Test mySN MB6.a Notebook
Schlicht und schnell.
Von außen mag das Schenker mySN MB6.a ja nicht so wahnsinnig viel hermachen, aber im Inneren schlägt ein starkes Herz, nämlich ein Core i5. Der sollte das von Schenker als Business-Notebook verkaufte Gerät auch für Endverbraucher interessant machen. Wir haben das in unserem ausführlichen Test überprüft.
Das Schenker mySN MB6.a basiert auf einem Barebone der Firma Clevo, die auch andere Hersteller, wie beispielsweise Nexoc, beliefert. Der Vorteil davon: Wie fast alle Notebooks von Schenker kann man sich auch beim MB6.a seine Komponenten ganz nach Belieben zusammenstellen, jedenfalls innerhalb des Angebots des Herstellers.
Das ist aber relativ groß: Vom Core i3 bis zum Core i7 als Prozessor, von der 250 GByte Festplatte zur 256 GByte SSD und von kein Betriebssystem bis hin zu Windows 7 Ultimate reicht die Spanne innerhalb derer man die Komponenten konfigurieren kann.
Auch Arbeitsspeicher, optisches Laufwerk, Bluetooth, WLAN und Garantieoptionen lassen sich frei bestimmen. Wer möchte kann sich sogar eine fremdsprachige Tastatur einbauen lassen. Einzig die Grafikkarte bleibt immer gleich: Eine ATI Radeon 4570 kommt auch bei unserem Testsystem zum Einsatz, das außerdem einen Core i5-520M beinhaltete und in dieser Konfiguration auf 1049 Euro kommt.
Der angesprochene Barebone von Clevo glänzt eher durch Zurückhaltung, denn durch besonders auffälliges Design. Uns erinnert die Formensprache an Sony, da die Handballenauflage höher liegt als die Tastatur, die zudem als Chiclet-Keyboard ausgeführt ist. Schwarzes Plastik findet man allerorten, immerhin wurde auf fingerabdruckempfindliche Hochglanzflächen verzichtet, wenn man einmal von der Monitoreinrahmung absieht.
Die Stabilität des Gehäuses hinterlässt leider nur einen mittelmäßigen Eindruck: Zwar sind alle Teile fest und mit sehr knappen Spaltmaßen miteinander verbunden, allerdings lässt sich der Monitor stark verwinden und ist vor allem im unteren, mittleren Bereich sehr, sehr nachgiebig. Vor Druck von hinten ist das 15,6 Zoll-Display ebenfalls nicht sonderlich gut geschützt: Er wird schnell auf dem Bildschirm sichtbar. Auch die Tastatur biegt sich bei Druck schnell durch und hebt man das Notebook an einer Ecke an, ist teilweise ein Nachgeben des Gehäuses, in jedem Fall aber ein Knarzen zu hören.
37,4 mal 25,6 mal 3,8 Zentimeter misst das Gehäuse und ist damit auch nicht sonderlich kompakt, besonders die Höhe des geschlossenen Gerätes ist beachtlich. Mit einem Gewicht von 2670 Gramm für das Notebook und weiteren 540 Gramm für das Netzteil ist das MB6.a außerdem kein ausgesprochenes Leichtgewicht. Mit dem optionalen 9 Zellen-Akku wird das Gewicht nochmal etwas höher ausfallen.
An Steckplätzen hat das mySN MB6.a einiges zu bieten, auch wenn die Ports nur links und rechts am Gehäuse verbaut sind. Das Angebot beginnt auf der linken Seite vorne mit einem Kartenleser, der insgesamt sieben verschiedene Formate lesen kann: SD, Mini SD, MMC, RSMMC, Memory Stick, Memory Stick Pro und Memory Stick Duo. Weiter geht es mit zwei USB 2.0-Anschlüssen, einem HDMI-Port, ein eSATA-Port, der übrigens nicht als USB-Anschluss genutzt werden kann, sowie LAN- und VGA-Schnittstelle. Ganz hinten findet sich links noch der Stromanschluss.
