Videochat-App Zoom: US-Behörden nehmen Datenschutzpannen unter die Lupe
Neben vielen Sicherheitslücken und sogar dem Vorwurf der eingeschleusten Malware, hat die Videokonferenz-App Zoom vor allem ein Datenschutz und Datensammelproblem, welches sich nicht durch den raketenhaften Anstieg der Nutzerzahlen wegerklären lässt.
Zoom zeichnet Gespräche teils auf und sammelt persönliche Daten von allen Nutzern, darüber hinaus werden selbst Informationen von nicht registrierten Nutzern über die von registrierten Nutzern gemachten Angaben gesammelt. Alle Daten werden in der Cloud gespeichert und nur pseudo-anonymisiert, und zusätzlich noch an Partner wie Facebook weitergeleitet.
In einem Telefoninterview mit Rechtsexperten sagte der Vorsitzende der Federal Trade Commission:
„… Wenn Sie in der Presse darüber lesen, in den Medien, dann können Sie sicher sein, dass wir uns die Sache wegen der medialen Aufmerksamkeit bereits anschauen oder das zumindest zukünftig tun werden. Wenn es in den Medien ist, sind wir dran.“ (freie Übersetzung des Autors).
Eine Untersuchung durch die FTC muss nicht zwangsläufig damit enden, dass die Kontrollbehörde auch ein Fehlverhalten feststellt und sanktioniert. Aber die Aussagen der FTC dürften weiter Druck auf das Unternehmen hinter Zoom ausüben, um dringend notwendige Anpassungen bei der bisherigen, umfassenden Datensammelei schnellstmöglich durchzuführen.