Test Samsung Galaxy A42 5G Smartphone – Schnelles Samsung-Handy funkt modern
Das Samsung Galaxy A41 gehört zu den beliebtesten Mittelklasse-Smartphones, zumindest, wenn wir auf die Zugriffszahlen unserer Tests schauen. Aber auch in den Smartphone-Verkaufscharts war das Galaxy-Handy im letzten Jahr regelmäßig vertreten. Nun bekommt es einen Nachfolger: Das Samsung Galaxy A42 ist gewachsen, bringt mehr Speicher mit und ein ganz neues Qualcomm-SoC. Allerdings ist Samsungs Mittelklasse-Smartphone auch deutlich schwerer und der Bildschirm löst seltsamerweise sehr niedrig auf.
Die größte Neuerung ist aber sicherlich, dass es nun Zugriff auf das schnelle 5G-Mobilfunknetz gibt, dafür wurde der Herstellerpreis des Galaxy A42 im Vergleich zum Vorgänger aber auch um 70 Euro angehoben. Klingt nach einer Mischung, die es erforderlich macht, genauer hinzuschauen: Ist das Galaxy A42 wirklich ein guter Kauf? Genau das wollen wir jetzt in unserem Test herausfinden.
Wir erweitern unser Team und suchen Gaming-Enthusiasten sowie Unterstützung für unsere Video-Produktion im Raum Hamburg.
Details
mögliche Konkurrenten im Vergleich
Bew. | Datum | Modell | Gewicht | Laufwerk | Größe | Auflösung | Preis ab |
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80.1 % v7 (old) | 12 / 2020 | Samsung Galaxy A42 5G SD 750G 5G, Adreno 619 | 193 g | 128 GB UFS 2.1 Flash | 6.60" | 1600x720 | |
78.6 % v7 (old) | 08 / 2020 | Sony Xperia 10 II SD 665, Adreno 610 | 151 g | 128 GB eMMC Flash | 6.00" | 2520x1080 | |
84 % v7 (old) | 08 / 2020 | Xiaomi Mi 10 Lite 5G SD 765G, Adreno 620 | 192 g | 128 GB UFS 2.1 Flash | 6.57" | 2340x1080 | |
83.6 % v7 (old) | 07 / 2020 | OnePlus Nord SD 765G, Adreno 620 | 184 g | 256 GB UFS 2.1 Flash | 6.44" | 2440x1080 | |
78.8 % v7 (old) | 06 / 2020 | Samsung Galaxy A41 Helio P65, Mali-G52 MP2 | 152 g | 64 GB eMMC Flash | 6.10" | 2400x1080 |
Gehäuse – Kunststoff-Chassis mit Zonen
Bei gleichem Seitenverhältnis ist der Bildschirm des Galaxy A42 um ein halbes Zoll größer als der Vorgänger. Das macht sich bei Abmessungen und Gewicht auch deutlich bemerkbar: War das Galaxy A41 noch relativ kompakt, so ist das Galaxy A42 ein durchaus großes Smartphone, das für kleinere Hände nicht mehr so gut geeignet ist. Die Bildschirmränder sind aber gering und eine kleine Waterdrop-Notch an der Oberseite beinhaltet die Frontkamera.
An der Rückseite hat sich Samsung wieder einen besonderen Effekt einfallen lassen: Sie ist in vier untereinander liegende Zonen eingeteilt, die oberste ist vollfarbig, während die Zonen darunter unterschiedlich intensive Punktmuster aufweisen. Gleichzeitig wird einfallendes Licht noch gebrochen, sodass sich Regenbogenfarben zeigen. Kein Wunder also, dass die drei Farbvarianten Prism Dot White, Prism Dot Black und Prism Dot Grey heißen.
Das Gehäuse ist recht stabil gebaut, starker Druck mit den Fingern macht dem Smartphone nichts aus, auch verwinden lässt es sich kaum. Die Gehäuserückseite besteht aber aus Kunststoff, das OnePlus Nord bietet hier beispielsweise einen Glaswerkstoff.