Rechts findet sich zunächst ein Soundausgang für SPDIF-Signale, dann der Mikrofoneingang und der Kopfhörerausgang. Dahinter ein weiterer USB 2.0-Anschluss, dann das optische Laufwerk und ganz hinten ein Anschluss für ein Kensington Lock.
Ein optischer Wermutstropfen sind die weiteren möglichen Anschlüsse, wie Modem und Expresscard-Slot, die mit Plastikkappen verschlossen sind. Ansonsten ist sowohl die Anordnung als auch die Vielfalt der Anschlüsse sehr in Ordnung. Für den wirklich ernsthaften Business-Einsatz wäre vielleicht ein Display-Port wünschenswert gewesen, allerdings lässt es sich wohl in den allermeisten Fällen auch mit HDMI gut auskommen.
An drahtlosen Verbindungen steht WLAN zur Verfügung, wobei man das Modul aus Intels aktueller Centrino-Palette recht frei wählen kann. In unserem Modell war die Advanced N6200-Karte verbaut, die alle aktuellen 802.11-Standards unterstützt, also a/b/g und n. Auch ein Bluetooth-Modul war in unserem Testgerät verbaut, es ermöglichte Kommunikation nach Standard 2.1 mit EDR.
Die 1,3 MPixel-Webcam oberhalb des Bildschirms liefert gute Bilder und der zwischen den Touchpadtasten verbaute Fingerabdrucksensor funktionierte zuverlässig.
Software
Wer sparen möchte, oder Linux installieren, der bekommt das mySN MB6.a auf Wunsch komplett ohne Betriebssystem, wer Windows 7 oder Windows Vista haben möchte, dem bietet Schenker alle verfügbaren Versionen zu normalen Preisen auf seiner Homepage an – auch die Installation ist kostenfrei zu haben.
Hat man sich für ein Betriebssystem entschieden und es vorinstallieren lassen, so bekommt man eine saubere Installation ohne Bloatware, also unnötige Testversionen oder Werbeprogramme. Lediglich das Programm BisonCam für die Webcam und eine Security Suite, die den eingebauten Fingerabdruckscanner nutzt, sind enthalten.
Power DVD 9 und Nero Essentials liegen zudem auf DVD bei, Sicherheits- und Office-Software kann man auf Wunsch ebenfalls gleich mitbestellen.
Tastatur
Die Tastatur ist als Chiclet-Keyboard, also mit Einzeltasten und recht großen Abständen zwischen den einzelnen Keys verbaut. Das gibt einerseits Sicherheit, welche Taste man gerade drückt, braucht andererseits aber auch mehr Platz im Gehäuse. Durch den 16:9 Bildschirm und die dadurch bedingte breite Bauweise des Notebooks schafft es Schenker trotzdem, einen Ziffernblock zu integrieren und die Tasten mit einer Breite von 1,4 Zentimetern trotzdem recht groß zu halten.
Das Schreibgefühl ist nichtsdestoweniger seltsam. Das liegt weniger am eigentlichen Gefühl, als vielmehr an dem seltsamen Klang des Keyboards. Denn obwohl die Härte des Anschlags und auch der Hub der Tasten in Ordnung sind, hört sich das Keyboard an, als würde jeder Tastendruck im Gehäuse nachhallen. Das vermittelt ein nicht gerade wertiges Gefühl.
Die Anordnung der Tasten dagegen ist tadellos, lediglich Bild oben, Bild unten, Pos 1 und Ende mussten auf Tastenkombinationen zwischen den Pfeiltasten und "Fn" ausweichen. Insgesamt lässt es sich mit dem Keyboard ganz vernünftig arbeiten, wegen des seltsamen und recht lauten Klangs beim Tastenanschlag, sollte man aber diesbezüglich nicht allzu empfindlich sein. Ein kleines Goodie ist der 9 Zellen-Akku, der das ganze Gehäuse und damit auch das Keyboard ergonomisch neigt, wenn er verbaut ist.
