Die Laptops von Framework haben es vorgemacht (hier zum Test). Im Grunde lassen sich alle Komponenten austauschen beziehungsweise aufrüsten. Das erscheint nur logisch, schließlich halten Bildschirm, Tastatur und natürlich das Gehäuse für gewöhnlich wesentlich länger als der nach wenigen Jahren überforderte Prozessor.
Problematisch daran ist nur, dass es sich um eine kleine Nische handelt. Und bei kleinen Stückzahlen muss man automatisch eine begrenzte Auswahl an Komponenten und einen erhöhten Preis in Kauf nehmen.
Genau hier setzt ein sehr ausgereifter und detaillierter Vorschlag von Intel an, der darauf abzielt, dass einzelne Komponenten im Idealfall von den Endverbrauchern selbst getauscht werden können. Dabei handelt es sich um ein zweistufiges System mit einer geplanten Gestaltungsfreiheit, die so auch Framework nicht zu bieten hat.
Mehrstufiges, komplett modulares System

Ausgehend von den aktuellen Vorlieben soll es die Größen 14 und 16 Zoll als Standard geben. Dazu gibt es die Wahl zwischen Premiumklasse und Mainstream-Modell, die jeweils so aufgebaut sind, dass links und rechts die Anschlüsse und mittig ein einzelnes Mainboard ausgetauscht beziehungsweise aufgerüstet werden können.
Ein weiterer Vorteil, den sonst nur der gute, alte Tower-PC besitzt, soll ebenfalls Einzug halten. Auch für die Lüfter soll es feste Größen, Plätze und Anschlüsse geben. Lässt man sie weg, gibt es einen komplett leisen Laptop. Rüstet man auf, lässt sich ein bisher für Office-Aufgaben eingesetztes Modell mit zusätzlicher Gaming-Grafikkarte und verbesserter Kühlung für Spiele oder anspruchsvolle Rechenaufgaben nutzen.
Auch wenn bisher noch keine potentiellen Partner oder weiterführende Konzepte geschweige denn ein Zeitplan genannt werden, gäbe es viele Profiteure. Das wäre die Umwelt zu nennen, die mit weniger Elektroschrott konfrontiert wäre.
Und da wären wir Nutzenden, die sich einen neuen Laptop sparen könnten oder zumindest wüssten, dass das schöne OLED-Display nicht in drei Jahren in einem komplett überholten Gerät sitzt, sondern für einen Bruchteil des Anschaffungspreises auf die nächste oder übernächste Generation aufgerüstet werden kann.
Auch Apple würde sich wohl die Liste der Profiteure einreihen. Dort hält man schon jetzt nichts von eigenständiger Auf- oder Umrüstung und mit einem solchen Konzept von Intel würde die Exklusivität der MacBooks erheblich zunehmen.
Dann kann der modulare Laptop ja kommen.