Test Huawei Mate 8 Smartphone
Mit dem Mate 8 präsentiert der chinesische Hersteller Huawei den Nachfolger des Ascend Mate 7. Mit einer modernen Ausstattung und einem Preis von 599 Euro stellt das Mate 8 derzeit das Flaggschiff von Huawei dar, zumindest bis das neue P9 auf den Markt kommt. Das Highlight des neuen 6 Zoll großen Smartphones ist der Kirin-950-SoC, der bereits die neuen Cortex-A72-Kerne von ARM verwendet. Neben einer gesteigerten Leistung versprechen diese auch eine höhere Effizienz. Zudem gibt es 3 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB integrierten Speicher, der sich zusätzlich via microSD-Karte erweitern lässt. Auf der Rückseite kommt eine 16-MP-Kamera mit einem Sensor von Sony zum Einsatz.
Auch beim Preis ist Huawei mittlerweile in der Oberliga angekommen, in der es viele Konkurrenten gibt. Dazu gehören das Samsung Galaxy S6 Edge+, das Google Nexus 6P, das Apple iPhone 6S Plus, das Microsoft Lumia 950 XL, das Asus ZenFone 2 Deluxe und auch das Motorola Moto X Style.
Wir erweitern unser Team und suchen Gaming-Enthusiasten sowie Unterstützung für unsere Video-Produktion im Raum Hamburg.
Details
Gehäuse
Das Gehäuse des Huawei Mate 8 hat sich im Vergleich zum Vorgänger nur leicht verändert und besteht weiterhin aus Aluminium. Die Ränder oberhalb und unterhalb des Bildschirms fallen erneut sehr klein aus, weswegen das Gerät trotz der Diagonale von 6 Zoll vergleichsweise kompakt ausfällt. Das macht sich auch beim Größenvergleich mit den anderen Vergleichsgeräten bemerkbar. Das Mate 8 ist zwar das breiteste Gerät, trotz des größten Displays ist das iPhone 6S Plus aber beispielsweise noch einen Millimeter länger. Die Rückseite ist leicht abgerundet und liegt mit einer maximalen Dicke von 7,9 mm noch gut in der Hand, allerdings steht die Kamera ein wenig ab. Mit einer Hand lässt sich das Mate 8 aber nicht bedienen.
Die Stabilität des Aluminiumgehäuses fällt exzellent aus. Nur übermäßig viel Druck auf den Bildschirm führt zu einer Wellenbildung, aber das Gerät lässt sich nicht verwinden und es gibt auch keine Knarzgeräusche. Die physikalischen Tasten an der rechten Seite sind etwas wackelig eingefasst, was den haptischen Eindruck ein wenig beeinträchtigt. Unser Testgerät ist silber, alternativ bietet Huawei das Smartphone noch in Grau und Gold an. Insgesamt wirkt das Smartphone also sehr edel und muss sich keinesfalls hinter den Konkurrenten verstecken.
Ausstattung
Der SoC Kirin 950 von HiSilicon im Huawei Mate 8 ist ein hochmoderner Chip, der aktuell zu den schnellsten seiner Gattung gehört. Unterstützt wird er von 3 GB Arbeitsspeicher und um die Grafikberechnungen kümmert sich eine Mali-T880-MP4-GPU von ARM. Zudem verfügt das Mate 8 noch über einen i5-Coprozessor, der sich um Dinge wie Spracherkennung, stromsparende MP3-Wiedergabe sowie Standortdienste kümmert. Der interne Speicher hat eine Kapazität von 32 GB und kann mittels microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitert werden. In Android 6.0 können Speicherkarten wie ein interner Speicher verwendet werden, es ist also auch kein Problem Apps auf die Karte zu verschieben. Der Kartenslot kann entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine Nano-SIM in Verbindung mit einer microSD-Karte aufnehmen, aber keine Micro-SIM. Auf der Unterseite befindet sich der Micro-USB-2.0-Anschluss für die Datenübertragung und für Ladevorgänge, zudem wird USB-OTG für den Anschluss von externen Speichermedien bzw. Eingabegeräten unterstützt. Die Übertragung von Medieninhalten kann über WiFi-Direct, Verbindungen mit anderen Geräten über Bluetooth 4.2 sowie NFC erfolgen. Ein FM-Radio ist ebenfalls integriert und lässt sich mit Kopfhörern verwenden. Zentral auf der Rückseite befindet sich zudem der Fingerabdruckscanner. Er speichert bis zu fünf verschiedene Abdrücke und reagiert sehr schnell und zuverlässig. Durch die Position muss das Smartphone aber immer hochgehoben werden.