Touchpad
Das Touchpad sitzt nur leicht nach links versetzt im Gehäuse und ist somit für Rechts- und Linkshänder gut nutzbar. Durch eine leichte Absenkung und ein auch fühlbares, weißes Punktmuster ist die berührungsempfindliche Fläche vom Rest der Handballenauflage abgegrenzt. Am rechten Rand gibt es einen Scroll-Balken und unterhalb des Touchpads sitzen zwei Tasten, die als Ersatz für die beiden Maustasten dienen.
Als Mausersatz ist das Touchpad noch ganz in Ordnung, mit einem Finger lässt sich der Mauszeiger gut bewegen und die beiden Tasten sprechen zuverlässig an. Der Scrollbalken funktioniert wesentlich unzuverlässiger und lässt sich kaum dazu bewegen, ein Dokument zu scrollen. Auch die Multi-Touch-Gesten, die das Touchpad eigentlich versteht, werden entweder nicht erkannt oder nur sehr träge umgesetzt, so dass man meist bereits den nächsten Befehl gegeben hat.
Als Display hat man beim mySN MB6.a die Wahl zwischen einem glänzenden, mit 1366 mal 786 Pixeln auflösenden Panel und einem matt beschichteten Monitor mit 1600 mal 900 Pixeln Auflösung. In unserem Testgerät war letzteres verbaut.
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Ausleuchtung: 76 %
Helligkeit Akku: 236 cd/m²
Kontrast: 715:1 (Schwarzwert: 0.33 cd/m²)
Durchschnittlich leuchtet das Display mit 214,2 cd/m², was einen guten Mitelklassewert darstellt. Die dunkelste Stelle befindet sich mit 182 cd/m² dabei im oberen linken Eck, während die untere linke Ecke mit 239 cd/m² am hellsten leuchtet. Dadurch ist der Monitor insgesamt zu etwas über 76% gleichmäßig ausgeleuchtet, auch das ein mittlerer Wert.
Der Schwarzwert hingegen überzeugte uns schon subjektiv: Schwarze Flächen leuchten nicht etwa milchig grau, sondern sind tatsächlich sehr dunkel. Auch der Messwert bestätigt dies: Ein Schwarzwert von 0,33 und ein sich daraus ergebender Kontrast von 715:1 sind spitze.
So kommt es, dass helles Tageslicht ein Arbeiten zwar erschwert, aber keineswegs unmöglich macht, auch bei Sonneneinstrahlung kann man noch erkennen, was sich auf dem Bildschirm tut. Die Blickwinkel sind leicht besser, als bei anderen Displays dieser Klasse, nach oben und unten aber trotzdem zu eng.
Als Kernkomponenten verbaut Schenker in unserem Testgerät einen Intel Core i5 520M, der mindestens mit 2,40 GHz taktet und mit Turbo-Boost bis zu 2,93 GHz erreicht, dann arbeitet der Prozessor allerdings nur mit einem Kern. Physisch vorhanden sind zwei Rechenkerne, die bis zu 4 Threads gleichzeitig abarbeiten.
Die Grafikkarte stammt von ATI und trägt die Bezeichnung Radeon 4570HD. Als Grafikspeicher stehen 512 MByte zur Verfügung. Die Grafikkarte, die noch keine Direct X 11-Effekte beherrscht, rangiert aktuell in Leistungsklasse 2 in unserem Grafikkartenvergleich, allerdings am unteren Ende. Somit sollte Spielen möglich sein, Einschränkungen hinsichtlich Auflösung, Effekten und Framerate sollte man aber hinnehmen können.
4096 MByte an DDR3-RAM mit einer Taktung von 1333 MHz verbaut Schenker zudem in unserem Testgerät, bis zu 8192 MByte sind möglich. Insofern man aber keine riesigen Fotos bearbeitet oder Filmschnitt betreiben will, sollten 4 GByte Arbeitsspeicher aber vorerst ausreichen.