Ausstattung – NFC und wenig RAM
Die 128 GB UFS-2.1-Speicher stehen dem Galaxy A42 gut zu Gesicht, der Vorgänger bot nur magere 64 GB eMMC-Flash, das wäre aktuell in dieser Preisklasse eigentlich nicht mehr akzeptabel. Mit seinen 4GB RAM hinkt das Galaxy A42 aber weiterhin hinterher, hier gibt es 6GB bei Xiaomi und OnePlus bietet sogar 8 GB RAM.
Man muss sich beim Galaxy-Handy entscheiden, ob man zwei SIM-Karten gleichzeitig verwenden oder lieber den Speicher erweitern möchte, der zweite SIM-Slot ist nämlich gleichzeitig der Slot für die microSD-Karte.
Dank NFC lassen sich mobile Zahlungsdienste auf dem Smartphone nutzen.
Software – Aktuelle Sicherheitspatches bei Samsung
Samsungs OneUI ist auf dem Smartphone vorinstalliert, sie basiert auf Android 10. Die Sicherheitspatches sind zum Testzeitpunkt vom 1.11.2020 und damit recht aktuell. Man muss sich allerdings mit einigen Drittanbieterapps abfinden, die Samsung vorinstalliert. Teils lassen sie sich löschen, teils auch nur deaktivieren.
Eine DRM-L1-Zertifizierung liegt vor, sodass sich Streaminginhalte in voller HD-Auflösung anschauen lassen.
Kommunikation und GPS – WiFi 5 und 5G
Wie der Vorgänger unterstützt das Samsung Galaxy A42 5G auch WiFi 5. In unserem Test mit dem Referenzrouter Netgear Nighthawk AX12 erreicht das Smartphone minimal geringere Übertragungsgeschwindigkeiten als das Galaxy A41, im Alltag dürfte die Geschwindigkeit aber als gleich wahrgenommen werden. Generell gibt es durchaus Smartphones mit schnellerem WLAN in dieser Preisklasse, wie das OnePlus Nord oder das Xiaomi Mi 10 Lite 5G.
Highlight des Galaxy A42 ist natürlich die Unterstützung von 5G-Netzwerken. Hierbei ist zu beachten, dass obwohl das SoC und sein 5G-Modem generell auch schnelle mmWave-Frequenzen unterstützen, diese beim Galaxy A42 offenbar deaktiviert sind. So kann man nur die etwas langsameren Sub-6GHz-Netzwerke nutzen. In Europa ist das aktuell noch kein Nachteil, mmWave unterstützen die meisten Netzbetreiber hier ohnehin noch nicht. Wer aber oft in die USA oder andere Länder reist, der stößt hier eventuell auf Beschränkungen bei der Netzauswahl.
LTE bis Cat 11 (600 MBit/s) im Download und Cat 12 (150 MBit/s) im Upload wird ebenfalls unterstützt. Die Frequenzauswahl ist ordentlich und für Europa ausreichend, ein World Phone, das in allen Ländern der Welt in mobile Internet kann, ist das Galaxy-Handy aber nicht.
Networking | |
iperf3 transmit AX12 | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G | |
OnePlus Nord | |
Samsung Galaxy A41 | |
Sony Xperia 10 II | |
Samsung Galaxy A42 5G | |
iperf3 receive AX12 | |
OnePlus Nord | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G | |
Samsung Galaxy A41 | |
Samsung Galaxy A42 5G | |
Sony Xperia 10 II |
Um die Genauigkeit der Ortung herauszufinden, drehen wir eine Runde mit dem Fahrrad und nehmen das Garmin Edge 520 zum Vergleich mit. Dabei fällt auf, dass das Galaxy A42 eine deutlich längere Strecke misst als das Navi von Garmin. Schaut man sich den Wegverlauf genauer an, so wird auch klar, warum: Immer wieder zeigt der vom Galaxy aufgezeichnete Weg deutliche Zick-Zack-Linien, die wir so nicht gefahren sind. Auch liegt die Ortung oft neben der eigentlichen Straße und führt scheinbar durch Häuser hindurch. Auch das Garmin-Navi zeigt sich hier allerdings nicht immer exakt, aber insgesamt doch ruhiger in der Aufzeichnung der Wege.
Aus diesem Grund sollte man sich nicht auf das Galaxy A42 5G verlassen, wenn man ganz eine exakte Wegfindung möchte, für den Alltag reicht die Genauigkeit bei der Navigation aber aus.