Software
Als Betriebssystem kommt das neue Android 6 Marshmallow samt der herstellereigenen Bedienoberfläche Emoticon UI (EMUI) 4.0 zum Einsatz. Diese verzichtet auf einen App-Drawer und ordnet die verschiedenen Apps auf dem Homescreen an. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, lassen sich zudem Ordner anlegen. Insgesamt ist die Bedienung sehr intuitiv und vor allem auch sehr flüssig. Huawei verzichtet auf unnötige Softwarebeigaben, denn abgesehen von den üblichen Google-Apps gibt es nur einige Tools. Dazu gehört beispielsweise der Telefonmanager, mit dem man auf verschiedene Funktionen zugreifen und das Smartphone optimieren kann (Akku, RAM). Auf einen eigenen Browser verzichtet Huawei übrigens und stellt nur Chrome in Version 47 zur Verfügung.
Kommunikation & GPS
Das Huawei Mate 8 kann mit zwei Nano-SIM-Karten ausgestattet werden, allerdings unterstützt nur einer der Steckplätze Datenverbindungen via UMTS/LTE. Die einzelnen Frequenzen haben wir in den Spezifikationen am Anfang des Artikels aufgeführt. Das LTE-Modul entspricht dem Cat.6-Standard, was Transferraten von bis 300 Mbit/s bei Downloads ermöglicht (50 Mbit/s Upload), zumindest falls der Provider solche Geschwindigkeiten unterstützt. Der zweite SIM-Steckplatz kann jedoch nur für Telefonate im GSM-Netz verwendet werden. Hier bieten viele Konkurrenzprodukte mehr. Das WLAN-Modul unterstützt alle gängigen Standards inklusive dem schnellen 802.11ac in 2,4 sowie 5-GHz-Netzen. Während des Tests war der Empfang sowohl im lokalen als auch mobilen Netzwerk (T-Mobile) stets sehr gut.
Neben GPS und dem russischen GLONASS ist die Lokalisierung des Huawei Mate 8 auch mittels des chinesischen BeiDou möglich. Bereits im Gebäude werden einige Satelliten gefunden, die Ortung ist jedoch erst in Fensternähe möglich. Der erste Satfix dauert etwa 20 Sekunden, allerdings ist die Genauigkeit in diesem Fall mit 16-24 Metern nicht sehr gut. Im Freien wird die Lokalisierung noch schneller durchgeführt und die Genauigkeit verbessert sich auf 8 Meter. Hier haben wir bei den Vergleichsgeräten allerdings schon bessere Leistungen gesehen.
Zusätzlich überprüfen wir die Genauigkeit auf einer Fahrradtour und vergleichen die Ergebnisse mit dem professionellen Navigationsgerät Garmin Edge 500. Bei dem Vergleich wird schnell deutlich, dass die Positionsbestimmung beim Mate 8 seltener stattfindet, wodurch sich einige Abkürzungen ergeben. Dadurch fällt auch die Gesamtstrecke knapp 300 Meter kürzer aus. Insgesamt aber dennoch ein gutes Ergebnis und bei der Navigation im Auto sollte es keine Probleme geben.
Telefonfunktionen und Sprachqualität
Die Telefon-App kennen wir bereits von anderen Huawei-Geräten. Die App ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet neben einer Ansicht mit einem Zahlenfeld direkten Zugriff auf die Kontakte und Favoriten. Zudem ermöglicht ein Belästigungsfilter das Sperren unerwünschter Kontakte für Anrufe und Nachrichten. Beim Telefonieren selbst hatten wir keine Probleme mit Störgeräuschen oder Aussetzern. Windgeräusche werden von dem Mikrofon aber nur unzureichend herausgefiltert und bei der Verwendung der Freisprechfunktion fängt die Stimme des Gesprächspartners schnell an zu dröhnen.
Kameras & Multimedia
Auf der Vorderseite des Huawei Mate 8 verbaut der Hersteller eine 8-MP-Kamera. Diese nimmt Bilder mit bis zu 3.264 x 2.448 Pixeln (4:3) auf. Die Qualität der Optik kann uns aber nicht überzeugen, denn selbst bei guten Lichtverhältnissen wirken die Ergebnisse sehr matschig und viele Details gehen verloren. Unser Vergleich der Front- und Hauptkamera zeigt zwar eine gute Helligkeit für den vorderen Sensor, aber einen deutlichen Unterschied bei der Bildqualität.
