Notebookcheck Logo

Nvidia GeForce MX330 und MX350 im Test: Bekannte Architektur - neue Bezeichnung

Aus Alt mach Neu!

Nvidia schickt die GeForce MX230 und MX250 in Rente und ersetzt diese durch etwas schnellere Modelle. Wir haben die beiden neuen Einsteiger-GPUs genauer unter die Lupe genommen, und in diesem Review erfahren Sie, welche Leistung zu erwarten ist.
Nvidia GeForce MX350
Nvidia GeForce MX350
Nvidia GeForce MX330
Nvidia GeForce MX330

Um Ihnen die Leistung der beiden neuen Einsteiger-GPUs zu präsentieren, hat uns MSI mit zwei Notebooks versorgt: Es handelt sich bei den Testgeräten um ein MSI Prestige 14, welches wir bereits mit einer leistungsstärkeren Grafikkarte im Test hatten. Für weitere Informationen zu diesem Notebook verweisen wir an dieser Stelle auf das bestehende Review.

Grundsätzlich sind beide MX300 Geräte gleich aufgebaut. Unterschiede gibt es aber bei der verwendeten CPU. Bei der etwas langsameren Nvidia GeForce MX330 kommt ein Intel Core i7-10510U zum Einsatz, wenngleich die Nvidia GeForce MX350 zusammen mit einem Intel Core i7-10710U befeuert wird. Beide GPUs sind neu und dennoch alte Bekannte im Notebook-Bereich. So basiert die Nvidia GeForce MX330 auf der Nvidia GeForce MX250 und die Nvidia GeForce MX350 auf einer Nvidia GeForce GTX 1050 Mobile. Gleichwohl wurde bei der Nvidia GeForce MX350 die Speicheranbindung um 50 Prozent - auf nunmehr 64 Bit - reduziert. Im Umkehrschluss bedeutet diese Resteverwertung auch, dass immer noch die alte Pascal Architektur mit 14 nm verbaut wird. Rein leistungstechnisch sollte somit nicht allzu viel erwartet werden, auch wenn die Nvidia GeForce MX330 nun minimal höher taktet als die Nvidia GeForce MX250. Bei der Nvidia GeForce MX350 liegt die Leistung aufgrund der beschnittenen Speicheranbindung deutlich hinter der Nvidia GeForce GTX 1050 Mobile. Gleichzeitig muss die GeForce MX350 aber auch mit 25 Watt auskommen und ist somit deutlich sparsamer als eine GeForce GTX 1050.

Die Nvidia Familie in der Übersicht

Spezifikationen MX150 MX230 MX330 MX250 MX350 GTX 1050 Mobile
Chip GP108 GP108 GP108 GP108 GP107 GP107
Manufactured 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm
Shader 384 256 384 384 640 640
Texture Units 24 16 24 24 32 40
GPU Base Clock 1.227 MHz 1.519 MHz 1.531 MHz 1.519 MHz 1.354 MHz 1.354 MHz
GPU Boost Clock 1.468 MHz 1.582 MHz 1.594 MHz 1.582 MHz 1.468 MHz 1.493 MHz
Memory Bus 64 Bit 64 Bit 64 Bit 64 Bit 64 Bit 128 Bit
Memory Bandwidth 48.06 GB/s 48.06 GB/s 48.06 GB/s 48.06 GB/s 56.06 GB/s 112.1 GB/s
Memory Size 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5
Power (Watt) 25 W 25 W 25 W 25 W 25 W 75 W

Synthetische Benchmarks

Die synthetischen Benchmarks zeigen klar den Trend der neuen Modelle. Beide neuen Modelle sind den direkten Vorgängern durchweg überlegen, was auch so zu erwarten war. Die GeForce MX330 bietet nun die Leistung einer GeForce MX250, was die Leistung bei den preiswerteren Geräten etwas verbessert. Gleichwohl bietet auch die GeForce MX350 nun etwas mehr Performance als eine GeForce MX250. Allerdings ist der Abstand zur fast baugleichen GeForce GTX 1050 (Laptop) sehr deutlich. Dies ist dem kleineren Speicher-Interface sowie der geringeren TPD geschuldet.