Telefonfunktionen und Sprachqualität – Mäßige Verständlichkeit
Samsung setzt auf eine selbst programmierte Telefon-App, die sich aber auch Nutzern von anderen Android-Varianten schnell erschließt. Telefonieren über LTE oder WLAN ist möglich.
Die Klangqualität ist höchstens auf durchschnittlichem Niveau, das Gegenüber klingt sehr dumpf, bleibt allerdings verständlich und Störgeräusche können wir nicht ausmachen. Wenn man selbst mit dem Galaxy A42 telefoniert, sollte man nicht zu laut oder zu leise sprechen, sonst dröhnt man zu sehr oder das Mikrofon überträgt die Stimme nicht mehr. Per Lautsprecher klingt das Gegenüber deutlich klarer, unsere Stimme wird aber mit ähnlichen Einschränkungen aufgenommen.
Kameras – Flexibles System im Galaxy A42
Mit Hauptkamera, Weitwinkel- und Makrolinse bietet das Galaxy A42 eine zeitgemäße Objektivvielfalt an der Rückseite an. Dazu kommt eine Tiefenschärfenkamera, die als Unterstützung bei Portraitaufnahmen genutzt wird, mit der aber keine eigenen Fotos gemacht werden können.
48 Megapixel bringt die Hauptlinse mit, allerdings macht sie üblicherweise nur 12-Megapixel-Bilder, fasst also immer vier Bildpunkte zu einem zusammen, um die Lichtausbeute zu erhöhen. Im Detail wirken Bilder oft wenig exakt, so ist beispielsweise der Rauch im Umgebungsbild wenig mehr als Pixelmatsch. Gleichzeitig zeigt sich die Bildschärfe bei der Pflanzenaufnahme als nicht überzeugend. Bei wenig Licht und hohen Kontrasten könnte die Aufhellung besser sein, wie generell die Bilder nicht allzu hell wirken. Dennoch ist die Detaildarstellung hier ganz ordentlich.
Das Weitwinkelobjektiv macht Fotos, die im Detail doch recht grob sind. Das Makroobjektiv kann man nur in einem speziellen Modus nutzen, die Auflösung ist mit 5 Megapixel ganz okay. Ein mehrstufiger Zoom zwischen Weitwinkel- und Standardobjektiv ist nicht möglich, man kann nur direkt umschalten.
Mit der Hauptkamera lassen sich 4K-Videos mit maximal 30 fps aufzeichnen. Während der Aufnahme kann man auch zwischen Weitwinkel- und Standardobjektiv wechseln. Die Bildqualität ist hier durchaus ordentlich und der Autofokus funktioniert ganz passabel. Digitale Videostabilisierung gibt es allerdings nicht auf der höchsten Auflösungsstufe.
Die Frontkamera löst mit 20 Megapixel auf und macht gute Selfies.
Bildervergleich
Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.
Hauptobjektiv BlumeHauptobjektiv UmgebungHauptobjektiv Low LightUltraweitwinkelIm Labor bei kontrolliertem Licht nehmen wir die Bildqualität der Hauptkamera noch einmal genauer unter die Lupe. Auch hier zeigen sich leichte Probleme bei der Detailschärfe, der Kontrast gefällt uns aber ganz gut. Farben wirken etwas blass, Flächen werden mit leichtem Pixelraster dargestellt.
Insgesamt zeigt sich die Kameraausttattung des Galaxy A42 5G auf Klassenniveau, ein paar Ausstattungsdetails wie einen optischen Bildstabilisator bringen manche Konkurrenten mit, während er beim Galaxy-Smartphone fehlt.
Zubehör und Garantie – Im Reparaturfall mit Pauschalen
Ein Netzteil, ein USB-Kabel und ein SIM-Tool liefert Samsung mit dem Gerät aus. Auf seiner Website bietet Samsung ein passendes S View Cover mit einem Sichtfeld an der Vorderseite für circa 40 Euro an.
Die Garantie beträgt 24 Monate. Man kann das Gerät einschicken, Samsung betreibt in vielen größeren Städten aber auch Servicezentren, wo man das Smartphone zur Reparatur abgeben kann. Auch mobile Serviceteams sind mittlerweile in einigen Regionen verfügbar und reparieren auf Wunsch das Smartphone direkt vor Ort. Viele Defekte werden außerhalb der Garantie zu Fixpreisen behandelt, die man vorab auf der Website überprüfen kann.