Die Kamera-App ist bereits von anderen Huawei Geräten bekannt. Sie lässt sich leicht bedienen und bietet viele verschiedene Aufnahmemodi, die Einstellungen sind aber nur über einen kleinen Umweg zu erreichen. Es gibt auch einen Modus Dokumentenscanner, mit dem sich beispielsweise die Daten von Visitenkarten direkt verarbeiten lassen. Das klappte in unserem Test aber leider nicht sehr gut. Die verschiedenen Aufnahmemodi und Einstellungen für Bilder sowie Videos sind in den nachfolgenden Screenshots aufgeführt.
Auf der Rückseite kommt ein 16-MP-Sensor von Sony zum Einsatz, der Fotos mit bis zu 4.608 x 3.456 Pixeln (4:3) aufnimmt. Die Resultate überzeugen vor allem durch die gute Farbdarstellung, allerdings fällt die Schärfe ein wenig hinter die Konkurrenten zurück. Das bemerkt man in Szene 1 und Szene 2 vor allem an den Sträuchern und Ästen, die teilweise nur schwer voneinander zu unterscheiden sind. Auch bei schwierigeren Lichtverhältnissen (Szene 3) ist das Motiv gut erkennbar, wobei die Schärfe erneut hinter die Vergleichsgeräte zurückfällt. Beim Fotografieren ist uns zudem aufgefallen, dass es mitunter eine kleine Verzögerung beim Fokussieren geben kann, insgesamt ist die Geschwindigkeit aber dennoch gut. Der rückwärtige Sensor wird von einem zweifarbigen LED-Blitz unterstützt, der zumindest auf kurze Entfernung ordentlich funktioniert und das Motiv aufhellt.
Videos können maximal in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) und 60 fps aufgenommen werden, Aufnahmen in 4K sind nicht möglich. Huawei bietet auch einen Bildstabilisator an, der jedoch nicht bei FHD 60 fps, sondern nur FHD 30 fps und darunter verfügbar ist. Interessanterweise sind die 60-fps-Aufnahmen im direkten Vergleich auch deutlich dunkler, bieten bei guten Lichtverhältnissen aber die besten Aufnahmen. Bei wenig Restlicht sollte man lieber FHD 30 fps auswählen, da sonst viele Details zu dunkel dargestellt werden bzw. kaum noch sichtbar sind.
Bildervergleich
Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.
Szene 1Szene 2Szene 3Farbtreue & Schärfe
Unter kontrollierten Lichtbedingungen machen wir zudem Bilder von dem X-Rite ColorChecker Passport und dem Testchart, um die Farbtreue und auch die Schärfe zu beurteilen. Die Bilder werden im Nachhinein nicht bearbeitet (beispielsweise Weißabgleich).
Bei dem ColorChecker Passport sind im unteren Bereich jeder Farbe jeweils die Originalfarben abgebildet. Hier bemerkt man sofort, dass die Kamera des Mate 8 die Farben zu dunkel bzw. kräftig darstellt. Daher kommt es im direkten Vergleich bei fast allen Farbtönen zu sichtbaren Abweichungen, die Farbdarstellung der Bilder gefällt uns aber subjektiv gut. Das Bild unseres Testcharts profitiert von der hohen Auflösung. In dem Abschnitt aus der Bildmitte sieht man nur minimale Unschärfen, zu den Rändern hin lässt die Schärfe allerdings nach.
Zubehör
In der Verpackung des Huawei Mate 8 finden wir neben den üblichen Beigaben, wie einem modularen 10-Watt-Netzteil, einem USB-Kabel, einem Headset, einer Schnellstartanleitung sowie Garantieinformationen auch noch eine transparente Kunststoffschutzhülle zum Aufstecken.
Garantie
Der Garantiezeitraum für das Smartphone beträgt 24 Monate.
Eingabegeräte & Bedienung
Die Tastatur "Huawei Swype" ist standardmäßig aktiviert und überzeugt mit schnellen Eingaben. Zudem bietet sie alle gängigen Funktionen wie Wortvorschläge, Wischeingaben und Rechtschreibkorrektur. Vor allem im Querformat sind die einzelnen Buchstaben angenehm groß, auch wenn in diesem Fall nicht mehr viel vom eigentlichen Bild übrig bleibt. Alternativ lässt sich auch die standardmäßige Google-Tastatur auswählen, oder aber ein alternatives Modell aus dem Play-Store laden.