3DMark 11 / Performance GPU
NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile
GL62M 7RD-077, Intel Core i7-7700HQ
8223 Points +34%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile
  (6744 - 8903, n=42)
7662 Points +25%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Max-Q
  (6874 - 7385, n=4)
7142 Points +16%
NVIDIA GeForce MX350
Prestige 14 A10RD, Intel Core i7-10510U
6135 Points
NVIDIA GeForce MX250
Modern 15 A10RB, Intel Core i7-10510U
4905 Points -20%
NVIDIA GeForce MX330
Prestige 14 A10RC, Intel Core i7-10510U
4829 Points -21%
NVIDIA GeForce MX150
Prestige PS42 8RB-059, Intel Core i7-8550U
4686 Points -24%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX250
  (3585 - 4942, n=29)
4404 Points -28%
NVIDIA GeForce MX230
Ideapad C340-15IWL-81N5004QGE, Intel Core i5-8265U
3547 Points -42%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX230
  (3180 - 3582, n=6)
3392 Points -45%
Intel UHD Graphics 620
NUC10i7FNH, Intel Core i7-10710U
1983 Points -68%
SPECviewperf 13 / Solidworks (sw-04)
NVIDIA GeForce MX350
Prestige 14 A10RD, Intel Core i7-10510U
41.4 fps
Intel UHD Graphics 620
NUC10i7FNH, Intel Core i7-10710U
37.6 fps -9%
NVIDIA GeForce MX330
Prestige 14 A10RC, Intel Core i7-10510U
37.32 fps -10%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX250
  (n=1)
34.8 fps -16%

Spiele-Benchmarks

Die Leistung der beiden GPUs haben wir auch mit aktuellen Spielen getestet. Dabei sollte von den dedizierten Grafikkarten keine Höchstleistung erwartet werden, denn immerhin handelt es sich hierbei um Einsteiger-GPUs, welche in preiswerten oder sehr kompakten Geräten mit geringer Kühlung zum Einsatz kommen. Die GeForce MX330 folgt der GeForce MX350 mit einem Abstand von 29 Prozent. Im Detail bedeutet dies, dass hier nur ältere Spiele in FullHD genossen werden können. Obwohl die GeForce MX350 29 Prozent mehr Leistung bietet, können auch hier nicht viele aktuelle Spiele mit 1.080p flüssig dargestellt werden. Den direkten Vergleich mit der GeForce GTX 1050 (Laptop) verliert die GeForce MX350 deutlich. Hier machen sich die Einschränkungen bei der Speicherbandbreite und der TDP deutlich bemerkbar, um die GeForce MX350 auch leistungstechnisch von der GeForce GTX 1050 (Laptop) abzugrenzen. 

Performance Rating - Percent
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile
 
99.2 pt
MSI Prestige 14 A10RD
GeForce MX350, i7-10510U
74.2 pt
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX250
 
61.6 pt
MSI Prestige 14 A10RC
GeForce MX330, i7-10510U
60.3 pt
Durchschnittliche NVIDIA GeForce MX230 -6!
 
48.3 pt

MSI Prestige 14 A10RC, GeForce MX330, Core i7-10510U

min.mittelhochmax.
The Witcher 3 (2015) 63.8 37 19.2 11.2
Dota 2 Reborn (2015) 120.3 108.6 69.6 63.8
Rocket League (2017) 178 59.3 47.4
X-Plane 11.11 (2018) 74.9 50 44.1
Far Cry 5 (2018) 47 23 15 14
Shadow of the Tomb Raider (2018) 45 17 12 10
Forza Horizon 4 (2018) 62 31 22 16
Apex Legends (2019) 67.2 26.5 22.5 19.4
Far Cry New Dawn (2019) 45 24 15 14
Metro Exodus (2019) 34.3 13.3 10.4 7.8
Dirt Rally 2.0 (2019) 94.5 29.3 26.8 16.1
The Division 2 (2019) 50 19 8 7
Anno 1800 (2019) 58.2 11 8.64 6.13
Rage 2 (2019) 41.1 14.6 13 12.9
F1 2019 (2019) 59 17 16 13
Control (2019) 44.4 13.9 9.72
Borderlands 3 (2019) 45.4 14.2 12.1 8.8
FIFA 20 (2019) 124 72.1 22.3 21.2
Ghost Recon Breakpoint (2019) 22 11 10 4
GRID 2019 (2019) 18.3 15.7 14.7 7.4
Call of Duty Modern Warfare 2019 (2019) 42.5 23.2 14.5 13.9
Need for Speed Heat (2019) 43.1 22.3 19.7
Star Wars Jedi Fallen Order (2019) 25.7 21.3 8.72