PCMark Vantage Result | 6272 Punkte | |
Hilfe |
Ein ausgewogenes Trio aus Prozessor, Grafik und Arbeitsspeicher stellt Schenker hier zusammen. Eine sinnvolle Konfiguration, bei der keine Komponente zu schwach ist. Das zeigt sich schon im Windows 7 Leistungsindex, bei dem alle Komponenten einen ähnlichen Wert erringen.
Der Prozessor zeigt sich dabei leicht stärker und das belegen auch die restlichen Benchmarkwerte: 8165 Punkte im Multi-Core-Benchmark des Cinebench R10, 6272 Punkte im PCMark Vantage und 2762 Punkte im CPU-Benchmark des 3DMark06. Damit sollten selbst die anspruchsvollsten Programme, mit denen ein normaler Büronutzer seinen Computer normalerweise füttert, problemlos laufen.
Auch bei den 3DMarks zeigt sich das System schnell, ab dem 3DMark06 werden die erzielten Punktzahlen allerdings wesentlich geringer, so dass aktuelle 3D-Spiele nur noch sehr eingeschränkt laufen dürften.
3DMark 2001SE Standard | 16530 Punkte | |
3DMark 03 Standard | 8376 Punkte | |
3DMark 05 Standard | 6386 Punkte | |
3DMark 06 1280x768 Score | 2901 Punkte | |
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Geräuschemissionen
Im Idle-Betrieb gibt der Lüfter noch den Flüstermann und seuselt leise mit 34,3 dB(A) vor sich hin. Dazu gesellt sich die Festplatte mit ebenfalls leisen 35,4 dB(A). Allerdings ist es mit dem leisen Betriebsgeräusch bei der kleinsten Belastung recht schnell vorbei: Zwar nicht dauerhaft, aber immer mal wieder muss der Lüfter auch bei leichten Tätigkeiten höherdrehen, um die erwärmte Luft aus dem Gehäuse zu kriegen. Das äußert sich dann in deutlich hörbaren 45,9 dB(A).
Unter starker Belastung können es sogar noch mehr werden: Fast schon unangenehme 49 dB(A) messen wir als Höchstwert bei Belastung, immerhin 47,2 dB(A) im Durchschnitt. Auch bei der DVD-Wiedergabe bleibt der Lüfter konstant an, so dass dann ein Betriebsgeräusch von 45,6 dB(A) herrscht, was den Filmgenuss doch stören kann.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 34.3 / 34.3 / 45.9 dB(A) |
HDD |
| 35.4 dB(A) |
DVD |
| 45.6 / dB(A) |
Last |
| 47.2 / 49 dB(A) |
| ||
30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
||
min: , med: , max: (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Bei der Temperatur sieht es besser aus, der starke Lüftereinsatz scheint sich hier auszuzahlen: Als absolutes Maximum messen wir an der Gehäuseunterseite 38,9 Grad Celsius unter Last. Das ist zwar deutlich spürbar, aber ein immer noch befriedigender Wert.
Angenehm ist auch, dass die Handballenauflage zu allen Zeiten einigermaßen kühl bleiben, maximal messen wir hier im linken Bereich 31,7 Grad Celsius. Das Netzteil hingegen kann sich schon mal auf 51,3 Grad erwärmen, da verbrennt man sich zwar noch nicht die Finger, sollte sich aber auf das Gefühl bereit machen, eine laufende Heizung anzufassen.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 38.4 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.3 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 39.5 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.8 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 32 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.5 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 31.7 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 27.7 °C (-4 °C).
Lautsprecher
Günstig platziert sind die Lautsprecher, die von unterhalb des Bildschirms direkt den Benutzer anstrahlen. Zwar ist die maximale Lautstärke in Ordnung, allerdings ist der Klang zu höhenlastig und könnte wesentlich mehr Bass vertragen. Insgesamt überzeugen uns die Stereolautsprecher nicht wirklich, wenn kein Kopfhörer zur Hand ist, kann man aber den ein oder anderen Film damit durchhalten.