Eingabegeräte & Bedienung – Ordentliche Bedienelemente
Der Touchscreen lässt sich sauber bedienen und ist auch an den Rändern und in den Ecken empfindlich. Die Hardware-Buttons für die Lautstärke und den Standby-Modus finden sich rechts am Gehäuse. Sie sind qualitativ nichts Besonderes, lassen sich aber gut ertasten.
Samsung setzt auf seine eigene Bildschirmtastatur, diese ist übersichtlich und gut zu bedienen. Wer möchte, kann problemlos eine andere Tastatur-App nachinstallieren.
Den Fingerabdrucksensor sieht man auf den ersten Blick nicht, er versteckt sich nämlich hinter dem Bildschirm. Man kann den Sensor auch im Standby-Modus nutzen, allerdings muss man dann wissen, dass er relativ weit unten im Bildschirm liegt, die Position wird nämlich erst nach Berührung angezeigt. Samsung hätte den Sensor vielleicht etwas weiter oben platzieren sollen, so mussten wir ab und an umgreifen, insgesamt lässt sich der Sensor aber gut bedienen und entsperrt das Display sehr schnell.
Auch Gesichtserkennung lässt sich zum Entsperren nutzen, allerdings handelt es sich dabei um eine softwaregestützte Lösung, die nicht ganz so sicher ist, wie beispielsweise Apples FaceID mit Infrarotprojektor.
Display – Löst zu niedrig auf
In Sachen Bildschirm trifft der koreanische Hersteller eine seltsame Wahl: Obwohl der AMOLED-Screen mit 6,6 Zoll recht groß ist, löst er deutlich niedriger auf als alle Vergleichsgeräte: Man bekommt nur 1.600 x 720 Pixel geboten und damit relativ geringe 266 Pixel pro Zoll. Tatsächlich muss man gar nicht so genau hinschauen, um auf dem Bildschirm das Raster der Pixel zu erkennen, das trübt den Bildeindruck doch deutlich. Einen modernen 90-Hz-Bildschirm wie beim OnePlus Nord sucht man ebenfalls vergeblich, bei 60 Hz ist Schluss.
Auch die Helligkeit überzeugt in unserem Test nicht, die durchschnittliche Leuchtkraft des Bildschirms ist wesentlich geringer als bei allen Vergleichsgeräten. Der Vorgänger Samsung Galaxy A41 löst also bei kleinerer Bildschirmdiagonale deutlich höher auf und leuchtet heller.
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Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 466 cd/m²
Kontrast: ∞:1 (Schwarzwert: 0 cd/m²)
ΔE Color 2.06 | 0.5-29.43 Ø4.92
ΔE Greyscale 1.8 | 0.5-98 Ø5.2
97.7% sRGB (Calman 2D)
Gamma: 2.105
Samsung Galaxy A42 5G AMOLED, 1600x720, 6.6" | Sony Xperia 10 II OLED, 2520x1080, 6" | Xiaomi Mi 10 Lite 5G AMOLED, 2340x1080, 6.6" | OnePlus Nord AMOLED, 2440x1080, 6.4" | Samsung Galaxy A41 Super AMOLED, 2400x1080, 6.1" | |
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Bildschirm | 18% | 28% | 8% | 6% | |
Helligkeit Bildmitte | 466 | 591 27% | 584 25% | 529 14% | 554 19% |
Brightness | 462 | 590 28% | 583 26% | 531 15% | 559 21% |
Brightness Distribution | 85 | 97 14% | 97 14% | 94 11% | 92 8% |
Schwarzwert * | |||||
Delta E Colorchecker * | 2.06 | 1.42 31% | 1.17 43% | 2.53 -23% | 2 3% |
Colorchecker dE 2000 max. * | 6.14 | 3.83 38% | 2.95 52% | 4.52 26% | 7.7 -25% |
Delta E Graustufen * | 1.8 | 2.4 -33% | 1.7 6% | 1.7 6% | 1.6 11% |
Gamma | 2.105 105% | 2.215 99% | 2.231 99% | 2.249 98% | 2.11 104% |
CCT | 6444 101% | 9014 72% | 6341 103% | 6462 101% | 6589 99% |
* ... kleinere Werte sind besser
Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)
Flackern / PWM festgestellt | 242.7 Hz | ||
Das Display flackert mit 242.7 Hz (im schlimmsten Fall, eventuell durch Pulsweitenmodulation PWM) . Die Frequenz von 242.7 Hz ist relativ gering und daher sollte es bei sensiblen Personen zu Problemen wie Flackern oder Augenbeschwerden führen. Im Vergleich: 53 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 8746 (Minimum 5, Maximum 343500) Hz. |
Im Modus "Natürlich", den man über das Einstellungsmenü aktivieren kann, sind die dargestellten Farben auf dem Display immerhin recht genau, starke Grün- und Rottöne sind allerdings auch hier deutlich verzerrt. Bei den Graustufen zeichnet sich hingegen kein Farbstich in diesem Modus ab.