MSI Prestige 14 A10RD, GeForce MX350, Core i7-10710U

min.mittelhochmax.
The Witcher 3 (2015) 80.2 47.2 27.5 14
Dota 2 Reborn (2015) 107.3 98 82.7 74
Rocket League (2017) 188 95.1 66.6
X-Plane 11.11 (2018) 61 56.2 48.1
Far Cry 5 (2018) 58 28 22 21
Shadow of the Tomb Raider (2018) 60 22 15 11
Forza Horizon 4 (2018) 88 37 26 19
Apex Legends (2019) 76.6 33.1 28.4 25.2
Far Cry New Dawn (2019) 55 28 25 23
Metro Exodus (2019) 34.8 14.5 12 8.8
Dirt Rally 2.0 (2019) 114 41.8 35.8 20.9
The Division 2 (2019) 57 27 20 11
Anno 1800 (2019) 58.4 30.3 18.5 9.22
Rage 2 (2019) 46.2 17.5 15.6 15.3
F1 2019 (2019) 85 38 28 17
Control (2019) 51.6 16.9 11.8
Borderlands 3 (2019) 65.9 27.3 16.9 12.6
FIFA 20 (2019) 104 70.8 46.3 33.5
Ghost Recon Breakpoint (2019) 42 19 18 6
GRID 2019 (2019) 59.4 28 26.2 15.5
Call of Duty Modern Warfare 2019 (2019) 54.7 32.6 22.3 19.2
Need for Speed Heat (2019) 46.5 26.2 22.8 20
Star Wars Jedi Fallen Order (2019) 26.2 19.4 16.8

Energieverbrauch

Wir haben den Energieverbrauch der beiden Testgeräte im Leerlauf und unter Last mit einem externen Bildschirm geprüft. Dabei wurde nur das Notebook berücksichtigt ohne weitere externe Komponenten. Im Leerlauf sind beide Geräte mit 8 respektive 9,5 Watt relativ sparsam. Unter Last gibt es jedoch keine Unterschiede zwischen den beiden GeForce-MX300-Modellen. Beide Geräte benötigen unter Last um die 50 Watt. Gleichwohl ist der Unterschied zur GeForce GTX 1050 (Laptop) recht deutlich. Im direkten Vergleich zur GeForce MX230 und der GeForce MX250 benötigen unsere beiden Testgeräte etwas mehr Energie. 

Power Consumption
1280x720 FurMark 1.19 GPU Stress Test (external Monitor)
NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile (50 fps, Idle: 12.1 W)
101 Watt * -102%
NVIDIA GeForce MX330 (37 fps, Idle: 9.5 W)
54.8 (47min - 64max) Watt * -10%
NVIDIA GeForce MX350 (30 fps, Idle: 8 W)
49.9 (47.7min - 50.8max) Watt *
NVIDIA GeForce MX250 (35 fps, Idle: 4.4 W, Idle: 4.4 W)
41.3 (39.6min - 52max) Watt * +17%
NVIDIA GeForce MX230 (25 fps, Idle: 3.3 W, Idle: 3.2 W)
33.8 (32.2min - 50.2max) Watt * +32%
1920x1080 The Witcher 3 ultra (external Monitor)
NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile
99 (98min - 99max) Watt * -100%
NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile (20 fps, Idle: 12.1 W)
72.8 Watt * -47%
NVIDIA GeForce MX350 (14 fps, Idle: 8 W)
49.4 (43.5min - 75max) Watt *
NVIDIA GeForce MX330 (11 fps, Idle: 9.5 W)
48.3 (43.8min - 54.6max) Watt * +2%

