Schon seit Jahren kursieren vage Gerüchte dazu, dass Leica eine Kamera des M-Systems entwickelt, die mit einem elektronischen Sucher ausgestattet ist. Nun wird es anscheinend langsam Ernst, denn laut der neuesten Informationen von LeicaRumors kommt diese Kamera noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt. Diese Kamera soll nicht als direkter Nachfolger der Leica M11 positioniert werden, sondern als neue Reihe innerhalb der Leica M-Produktfamilie.
Das ist kaum überraschend, denn der Messsucher ist das bezeichnende Feature der Leica M-Serie, und auch das Alleinstellungsmerkmal der Kamera – abgesehen von der Leica M-Serie und der Pixii gibt es derzeit keine einzige digitale Messsucher-Kamera am Markt. Unklar ist bisher, ob Leica den Messsucher komplett streicht, oder aber einen Hybrid-Sucher entwickelt, der ähnlich wie bei der Fujifilm X100 VI einen elektronischen und optischen Sucher kombiniert, indem die Informationen des EVF ins Sichtfeld eingespiegelt werden. Leica hat bei der Entwicklung anscheinend beide Optionen in Betracht gezogen, denn die unten eingebetteten Bilder, die aus einer Kunden-Umfrage von Leica stammen, zeigen sowohl einen reinen EVF als auch einen Hybrid-Sucher.
Laut LeicaRumors soll diese Kamera auch ein brandneues Design erhalten, angeführt von einem größeren 3,9 Zoll Touchscreen, der alle Buttons auf der Rückseite ersetzen soll. Die Kamera soll minimal kleiner als eine Leica M11 werden und das ISO-Einstellrad durch ein zusätzliches, programmierbares Rad ersetzen. Ein elektronischer Sucher könnte die Einschränkungen eines Messsuchers umgehen, was das Fokussieren von Objekten aus einer Distanz von weniger als 70 Zentimetern und die Nutzung von langen Tele-Objektiven betrifft, während ein EVF die Komplexität und damit die Kosten und den Wartungsaufwand der Kamera enorm reduzieren könnte. Allerdings würde Leica damit auch das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Serie verlieren.


