PWM-Flackern zeigt sich AMOLED-typisch, sobald man die Helligkeit ein wenig senkt. Man sollte den Bildschirm also vor dem Kauf ausprobieren, wenn man dazu neigt, von flackernden Bildschirmen Kopfschmerzen zu bekommen. Die Reaktionszeiten zeigen sich für einen AMOLED-Screen ebenfalls ein wenig träger als bei manchem Konkurrenten, sollten aber für Gamer gerade noch ausreichen.
Reaktionszeiten (Response Times) des Displays
↔ Reaktionszeiten Schwarz zu Weiß | ||
---|---|---|
9 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert | ↗ 5 ms steigend | |
↘ 4 ms fallend | ||
Die gemessenen Reaktionszeiten sind kurz wodurch sich der Bildschirm auch für Spiele gut eignen sollte. Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.1 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 21 % aller Screens waren schneller als der getestete. Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (21 ms). | ||
↔ Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau | ||
10 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert | ↗ 5 ms steigend | |
↘ 5 ms fallend | ||
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein. Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.165 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 20 % aller Screens waren schneller als der getestete. Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (32.9 ms). |
Im Freien kann man das Smartphone problemlos nutzen, solange der Tag nicht zu sonnig ist.
Die Blickwinkel sind gut, auch aus sehr flachen Betrachtungswinkeln sieht man den Bildinhalt noch sehr exakt.
Leistung – Bei der Power spart Samsung nicht
Das Qualcomm Snapdragon 750G ist eine Weiterentwicklung des 730G mit etwas moderneren Hochleistungskernen und 5G-Fähigkeiten. Für das Galaxy A42 5G scheint er einen gute Wahl zu sein, es kann die meisten Vergleichshandys dieser Preisklasse schlagen oder liegt zumindest mit ihnen gleichauf, was die Prozessorleistung angeht.
Die Grafikleistung liegt hingegen eher im Mittelfeld, ist aber immer noch deutlich höher als beim Vorgänger Galaxy A41 oder beim Sony Xperia 10 II.
Beim Surfen im Internet zeigt sich das Testgerät als recht flott, allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass durch die geringe Bildschirmauflösung auch weniger Leistung nötig ist. Dennoch: Seiten werden recht flott geladen und Bilder sind teils schon während des Scrollens sichtbar. Damit ist man deutlich flotter im Internet unterwegs als mit dem Vorgänger.