Die Bedienung des Betriebssystems klappt jederzeit einwandfrei und alle Eingaben werden stets verzögerungsfrei umgesetzt. Der große Touchscreen bietet sehr gute Gleiteigenschaften und ist auch in den Randbereichen reaktionsfreudig. Die Android-Buttons sind als Bildschirmtasten ausgeführt und nehmen einen Teil des Bildschirms ein, in dem Browser bleiben von den 1.920 x 1.080 Pixeln beispielsweise nur 1.794 x 1.080 Pixel übrig.
Display
Wie schon bei dem Vorgänger Ascend Mate 7 verwendet Huawei für das neue Mate 8 erneut ein 6 Zoll großes IPS-Neo-Display mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Zwar bieten einige Konkurrenten schon höhere Auflösungen, die vorliegende Pixeldichte von 367 PPI bietet aber dennoch scharfe Bilder und auch bei genauerem Hinsehen sind keine individuellen Pixel sichtbar.
Die maximale Helligkeit bei einem reinweißen Hintergrund liegt bei sehr guten 527 cd/m². Zusätzlich überprüfen wir auch noch die Helligkeit bei einem gleichmäßig verteilten Anteil von hellen und dunklen Flächen (APL50). Hierbei sinkt die Helligkeit leicht auf 467 cd/m². Mit dem eingeschalteten Helligkeitssensor kann die Helligkeit nicht noch weiter erhöht werden. Der Schwarzwert ist mit 0,35 cd/m² (APL50 0,37 cd/m²) typisch für ein IPS-Panel und resultiert in einem exzellenten Kontrastverhältnis von fast 1.500:1. Damit liegt das Mate 8 vor seinen LCD-basierten Konkurrenten, während die Vergleichsgeräte mit einem AMOLED-Panel zwar oftmals einen leichten Nachteil bei der Helligkeit haben, diesen jedoch mit dem theoretisch unbegrenzten Kontrast locker wieder ausgleichen können.
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Ausleuchtung: 94 %
Helligkeit Akku: 514 cd/m²
Kontrast: 1469:1 (Schwarzwert: 0.35 cd/m²)
ΔE Color 5.08 | 0.5-29.43 Ø4.92
ΔE Greyscale 5.49 | 0.5-98 Ø5.2
99.84% sRGB (Argyll 1.6.3 3D)
79.95% AdobeRGB 1998 (Argyll 1.6.3 3D)
90.8% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
99.9% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
89.6% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
Gamma: 2.08
Huawei Mate 8 Mali-T880 MP4, Kirin 950, 32 GB eMMC Flash | Samsung Galaxy S6 Edge+ Mali-T760 MP8, Exynos 7420, 32 GB UFS 2.0 Flash | Google Nexus 6P Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash | Apple iPhone 6S Plus A9 / PowerVR GT7600, A9, Apple AP0064K (iPhone NVMe) | Microsoft Lumia 950 XL Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash | Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML PowerVR G6430, Z3580, 128 GB eMMC Flash | Motorola Moto X Style Adreno 418, 808 MSM8992, 32 GB eMMC Flash | |
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Bildschirm | 8% | 15% | 0% | 6% | -27% | -6% | |
Helligkeit Bildmitte | 514 | 335.7 -35% | 363 -29% | 583 13% | 297 -42% | 425 -17% | 538 5% |
Brightness | 513 | 332 -35% | 365 -29% | 560 9% | 297 -42% | 395 -23% | 528 3% |
Brightness Distribution | 94 | 89 -5% | 90 -4% | 91 -3% | 93 -1% | 88 -6% | 92 -2% |
Schwarzwert * | 0.35 | 0.46 -31% | 0.5 -43% | 0.66 -89% | |||
Kontrast | 1469 | 1267 -14% | 850 -42% | 815 -45% | |||
Delta E Colorchecker * | 5.08 | 2.33 54% | 2.34 54% | 3.55 30% | 2.67 47% | 7.05 -39% | 2.63 48% |
Colorchecker dE 2000 max. * | 8.28 | 3.98 52% | |||||
Delta E Graustufen * | 5.49 | 2.15 61% | 1.03 81% | 3.88 29% | 2.81 49% | 6.38 -16% | 3.24 41% |
Gamma | 2.08 106% | 2.15 102% | 2.23 99% | 2.2 100% | 2.08 106% | 1.63 135% | 2.17 101% |
CCT | 7254 90% | 6184 105% | 6429 101% | 7280 89% | 6379 102% | 6776 96% | 6906 94% |
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998) | 79.95 | 59.05 -26% | 66.31 -17% | ||||
Color Space (Percent of sRGB) | 99.84 | 92.8 -7% | 99.79 0% |
* ... kleinere Werte sind besser