Apropos Kopfhörer: Der dafür vorgesehene Anschluss liefert einen sauberen Klang, bei dem dann auch etwas mehr Bass rüberkommt. Wer seinen Verstärker anschließen möchte, der kann das per digitaler SPDIF-Schnittstelle tun, die sogar eine eigene Buchse bekommen hat.
Der Standard-Akku des mySN MB6.a umfasst 6 Zellen und liefert damit 47,5 Wattstunden. Zu Testzwecken legt uns Schenker noch den größeren 9 Zellen-Akku mit 77,7 Wattstunden bei.
Wir testen nun natürlich beide Akkus, einerseits mit Battery Eater Pro, um die unteren und oberen Extremwerte zu bestimmen, und andererseits im Praxistest, in dem wir einfach so lange per WLAN im Internet surfen, bis die Akkukapazität erschöpft ist. Die Ergebnisse: Mit der 6 Zellen-Batterie darf man mindestens 86 Minuten und maximal 200 Minuten an Laufzeit erwarten. Dazwischen liegen die praxisnäheren Werte für DVD-Wiedergabe und Internet surfen.
Der optional erhältliche 9 Zellen-Akku verdoppelt fast die Batteriekapazität und auch die Laufzeiten des Gerätes sind wesentlich länger: 2 Stunden und 28 Minuten ermitteln wir als Minimum, maximal sind es dann knapp 368 Minuten oder 6 Stunden und 8 Minuten. Dazu muss man aber wirklich alle Stromsparmechanismen ausnutzen.
Dementsprechend sind die Verbrauchswerte zwar nicht ausgesprochen niedrig, aber im Rahmen. 17,5 Watt sind das absolute Minimum, das sich das Notebook im eingschalteten Zustand aus der Steckdose holt. Wer sein Notebook extrem belastet, der kann es bis zu einem Stromverbrauch von 74,9 Watt bringen. Ein guter Durchschnittswert bei normalem Gebrauch sind wohl 25 Watt.
Schaltet man das Gerät aus, ist auch der Stromverbrauch gleich null, im Standby-Betrieb wird dafür über ein Watt aus der Steckdose gesaugt. Da sollte man nachdenken, ob man das Gerät nicht doch lieber ausschaltet.
Aus / Standby | 0 / 1.1 Watt |
Idle | 17.5 / 20.1 / 25.6 Watt |
Last |
55.8 / 74.9 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: |
Mit einer stärkeren Grafikkarte wäre das Gerät sogar für ambitioniertere Spieler empfehlenswert, so sollten vielleicht eher Gelegenheitsspieler zugreifen. Die eigentliche Zielgruppe sind allerdings Büroarbeiter, die ihren Laptop aber nicht nur für langweilige Schreibtischarbeiten einsetzen wollen, sondern nach Feierabend vielleicht mal eine DVD schauen oder das ein oder andere (ältere) Spielchen wagen wollen.
Bei allen Einsatzmöglichkeiten darf man sich über den sehr guten Bildschirm und die Prozessorleistung freuen, die auch für anspruchsvollere Tätigkeiten locker ausreicht. Weniger gut sind der laute Lüfter und die allenfalls passablen Lautsprecher. Ein Design-Freak sollte man auch nicht sein, denn außer dem blau beleuchteten Einschalter bietet das schlichte Gehäuse nicht allzuviele Schauwerte.
Auch die Eingabegeräte sind eher mau: Die Tastatur nervt mit dem billigen Geräusch beim Tastenanschlag und die Nachgiebigkeit, während das Touchpad die Multi-Touch-Gesten je nach Tagesform mal besser oder schlechter versteht.
Wer gerne viele Auswahlmöglichkeiten bei den Komponenten hat und sich über viele Anschlüsse sowie ein sauberes Windows freut, der sollte sich das mySN MB6.a näher ansehen. Der gute Bildschirm und die Multimediafähigkeit sprechen ebenfalls dafür. Wer aber auf ein schickes Äußeres wert legt und erstklassige Eingabegeräte braucht, der ist mit einem anderen Gerät besser beraten.