Jetstream 2 - Total Score | |
Durchschnitt der Klasse Smartphone (13.8 - 387, n=161, der letzten 2 Jahre) | |
OnePlus Nord (Chrome 84) | |
Samsung Galaxy A42 5G (Chrome 87) | |
Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G (40.8 - 67.5, n=7) | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G (Chrome83) | |
Samsung Galaxy A41 (Chrome 83.0.4103.101) |
JetStream 1.1 - Total Score | |
OnePlus Nord (Chrome 84) | |
Samsung Galaxy A42 5G (Chrome 87) | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G | |
Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G (82.1 - 94.5, n=5) | |
Samsung Galaxy A41 (Chrome 83.0.4103.101) | |
Sony Xperia 10 II (Chrome 84) |
Speedometer 2.0 - Result | |
Durchschnitt der Klasse Smartphone (15.2 - 569, n=146, der letzten 2 Jahre) | |
OnePlus Nord (Chome 84) | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G (Chrome83) | |
Samsung Galaxy A42 5G (Chome 87) | |
Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G (41.5 - 47.6, n=6) | |
Samsung Galaxy A41 (Chrome 83.0.4103.101) |
WebXPRT 3 - Overall | |
Durchschnitt der Klasse Smartphone (38 - 347, n=79, der letzten 2 Jahre) | |
OnePlus Nord (Chrome 84) | |
Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G (54 - 91, n=6) | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G (Chrome83) | |
Samsung Galaxy A42 5G (Chrome 87) | |
Samsung Galaxy A41 (Chrome 83.0.4103.101) | |
Sony Xperia 10 II (Chrome 84) |
Octane V2 - Total Score | |
Durchschnitt der Klasse Smartphone (2228 - 100368, n=203, der letzten 2 Jahre) | |
OnePlus Nord (Chrome 84) | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G (Chrome83) | |
Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G (17730 - 21566, n=7) | |
Samsung Galaxy A42 5G (Chrome 87) | |
Samsung Galaxy A41 (Chrome 83.0.4103.101) | |
Sony Xperia 10 II (Chrome 84) |
Mozilla Kraken 1.1 - Total | |
Sony Xperia 10 II (Chrome 84) | |
Samsung Galaxy A41 (Chrome 83.0.4103.101) | |
OnePlus Nord (Chrome 84) | |
Samsung Galaxy A42 5G (Chrome 87) | |
Xiaomi Mi 10 Lite 5G (Chrome83) | |
Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G (1897 - 2665, n=7) | |
Durchschnitt der Klasse Smartphone (277 - 28190, n=160, der letzten 2 Jahre) |
* ... kleinere Werte sind besser
Mit UFS-2.1-Speicher ist das Samsung-Handy auf Klassenniveau, die Übertragungsgeschwindigkeiten sind auf dem Level anderer Geräte der Preisklasse. Auch unsere Referenz-microSD-Karte, eine Toshiba Exceria Pro M501, wird schnell ausgelesen und beschrieben.
Samsung Galaxy A42 5G | Sony Xperia 10 II | Xiaomi Mi 10 Lite 5G | OnePlus Nord | Samsung Galaxy A41 | Durchschnittliche 128 GB UFS 2.1 Flash | Durchschnitt der Klasse Smartphone | |
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AndroBench 3-5 | -62% | -3% | -14% | -39% | -17% | 116% | |
Sequential Read 256KB | 963 | 293.5 -70% | 980 2% | 956 -1% | 299.9 -69% | 760 ? -21% | 1839 ? 91% |
Sequential Write 256KB | 476 | 188.2 -60% | 476.9 0% | 473.1 -1% | 211.1 -56% | 297 ? -38% | 1425 ? 199% |
Random Read 4KB | 168.5 | 76.8 -54% | 156.4 -7% | 126.7 -25% | 84 -50% | 152.9 ? -9% | 277 ? 64% |
Random Write 4KB | 147.7 | 56.7 -62% | 138.5 -6% | 104.5 -29% | 72.5 -51% | 131.6 ? -11% | 309 ? 109% |
Sequential Read 256KB SDCard | 86.3 ? | 29.15 ? -66% | 83 ? -4% | 76 ? -12% | |||
Sequential Write 256KB SDCard | 67.7 ? | 26.13 ? -61% | 67 ? -1% | 59.6 ? -12% |
Spiele – Für mittlere Ansprüche
Das Galaxy A42 bringt ein spezielles Gaming-SoC mit, für das Qualcomm auch Treiberupdates verspricht, um es an aktuelle Mobile Games anzupassen. Aktuell kann man einfache Games auch mit 60 fps zocken, beim Teamshooter Armajet allerdings geht die Framerate schon mal in die Knie, wenn man den Bildschirmausschnitt verschiebt, was bei einem schnellen Actiongame natürlich problematisch ist.
Asphalt 9 ist nicht gerade für seine stabilen Frameraten bekannt, auch auf dem Galaxy A42 muss man immer wieder mit kleineren Einbrüchen unter 30 fps rechnen, das Rennspiel kann man aber problemloser nutzen. In PUBG Mobile sind Ruckler sichtbar, in einfachen Einstellungen erreicht man aber relativ konstante 40 fps. Die Frameraten messen wir mit der Software-Suite von GameBench.