Subjektiv kann uns die Bilddarstellung überzeugen, wir überprüfen die Genauigkeit des Panels aber auch noch mit einem Spektralfotometer und der professionellen Software CalMAN. Im Vergleich zum sRGB-Farbraum liegt die durchschnittliche DeltaE-Abweichung bei hohen 5,08 für die Farben und 5,49 für die Graustufen (Idealwert kleiner 3). Diese Ergebnisse werden lediglich vom Asus ZenFone 2 Deluxe überboten, alle anderen Vergleichsgeräte schneiden deutlich besser ab. Auch die Farbtemperatur ist mit 7.254 K (ideal: 6.500 K) etwas zu kühl und wir können auch einen minimalen Blaustich erkennen, der in der Praxis jedoch kaum stört. In den Optionen lässt sich die Farbtemperatur über einen Schieberegler aber auch den eigenen Wünschen anpassen. Huawei bewirbt eine Farbraumabdeckung von 95 % (NTSC), laut unseren Messungen wird dieser Standard zu 92 % abgedeckt, sRGB beinahe vollständig (99,84 %) und AdobeRGB immerhin zu 80 %.
Dank der guten Helligkeit und dem exzellenten Kontrastverhältnis steht der Verwendung im Freien nichts im Weg. Selbst an hellen Tagen lässt sich der Bildschirminhalt gut erkennen. Wie bei allen spiegelnden Displays sollte man jedoch auf Lichtquellen achten und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
Reaktionszeiten (Response Times) des Displays
↔ Reaktionszeiten Schwarz zu Weiß | ||
---|---|---|
38 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert | ↗ 9.2 ms steigend | |
↘ 28.8 ms fallend | ||
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam. Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.1 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 95 % aller Screens waren schneller als der getestete. Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (21 ms). | ||
↔ Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau | ||
44 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert | ↗ 19 ms steigend | |
↘ 25 ms fallend | ||
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam. Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.165 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 71 % aller Screens waren schneller als der getestete. Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (32.9 ms). |
Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)
Flackern / PWM nicht festgestellt | |||
Im Vergleich: 53 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 8747 (Minimum 5, Maximum 343500) Hz. |
Die IPS-NEO-Technologie basiert auf der regulären IPS-Technologie, soll aber vor allem aus weiten Blickwinkeln eine tiefere Schwarzdarstellung ermöglichen. In der Praxis sind die Blickwinkel sehr gut und erst aus extremen Positionen gibt es einen leichten Helligkeitsverlust. In diesem Fall dürften Reflexionen jedoch das größere Problem darstellen.
Leistung
Der SoC des Huawei Mate 8 trägt die Bezeichnung Kirin 950 und stammt von Huaweis Tochterfirma HiSilicon. Die Besonderheit des 64-bit-Chips sind die neuen Cortex-A72-Kerne von ARM, die in einem neuen 16-nm-Verfahren hergestellt werden. Neben einer gesteigerten Leistung versprechen sie vor allem eine höhere Effizienz. Die vier A72-Kerne (bis zu 2,3 GHz) arbeiten in einem big.LITTLE-Verbund mit vier Cortex-A53-Kernen (bis zu 1,8 GHz). Zudem verbaut Huawei noch einen sogenannten i5-Coprozessor. Unser Testmodell kommt mit 3 GB RAM und 32 GB internem Speicher daher, alternativ gibt es auch noch eine Version mit 4 GB RAM/64 GB Speicher. Diese wird im deutschsprachigen Raum bisher allerdings nicht angeboten.
In den Benchmarks schlägt sich der neue Prozessor sehr gut und kann die Android-Konkurrenz, inklusive dem schnellen Exynos 7420 des Samsung Galaxy S6 Edge+, hinter sich lassen. Lediglich in den Single-Core-Tests wird der Kirin 950 vom Apple A9 im Apple iPhone 6S Plus geschlagen.
