Test Sony Vaio VPC-B11V9EB Notebook
Sonys Businesssparte ist derzeit sehr übersichtlich. Während die im Businessbereich zu findenden Modelle der S-, X- und Z-Serien auch als Consumer-Varianten von Sony vertrieben werden, ist die hier getestete B-Familie alleine bei Sonys Businessnotebooks zu finden.
Ausgerichtet auf den Geschäftskundenbereich finden wir nützliche Schnittstellen wie Dockingport und Trusted Platform Module, müssen dafür aber auf dedizierte Grafikpower verzichten. Derzeit gibt es das Sony Vaio VPC-B11 Notebook in zwei vorkonfigurierten Varianten, die sich hauptsächlich durch CPU, Festplattenkapazität und Display unterscheiden. Eine Konfiguration per Vaio by you, wie wir es von anderen Serien her kennen, ist hier nicht möglich.
Wir haben das „Topmodell“ mit Core i5-520M, 500GB Festplatte und entspiegeltem WXGA+ Display im Test. Der Preis liegt bei etwa 970,- Euro und damit gut 200,- Euro über der kleinen Variante mit Core i3-330M, 320 GB Festplatte und WXGA Display.
Auf Anhieb gefällt die durchgängig angeraute Oberfläche im dezenten Business-Grau. Das Gehäuse verfügt über eine Magnesiumlegierung. Kein Hochglanzlack weit und breit. Mit 2,49 kg liegt das Vaio im guten Durchschnitt der 15“-Klasse und wirkt trotz der nicht rekordverdächtigen Maße von 37,7(H) x 362,4(B) x 266,8(T) mm recht schlank. Die Außenhaut macht einen widerstandsfähigen Eindruck und zeigt sich fast überall verwindungssteif. Lediglich der Bereich über dem optischen Laufwerk lässt sich etwas eindrücken. Selbst der Akku sitzt im Gegensatz zu vielen anderen Sony-Modellen der Vergangenheit fest. Der Displaydeckel lässt sich kaum biegen und die Scharniere halten den Bildschirm fest im Griff. So fest, dass man ihn mit einer Hand nicht öffnen kann. Das hat wiederum den Vorteil, dass man guten Gewissens auf den Einbau einer separaten Displayverriegelung verzichten konnte.
Am Unterboden finden wir verschiedene Öffnungen, um an den Arbeitsspeicher und die Festplatte zu gelangen. Schade: Die Festplattenabdeckung ist mit nur einer Schraube befestigt und wackelt. Ungünstigerweise befindet sich genau an diesem Deckel ein Standfuß, wodurch es bei jedem Abstellen des Notebooks zu einem Klappergeräusch kommt. Der Dockinganschluss befindet sich versteckt unter einem Schieber zwischen RAM-Steckplätzen und Akku.
Oberhalb der Tastatur befindet sich auf der linken Seite ein Hardwareschalter für W-LAN und Bluetooth, ein Stummschalter für die Lautsprecher und eine frei belegbare Sondertaste (S1). Auf der rechten Seite finden wir ungewöhnlich platziert den Fingerabdruckscanner. Dazwischen liegt die Lautsprecherleiste.
Das Vaio Business-Notebook hat insgesamt eine nur durchschnittliche Schnittstellenausstattung. 3x USB 2.0, Gigabit-LAN und ein HDMI-Ausgang für die digitale Monitor-Anbindung decken die meisten Grundbedürfnisse ab. Per HDMI lassen sich Bild und Ton über ein Kabel an das jeweilige Anzeigegerät übertragen, die maximale Auflösung ist aber auf 1920x1080 Pixel (1080p) beschränkt. Bei einem Business-Gerät wäre ein Displayport vielleicht die passendere Alternative gewesen. Zusätzliche Schnittstellen können per ExpressCard/34 Erweiterung nachgerüstet werden.
Kabellos bekommt man per W-LAN 802.11 a/b/g/n oder Bluetooth 2.1+EDR Verbindung zu externen Geräten. Ein HSPA-Modem (UMTS) ist derzeit nicht verfügbar. Hier muss man also auf externe Erweiterungen wie USB-Sticks oder ExpressCards zurückgreifen, um auch unterwegs mit der Firma in Kontakt bleiben zu können. Ganz entgegen früherer Sony-Tradition finden wir auch keine Firewire-Schnittstelle (iLink/ IEEE 1394a) mehr vor. Darüber hinaus fehlen sämtliche schnellen Anschlussmöglichkeiten wie eSata oder USB 3.0. Zumindest eine der beiden Möglichkeiten, wäre selbst im Businessbereich ein sinnvolles Ausstattungsmerkmal.
Für das Büro ebenso wichtig sind aber auch der Dockingport, ein zusätzlicher analoger VGA Monitoranschluss für ältere Displays und Sicherheitseinrichtungen wie Trusted Platform Module 1.2, Fingerabdruckscanner, Festplatten-Erschütterungsschutz und Kensingtonschloss. Da gibt sich das B11 zum Glück keine Blöße. Der VGA-Anschluss bietet bei einer Auflösung von 1280x1024 ein erfreulich gutes Bild. Das ist selten.
Als Dockingstation kommt weiterhin die bereits aus der BZ-Serie bekannte VGP-PRBZ1 (200,- Euro) zum Einsatz, die über 4x USB 2.0, DVI-D, VGA und Gigabit-LAN verfügt, aber auch hier, bis auf DVI, keine alternative Schnittstelle ergänzt.