Insgesamt ist das Galaxy A42 für Gamer mit mittleren Ansprüchen nutzbar, wer immer die aktuellsten und aufwändigsten Spiele zocken will, der muss sich aber wohl nach einem noch schnelleren Smartphone umsehen.
Emissionen – Kein Drosseln unter Last
Temperatur
Die maximale Erwärmung des Gehäuses beträgt unter längerer Last 43,1 °C im Bereich des oberen Bildschirmrandes. Das ist eine deutlich spürbare Erwärmung, die aber nur bei sehr heißen Umgebungstemperaturen wirklich kritisch werden könnte.
Wir schauen an dieser Stelle des Tests immer auch, ob das Smartphone nach längerer Last vielleicht seine Leistung drosseln muss, um nicht zu überhitzen. Das ist beim Samsung Galaxy A42 5G allerdings nicht der Fall.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 43.1 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.1 °C (von 21.9 bis 63.2 °C für die Klasse Smartphone).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 41.1 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 33.9 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 32.3 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 32.8 °C.
Lautsprecher
Obwohl der kleine Monolautsprecher nicht ganz so laut wird wie der beim Vorgänger, liefert er doch ganz ordentlichen Klang. Allerdings sollte man nach Möglichkeit nicht die maximale Lautstärke wählen, hier sind die Höhen deutlich verzerrt.
Über den 3,5mm-Anschluss am unteren Gehäuserand oder per Bluetooth 5.0 kann man Geräte zur Audioausgabe verbinden. Das funktioniert problemlos und es wird ein sauberes Signal ausgegeben.
Samsung Galaxy A42 5G Audio Analyse
(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (82.9 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 68.5% niedriger als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (0% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(-) | kaum Mitten, vom Median 68.5% abweichend
(+) | lineare Mitten (0% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(-) | kaum Hochtöne, 68.5% geringer als der Median
(+) | sehr lineare Hochtöne (0% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(-) | hörbarer Bereich ist nur wenig linear (114.9% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 86% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 4% vergleichbar, 10% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 12%, durchschnittlich ist 37%, das schlechteste Gerät hat 134%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 96% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 3% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 134%
Samsung Galaxy A41 Audio Analyse
(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (85.5 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 27.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (14.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 5.9% abweichend
(+) | lineare Mitten (5.8% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 9.7% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (7.2% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (27.2% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 67% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 6% vergleichbar, 27% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 12%, durchschnittlich ist 37%, das schlechteste Gerät hat 134%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 81% aller getesteten Geräte waren besser, 4% vergleichbar, 15% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 134%
Akkulaufzeit – Der größere Akku macht sich gut
Energieaufnahme
Der Energieverbrauch des Galaxy A42 5G ist deutlich höher als beim Vorgänger, was angesichts des größeren Bildschirms erst mal nicht verwundert. Auch bietet das Smartphone ja deutlich mehr Power als das Galaxy A41. Im Vergleich zu anderen Geräten der Preisklasse ist der Energiehunger bei wenig Belastung anfänglich auf ähnlichem Niveau, steigt allerdings unter hoher Last deutlich an.
Aus / Standby | 0.1 / 0.2 Watt |
Idle | 1.6 / 2 / 2.6 Watt |
Last |
7.1 / 9.5 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: Metrahit Energy |
Samsung Galaxy A42 5G 5000 mAh | Sony Xperia 10 II 3600 mAh | Xiaomi Mi 10 Lite 5G 4160 mAh | OnePlus Nord 4115 mAh | Samsung Galaxy A41 3500 mAh | Durchschnittliche Qualcomm Snapdragon 750G 5G | Durchschnitt der Klasse Smartphone | |
---|---|---|---|---|---|---|---|
Stromverbrauch | 11% | 9% | 18% | 41% | 3% | 23% | |
Idle min * | 1.6 | 1.5 6% | 1.5 6% | 1.8 -13% | 0.96 40% | 1.039 ? 35% | 0.894 ? 44% |
Idle avg * | 2 | 2.1 -5% | 2.2 -10% | 2.1 -5% | 1.57 21% | 2.61 ? -31% | 1.456 ? 27% |
Idle max * | 2.6 | 2.8 -8% | 2.9 -12% | 2.3 12% | 1.61 38% | 2.91 ? -12% | 1.616 ? 38% |
Last avg * | 7.1 | 4.5 37% | 4.4 38% | 3.4 52% | 2.93 59% | 6.16 ? 13% | 6.45 ? 9% |
Last max * | 9.5 | 7.2 24% | 7.2 24% | 5.2 45% | 4.97 48% | 8.34 ? 12% | 9.8 ? -3% |
* ... kleinere Werte sind besser
Akkulaufzeit
Bei der Akkulaufzeit kann das Galaxy A42 5G überzeugen, der große 5.000-mAh-Akku macht sich hier bezahlt. In unserem WLAN-Test bietet es mit über 16 Stunden sehr gutes Durchhaltevermögen, das für zwei Arbeitstage Dauerbetrieb bei leichter Belastung ausreicht. Mit den üblichen Pausen bei der Nutzung sind im Alltag auch noch ein paar mehr Tage ohne Akkuladung drin.