Die Grafikkarte ARM Mali-T880 MP4 kann da nicht ganz mithalten und fällt teilweise hinter die Mali-T760 MP8 des Samsung Galaxy S6 Edge+ sowie der Adreno 430 zurück. Insgesamt ist die Leistung aber dennoch sehr gut und sollte auch für anspruchsvolle Spiele in Full-HD ausreichen. Weitere Informationen zur GPU sind hier verfügbar.
Geekbench 3 | |
32 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
32 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
64 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Motorola Moto X Style | |
64 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Motorola Moto X Style |
PCMark for Android | |
Work 2.0 performance score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Work performance score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Motorola Moto X Style |
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7 | |
T-Rex Onscreen (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
Motorola Moto X Style | |
1920x1080 T-Rex Offscreen (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
Motorola Moto X Style |
GFXBench 3.1 | |
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Motorola Moto X Style | |
1920x1080 Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Motorola Moto X Style |
Basemark ES 3.1 / Metal - offscreen Overall Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Motorola Moto X Style |
Basemark X 1.1 | |
High Quality (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Medium Quality (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Microsoft Lumia 950 XL |
Lightmark - 1920x1080 1080p (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ |
Epic Citadel | |
Ultra High Quality (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
High Quality (nach Ergebnis sortieren) | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
High Performance (nach Ergebnis sortieren) | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ |
Wir haben die Browser-Tests mit dem vorinstallierten Chrome 47 durchgeführt. Die Ergebnisse sind insgesamt sehr gut und das Huawei Mate 8 kann sich in der Regel deutlich von den Android-Konkurrenten absetzen. Lediglich das Apple iPhone 6S Plus ist in diesem Bereich unerreichbar vorne, zudem ist das Lumia 950 XL in Sunspider 11 % schneller.
WebXPRT 2015 - Overall (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Motorola Moto X Style |
JetStream 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
Motorola Moto X Style |
Mozilla Kraken 1.1 - Total (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
Motorola Moto X Style |
Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML | |
Motorola Moto X Style |
Google V8 Ver. 7 - Google V8 Ver. 7 Score (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Google Nexus 6P | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL | |
Motorola Moto X Style |
Browsermark - 2.1 (nach Ergebnis sortieren) | |
Huawei Mate 8 | |
Samsung Galaxy S6 Edge+ | |
Apple iPhone 6S Plus | |
Microsoft Lumia 950 XL |
* ... kleinere Werte sind besser
Die Leistung des internen Speichers bewegt sich auf dem guten Niveau des Nexus 6P, welches ebenfalls von Huawei gebaut wird. Nur bei den zufälligen Schreibvorgängen schneidet das Huawei Mate 8 nochmal besser ab. Von den 32 GB stehen dem Nutzer nach dem ersten Einschalten noch etwas mehr als 24 GB für eigene Apps und Dateien zur Verfügung.
Zusätzlich haben wir die Leistung des Kartenlesers mit unserer Referenzkarte von Toshiba (Exceria SD-CX32UHSI) überprüft. Die Leistung ist mit 69 MB/s beim Lesen und 17,5 MB/s beim Schreiben aber nur durchschnittlich. Vor allem beim Kopieren von großen Dateien kann es daher etwas länger dauern als nötig.
Spiele
Das Huawei Mate 8 eignet sich dank der schnellen ARM Mali-T880-MP4-GPU und dem großen Bildschirm sehr gut zum Spielen. Selbst anspruchsvolle Titel wie Modern Combat 5 oder Asphalt 8: Airborne lassen sich mit hohen Details flüssig spielen. Die Sensoren tragen ihren Teil zur guten Spielerfahrung bei, lediglich der Lautsprecher auf der Unterseite wird beim Spielen im Querformat schnell verdeckt.
Emissionen
Temperatur
Im Leerlauf wärmt sich das Gerät im unteren Bereich der Vorderseite leicht auf, insgesamt bleibt es aber sehr kühl. Erst unter Last wird es fühlbar wärmer. Im oberen Bereich können wir bis zu 42 °C messen, was beim Spielen auf jeden Fall spürbar ist.
