet und das Display auf maximale Helligkeit gesetzt. Es wird das Energiesparprofil oder ein höheres Profil (falls die DVD nicht flüssig abgespielt wird) genutzt.
Für ein 15,6-Zoll-Notebook sind das sehr gute Akkulaufzeiten. Fujitsu hat es zudem geschafft, die Laufzeiten des Vorgängers, dem Lifebook E781, im WLAN- und DVD-Test zu halten - und das trotz einer minimal geringeren Akkukapazität (Lifebook E782: 63 Wh, Lifebook E781: 67 Wh). Im Idle-Betrieb hält das Lifebook E782 länger durch als das Lifebook E781. Dafür hält das Lifebook E781 im Volllast-Betrieb länger durch als das Lifebook E782.
Wie an früherer Stelle bereits erwähnt, verfügt das Lifebook E782 über einen vielseitig nutzbaren Erweiterungsschacht. In diesen Schacht kann statt eines optischen Laufwerks auch ein zweiter Akku gesteckt werden, um so die Laufzeit im Akkubetrieb zu erhöhen. Fujitsu hat einen entsprechenden Akku im Angebot. Der Zusatzakku bietet eine Kapazität von 41 Wh und sollte die Laufzeit des Notebooks um etwa 60 Prozent erhöhen. Er kostet etwa 155 Euro im Onlineshop von Fujitsu und ist im freien Handel schon für einen Preis von 112 Euro zu haben. Nicht zu vergessen wäre die Nachbauindustrie, die entsprechende Akkus für einen Preis deutlich unter einhundert Euro anbietet. Wer ein Vorgängergerät (z. B. Lifebook E780, E781) besitzt, kann die entsprechende Geräte für den Erweiterungsschacht auch im Lifebook E782 nutzen.
Das Ivy-Bridge-Update der Lifebook E-Serie ist gelungen. Fujitsu legt mit dem Lifebook E782 ein gelungenes Business-Notebook vor. Die Akkulaufzeiten des Vorgängers (Lifebook E781) konnten gehalten werden, obwohl das Lifebook E782 mehr Rechenleistung bietet. Auch kommt das Lifebook E782 mit ähnlich gutem Display daher wie das Lifebook E781. Ein kleiner Wehmutstropfen: Sowohl im Idle- als auch im Lastbetrieb wird das Gerät wärmer als das Lifebook E781. Auch die Leistungsaufnahme unter Last ist etwas angestiegen. Aber im viel häufiger auftretenden Idle-Betrieb konnte Fujitsu die Leistungsaufnahme auf dem Niveau des Vorgängers halten.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer ein Notebook sucht, das die alltäglichen Aufgaben problemlos meistert, eine gute Akkulaufzeit bietet, viele Anschlussmöglichkeiten offeriert, sehr gut verarbeitet ist und ein hervorragendes Display besitzt, sollte sich das Lifebook E782 genauer anschauen. Für Aufgaben wie den Videoschnitt oder das Spielen von aufwändigen Computerspielen in höchsten Qualitätsstufen ist das Gerät nicht gedacht.
Fujitsu bietet im eigenem Onlineshop ein Basismodell des Lifebook E782 zu einem Preis von 979 Euro an. In anderen Onlineshops gibt es das Gerät günstiger. Das von uns getestete Modell sollte für etwa 1100-1200 Euro zu haben sein. Eine im Vergleich zu unserem Testgerät minimal schlechter ausgestattete Variante (gleiches Display, Core i5-3210M, 4 GB RAM) ist beim Onlinehänler Cyberport aktuell zu einem Preis von 1029 Euro gelistet.