Allerdings zeigt das Xiaomi Mi 10 Lite 5G, dass man auch aus kleineren Akkus sehr gute Laufzeiten herausholen kann, besonders beim Betrachten von Videos oder im Lastbetrieb hat es die Nase deutlich vorne. Die Energieeffizienz unseres Samsung-Testgerätes liegt also eher auf mittlerem Niveau, der große Akku beschert ihm dennoch gute Laufzeiten.
Allerdings muss so ein kapazitätsstarker Energiespeicher auch geladen werden und das erledigt das 15-Watt-Ladegerät eher langsam: Über 2 Stunden Ladezeit bei voller Entladung des Akkus muss man einplanen. Selbst wenn man den Akku nicht ganz voll machen muss, dauert es deutlich länger als beispielsweise beim OnePlus Nord, das insgesamt doppelt so schnell lädt.
Samsung Galaxy A42 5G 5000 mAh | Sony Xperia 10 II 3600 mAh | Xiaomi Mi 10 Lite 5G 4160 mAh | OnePlus Nord 4115 mAh | Samsung Galaxy A41 3500 mAh | |
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Akkulaufzeit | -23% | 6% | -11% | -20% | |
Idle | 2015 | 1683 -16% | 2003 -1% | 1843 -9% | |
H.264 | 1103 | 1403 27% | 1064 -4% | 998 -10% | |
WLAN | 967 | 743 -23% | 884 -9% | 869 -10% | 650 -33% |
Last | 364 | 448 23% | 261 -28% | 268 -26% |
Pro
Contra
Fazit – Galaxy A42 mit Fort- und Rückschritten
Samsung bringt mit dem Galaxy A42 5G ein Update eines seiner Verkaufsschlager. Modernes 5G, mehr Speicher, deutlich verbesserte Laufzeiten, ein größerer Bildschirm und eine ordentliche Ausstattung lassen das Galaxy A42 erst verlockend wirken. Auch in Sachen Leistung muss sich Samsungs Mittelklasse-Handy nicht verstecken.
Schaut man sich aber an, was Xiaomi oder OnePlus auf ähnlichem Preisniveau zu bieten haben, dann wird es für das Galaxy A42 schon enger: Hier gibt es nur ein 60-Hz-Display, einen relativ langsamen Ladevorgang des Akkus, die Ortung ist nicht wirklich genau und auch die WLAN-Geschwindigkeit bleibt hinter manchem Konkurrenten zurück.
Das Samsung Galaxy A42 5G ist ein modernes Mittelklasse-Smartphone mit niedrig auflösendem Bildschirm.
Vor allem hat sich Samsung aber keinen Gefallen damit getan, einen recht niedrig auflösenden Bildschirm zu verbauen und dann auch noch die Bildschirmdiagonale massiv anzuheben. Man kann mit bloßem Auge das Pixelraster erkennen, was den Qualitätseindruck der Anzeige deutlich mindert.
Für Samsung-Fans bietet das Galaxy A42 deutliche Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger, wer aber möglichst viel für sein Geld haben möchte, der ist nach wie vor bei anderen Herstellern besser aufgehoben.
Samsung Galaxy A42 5G
- 31.08.2022 v7 (old)
Florian Schmitt