Aber wie sieht es mit den Temperaturen der Komponenten aus? Wir überprüfen die Leistungsfähigkeit unter andauernder Last mit dem Akkutest von GFXBench. Dabei wird der T-Rex-Test dreißigmal wiederholt, während das Tool die Leistung, den Akkustand und die Temperaturen aufzeichnet. Das Mate 8 schlägt sich für solch ein leistungsfähiges Gerät sehr gut. Erst nach siebzehn Durchläufen beginnt die Leistung abzufallen, sinkt im schlimmsten Fall aber nur um etwa 9 Prozent. Damit sollte es auch bei langen Gaming-Sessions zu keinen spürbaren Leistungseinbußen kommen.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 42 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.1 °C (von 21.9 bis 63.2 °C für die Klasse Smartphone).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 37.5 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 33.9 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 30.9 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 32.8 °C.
Lautsprecher
An der unteren Kante befindet sich ein Monolautsprecher, auf dem Tisch liegend wird er also nicht verdeckt. Die Lautstärke ist mit maximal 87 dB(A) sehr hoch, ab etwa 70 % des maximalen Pegels kommt es aber zu hörbaren Verzerrungen und die Musik klingt nicht mehr sehr ansprechend. Insgesamt ist der Klang aufgrund des fehlenden Basses nicht sehr ausgewogen. Softwareoptimierungen für die Wiedergabe über den Lautsprecher gibt es nicht, da die DTS-Funktion nur bei angeschlossenem Kopfhörern zur Verfügung steht. Während das Ergebnis vor allem bei günstigen Kopfhörern etwas voller wirkt, sollte man die Verbesserungen für eine möglichst naturgetreue Wiedergabe deaktivieren. Die Verbindung mit unserem Bluetooth-Lautsprecher Denon Envaya Mini klappte problemlos und auch die Wiedergabe war frei von Aussetzern.
Akkulaufzeit
Energieaufnahme
Bei den Verbrauchsmessungen sind teilweise verschiedenen Messgeräte zum Einsatz gekommen, weshalb nicht alle Geräte direkt miteinander vergleichbar sind. Im Leerlauf schlägt sich vor allem das Google Nexus 6P besser, mit maximal 2,28 Watt geht aber auch der Verbrauch des Mate 8 in Ordnung. Besonders sparsam zeigt sich das Smartphone von Huawei unter Last. Durchschnittlich sind es hier gerade einmal 3,9 Watt und selbst bei voller Auslastung zeigt unser Messgerät nur 4,69 Watt an, was die gesteigerte Effizienz des Prozessors bestätigt. Die Konkurrenten verbrauchen hier mindestens ein Drittel mehr. Das mitgelieferte 10-Watt-Netzteil hat mit diesen Verbrauchswerten natürlich keine Probleme.
Aus / Standby | 0.07 / 0.3 Watt |
Idle | 0.85 / 2.07 / 2.28 Watt |
Last |
3.91 / 4.69 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: Gossen Metrahit Energy |
Huawei Mate 8 Mali-T880 MP4, Kirin 950, 32 GB eMMC Flash | Google Nexus 6P Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash | Apple iPhone 6S Plus A9 / PowerVR GT7600, A9, Apple AP0064K (iPhone NVMe) | Microsoft Lumia 950 XL Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash | Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML PowerVR G6430, Z3580, 128 GB eMMC Flash | Motorola Moto X Style Adreno 418, 808 MSM8992, 32 GB eMMC Flash | |
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Stromverbrauch | -19% | 7% | -110% | -20% | -7% | |
Idle min * | 0.85 | 0.83 2% | 0.5 41% | 2.85 -235% | 1.1 -29% | 0.7 18% |
Idle avg * | 2.07 | 1.09 47% | 1.9 8% | 2.95 -43% | 2.2 -6% | 2.2 -6% |
Idle max * | 2.28 | 1.17 49% | 2.2 4% | 3.26 -43% | 2.4 -5% | 2.3 -1% |
Last avg * | 3.91 | 7.49 -92% | 3.2 18% | 8.92 -128% | 4.2 -7% | 3.9 -0% |
Last max * | 4.69 | 9.51 -103% | 6.4 -36% | 9.39 -100% | 7.2 -54% | 6.8 -45% |
* ... kleinere Werte sind besser
Akkulaufzeit
In Verbindung mit dem 4.000-mAh-Akku und den geringen Verbrauchswerten ergeben sich exzellente Akkulaufzeiten. Unter optimalen Bedingungen (WLAN-Leseskript, minimale Helligkeit) hält das Huawei Mate 8 mehr als 31 Stunden durch und im Extremfall (Stability Test, maximale Helligkeit) sind immer noch 4:16 Stunden drin. Hier profitiert das Testgerät von dem effizienten SoC und übertrifft alle Vergleichsgeräte deutlich, lediglich das Nexus 6P schafft noch einige Minuten mehr.
