Xiaomi 14 Pro Teardown zeigt die stufenlos variable Blende in Action und liefert einige spannende Messwerte
Das mit 226 Gramm nicht gerade extrem leichte Kamera-Flaggschiff wurde in China bereits in seine Einzelteile zerlegt. Das Video ganz unten - optional mit maschinell übersetzten Untertiteln - gibt einen ersten Eindruck ins Innere des Xiaomi 14 Pro, das vorerst noch China-exklusiv ist, allerdings auch bereits für einen globalen Launch bestätigt wurde - wann, ist allerdings noch nicht bekannt. In diesem Jahr sind sich Xiaomi 14 und Xiaomi 14 Pro ähnlicher als je zuvor, abgesehen vom größeren Display und dem größeren Akku unterscheidet sich das Pro-Modell primär durch die zusätzlich integrierte variable Blende über der Leica Summilux Linse, die hier auch mit maximal F/1.42 größer ausfällt als beim regulären Xiaomi 14 mit fixer F/1.6 Blende. Nachdem beim Xiaomi 13 Ultra bereits eine 2-Stop-Blende integriert war, kann man beim Xiaomi 14 Pro nun zwischen F/1.42 und F/4.0 stufenlos adjustieren, was in der Animation unten gut zu erkennen ist.
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Erster Xiaomi 14 Pro Teardown liefert auch einige Messwerte
Nach dem Ablösen der Glas-Rückseite geht es gleich ans Eingemachte. Das Video unten zeigt unter anderem das kleine Loch für ein Mikro an der rechten Seite der quadratischen Kamera-Einheit, die im Vergleich zu der im Xiaomi 13 Pro etwas gewachsen ist. Interessant ist, dass sich Xiaomi nicht zu Modell und Hersteller des mit 1/1.31 Zoll im Vergleich zum "1-Zoll" IMX989 im Xiaomi 13 Pro (hier bei Amazon erhältlich) kleineren Sensor äußert, der aber eine größere Dynamik und eben die offenere und flexiblere Blende bieten soll, was insbesondere für Videofilmer interessant sein könnte. Auch der Teardown liefert zum Sensor selbst nichts Neues, gerüchteweise steckt im Xiaomi 14 und Xiaomi 14 Pro der Omnivision OV50H, der von den Daten her passen würde.
In weiterer Folge enthüllt der Teardown die einzelnen Chips am Xiaomi 14 Pro Mainboard, etwa den Snapdragon 8 Gen 3, den UFS 4.0 Speicher oder die proprietären Surge-Chips von Xiaomi sowie ein neuer Security-Chip für sensitive Informationen. Insgesamt sind vier Mikros verbaut, der Akku lässt sich vergleichsweise leicht entnehmen, lädt mit dem 120 Watt Netzteil mit maximal 95 Watt und braucht zum vollständigen Laden 21 Minuten. Auch der neue USB 3.2 Port mit maximal 10 Gbps Datenrate wird erwähnt, beim Xiaomi 14 sind es immerhin noch 5 Gbps.
Last but not least wird auch das von TCL CSOT stammende C8 AMOLED-Display mit 1.920 Hz PWM und DC Dimming entfernt und gleich vermessen. Diesmal dürfte Xiaomi mit den 3.000 nits Peak-Helligkeit nicht geschummelt zu haben, zumindest laut der Messung von WekiHome erreicht es maximal 2.950 nits im HDR-Modus, was natürlich im Alltag nur selten nützlich ist. Optisch macht das TCL-Display Samsungs Display-Sparte ebenfalls viel Konkurrenz, mit Quad-Curved-Glas und sehr dünnen Rändern wirkt es fast wie ein flaches Display und soll sich haptisch dennoch nicht kantig anfühlen. Last but not least gibt es auch noch einen detaillierten Blick auf das größere Kühlsystem und einige Gaming-Tests als Bonus, die vor allem weniger Energieverbrauch signalisieren.