Legende

 
MSI Prestige 14 A10RD Intel Core i7-10510U, NVIDIA GeForce MX350,
 
MSI Prestige 14 A10RC Intel Core i7-10510U, NVIDIA GeForce MX330,
 
Asus FX553VD-DM249T Intel Core i7-7700HQ, NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile, Hynix HFS128G39TND
 
Asus Strix GL753VD-GC045T Intel Core i7-7700HQ, NVIDIA GeForce GTX 1050 Mobile, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN)
 
Acer Aspire 5 A515-52G-723L Intel Core i7-8565U, NVIDIA GeForce MX250, WDC PC SN520 SDAPNUW-512G
 
Asus VivoBook 14 F412FJ-EB119T Intel Core i5-8265U, NVIDIA GeForce MX230,

* ... kleinere Werte sind besser

Pro

+ geringe Leistungsaufnahme
+ für kleine und preiswerte Geräte geeignet
+ keine große Kühleinheit erforderlich
+ eigenes VRAM
+ schneller als die jeweiligen Vorgänger-GPUs

Contra

- nur 2-GB-VRAM
- Pascal-Architektur

Fazit - mehr Leistung für kompakte Geräte

Die Nvidia GeForce MX330 und MX350 - zur Verfügung gestellt von MSI Taiwan
Die Nvidia GeForce MX330 und MX350 - zur Verfügung gestellt von MSI Taiwan
Die Nvidia GeForce MX330 und MX350 - zur Verfügung gestellt von MSI Taiwan

Mit der Nvidia GeForce MX330 und der Nvidia GeForce MX350 gibt es nun etwas mehr 3D-Performance für den Einstieg. Auch sehr kompakte Geräte kommen in den Genuss der Leistung, denn die sparsamen Komponenten benötigen keine aufwendigen Kühlkonstruktionen.

Beim Blick auf die Spezifikationen wird aber schnell klar, dass es sich bei den vermeintlich neuen GPUs nicht um eine komplette Neuentwicklung handelt. Noch immer basieren beide GeForce Modelle auf der Pascal Architektur, welche nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Im Grunde handelt es sich bei der Nvidia GeForce MX330 um eine Nvidia GeForce MX250. Das können wir auch anhand der Leistung so bestätigen. Bei der Nvidia GeForce MX350 musste der Hersteller einen etwas anderen Weg gehen, und somit blieb nur der Schritt, die nächst schnellere GPU in Form der Nvidia GeForce GTX 1050 (Laptop) zu nehmen und drastisch zu beschneiden. Das Speicher-Interface und auch die maximale Leistungsaufnahme wurden angepasst, was sich auch leistungstechnisch niederschlägt. Trotzdem ist die Nvidia GeForce MX350 bis zu 30 Prozent schneller als eine Nvidia GeForce MX330.

Kompakte Geräte profitieren von der Leistungssteigerung der neuen GeForce Modelle. Doch leider kommt nicht die modernere Turing-Architektur zum Einsatz.

Dass es sich bei den hier getesteten Modellen um reine Einsteiger-GPUs handelt, sollte bei der Wahl der Kaufentscheidung mit beachtet werden. Für reines Gaming sind beide Grafikadapter für moderne Titel nicht zu empfehlen. Vielmehr können beide GPUs bei älteren Spielen durchaus überzeugen und auch spielbare Frame-Raten in der nativen Displayauflösung (1.080p) auf den Bildschirm bringen.

static version load dynamic
Die Kommentare zum Artikel werden geladen
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Sonstige Tests > Nvidia GeForce MX330 und MX350 im Test: Bekannte Architektur - neue Bezeichnung
Autor: Sebastian Bade, 10.03.2020 (Update: 12.06.2023)