Auch bei den Tests mit einer angepassten Helligkeit von 150 cd/m² schlägt sich das Testgerät exzellent und kann die Konkurrenz deutlich schlagen. Im WLAN-Test schafft das Smartphone beinahe 14,5 Stunden und liegt mehr als 5 Stunden vor dem nächsten Konkurrenten. Die Wiedergabe eines Full-HD-Videos (Big Buck Bunny, H.264, WLAN aus) ist sogar 16 Stunden lang möglich. Erneut müssen sich die Vergleichsgeräte deutlich geschlagen geben.
Falls das noch nicht ausreicht, bietet Huawei noch den Ultra-Energiesparmodus. Dabei wird die Funktionalität jedoch auf wesentliche Anruf- und Nachrichtenfunktionen reduziert, weshalb er nur im Notfall eingesetzt werden sollte. Mit dem beiliegenden 10-Watt-Netzteil beträgt die Ladedauer rund 2 Stunden und 20 Minuten, allerdings stehen nach einer Stunde bereits 70 % wieder zur Verfügung.
Huawei Mate 8 Mali-T880 MP4, Kirin 950, 32 GB eMMC Flash | Samsung Galaxy S6 Edge+ Mali-T760 MP8, Exynos 7420, 32 GB UFS 2.0 Flash | Google Nexus 6P Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash | Apple iPhone 6S Plus A9 / PowerVR GT7600, A9, Apple AP0064K (iPhone NVMe) | Microsoft Lumia 950 XL Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash | Asus Zenfone 2 Deluxe ZE551ML PowerVR G6430, Z3580, 128 GB eMMC Flash | Motorola Moto X Style Adreno 418, 808 MSM8992, 32 GB eMMC Flash | |
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Akkulaufzeit | -26% | -29% | -26% | -42% | -51% | -42% | |
Idle | 1872 | 1459 -22% | 1447 -23% | 1655 -12% | 1078 -42% | 1141 -39% | |
H.264 | 963 | 533 -45% | 714 -26% | 611 -37% | 383 -60% | ||
WLAN | 865 | 501 -42% | 375 -57% | 513 -41% | 369 -57% | 420 -51% | 400 -54% |
Last | 256 | 223 -13% | 280 9% | 197 -23% | 179 -30% | 219 -14% |
Pro
Contra
Fazit
Mit seinem edlen Gehäuse und der hohen Leistung hat uns das Huawei Mate 8 im Test sehr gut gefallen. Zwar ist das Gerät aufgrund des großen 6-Zoll-Displays ein ziemlicher Brocken, dank dem schmalen Rahmen ist die Bedienung aber immer noch komfortabel. Neben der sehr hohen Leistung kann uns auch die Effizienz des neuen Kirin-950-SoC überzeugen, denn in Verbindung mit dem großen 4.000-mAh-Akku sind enorme Akkulaufzeiten möglich. In der Regel sollte man zwei Tage überbrücken können, ohne das Smartphone wieder aufzuladen. Android 6.0 mit der herstellereigenen EMUI-4.0-Oberfläche lässt sich stets flüssig bedienen und der Hersteller verzichtet zudem auf überflüssige Bloatware.
Kann das Mate 8 also mit den anderen High-End-Geräten konkurrieren? Nicht ganz, denn an einigen Stellen wäre durchaus noch mehr drin gewesen. Das FHD-Display zeigt recht hohe Farbabweichungen, es gibt keine 4K-Videos, das GPS-Modul könnte besser sein und auch die Dual-SIM-Unterstützung könnte besser sein, denn nur einer der beiden Slots ermöglicht mobile Datenverbindungen. Für einige dieser Features müssen wir aller Voraussicht nach auf das kommende Flaggschiff Huawei P9 warten, welches im März erscheinen soll. Dennoch ist das Mate 8 ein tolles Gerät. Wer also ein edles Smartphone mit einem riesigen Display sowie langen Akkulaufzeiten sucht und den hohen Preis nicht scheut, kann bedenkenlos zugreifen.
Das Gehäuse, die Leistung und die Ausdauer des neuen Huawei Mate 8 sind exzellent, nur bei den Funktionen bieten einige der Konkurrenten noch mehr.
Huawei Mate 8
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13.04.2016 v5 (old)
Andreas Osthoff
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