Die Verteilung der Anschlüsse ist aus unserer Sicht ebenfalls nicht optimal gelungen. So sind die auf der rechten Seite weit vorne integrierten USB-Ports zwar gut erreichbar, stören aber bei angeschlossener Peripherie insbesondere Rechtshänder, die gerne mit der Maus arbeiten. Links können die meist mit starren Kabeln bestückten Display-Anschlüsse und die oft ausladenden Expresscard-Erweiterungen im vorderen Bereich des Notebooks zu Beeinträchtigungen führen. Dies wird natürlich je nach Anwender recht unterschiedlich bewertet und ist auch immer von der individuellen Arbeitssituation abhängig.
Gut gefallen die vorne integrierten Audioanschlüsse für Headsetnutzer und die daneben positionierten Kartenleser, einer für SD-Speicherkarten und einer für Sonys Memory Sticks. Die Übertragungsraten der USB-Ports sind überdurchschnittlich gut und erreichen bis zu 30,1 MB/s. Der SD-Card Reader schaffte 19,8 MB/s.
Passend zur anvisierten Kundschaft ist unser Testmodell mit Windows 7 Professional in der 64 bit Variante ausgestattet. Zudem hat man die Möglichkeit per beiliegender DVD auf Windows XP down zu graden, was vor allem den Unternehmen zugutekommt, die bisher noch nicht auf ein aktuelleres System umgestellt haben. Die sonstige Softwareausstattung ist recht mager und beschränkt sich im Wesentlichen auf bekannte 60-Tage-Testversionen. Die Zeiten, in denen man vollwertige Adobe-Produkte im Lieferumfang der Vaios vorfand, scheinen damit ebenfalls vorbei zu sein.
Tastatur
Viele Businessuser wünschen sich einen zusätzlichen Nummernblock, der die Eingabe von umfangreichen Zahlenreihen deutlich erleichtert. Diesem Wunsch kommt Sony beim Vaio VPC-B11 nicht nach und liefert lediglich ein Standard-Layout. Dieses kommt dann aber mit normalgroßen Tasten, üblicher Belegung und einigen Funktionen im FN-Kombinationsbereich. Oft genutzte Tasten wie Shift, Backspace, Enter, Tab und die Pfeile sind angenehm dimensioniert. Obwohl sich die Eingabe, vor allem im Bereich des optischen Laufwerks, durchdrücken lässt, vermittelt sie ein gutes Tippgefühl mit vielschreibertauglichem Feedback. Die Beschriftung ist kontraststark und lässt auch bei ungünstigeren Lichtverhältnissen die Zeichen noch recht gut erkennen.
Touchpad
Das Touchpad verfügt über eine angenehme Größe und Gleitfähigkeit, kann aber nicht mit Multitouch-Gesten aufwarten. Die Eingaben werden gut erkannt und lassen nach kurzer Eingewöhnung ein problemloses Arbeiten zu. Die kurzhubigen Touchpad-Tasten reagieren ebenso gut, quittieren die Klicks aber mit einem etwas mechanischen Geräusch. Trackpoints, wie bei manchem Konkurrenten verfügbar, bietet Sony als alternative Eingabemöglichkeit nicht an.
Vielleicht findet man auch deshalb im Sony-Zubehörprogramm unzählige Mäuse oder auch eine Bluetooth-Tastatur mit separatem Nummernblock als optionale Ausstattungsmöglichkeit, gegen Aufpreis versteht sich.
Eine mittlerweile ungewöhnliche Rarität stellt das im Vaio VPC-B11 verwendete Onyx-Black Display im 16:10 Format in Verbindung mit aktueller LED-Hintergrundbeleuchtung dar. Während bei fast allen derzeitigen Neuerscheinungen 16:9 Panels Verwendung finden, setzt Sony wie bereits beim Vorgänger Vaio BZ auf die schon früher im 15“-Bereich recht selten verwendete WXGA+ Auflösung mit 1440x900 Bildpunkten. Die Punktdichte liegt mit 110 dpi im ausgewogenen Bereich und bietet ein gutes Verhältnis aus Darstellungsgröße und verfügbarer Bildschirmfläche. Alternativ offeriert Sony ein ähnliches Display mit WXGA-Auflösung (1280x800) im Vaio VPC-B11X9E.
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Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 205 cd/m²
Kontrast: 144:1 (Schwarzwert: 1.7 cd/m²)
Das verwendete Panel ist wie bei den meisten Sony Notebooks mit einer spiegelnden Oberfläche versehen. Zur anvisierten Zielgruppe will diese Entscheidung nicht so recht passen. Je nach Bildschirminhalt und Umgebungslichtsituation wird man mehr oder weniger aufdringlich mit sich widerspiegelnden Gegenständen und Personen konfrontiert, die vom eigentlichen Bildschirmgeschehen ablenken. Während man diesen Nachteil in geschlossenen Räumen durch eine bedachte Wahl der Sitzposition und Kleidung, und durch Anpassung der Beleuchtung, in den Griff bekommen kann, ist ein Einsatz im Freien trotz der eigentlich starken Hintergrundbeleuchtung nur unter Einschränkungen möglich.
Letzteres Anwendungsgebiet wird zusätzlich dadurch beeinträchtigt, dass im Akkubetrieb nicht die volle Helligkeit von etwa 250 cd/m², sondern maximal eine Leuchtstärke von 205 cd/m² zur Verfügung steht. Diese Einstellung lässt sich auch nicht, wie bei manch anderen Notebooks, im Bios abändern. Ansonsten lässt sich die Helligkeit in 8 Stufen von 12 cd/m² bis zur Maximalhelligkeit regeln und ist mit 83% ordentlich verteilt. Eine für Innenräume meist ergonomische Helligkeit erhält man in Stufe 6 mit etwa 140 cd/m². Der Helligkeitsabfall zum unteren Drittel der Anzeige hin lässt sich im praktischen Betrieb nur bei einfarbigen Bildschirmhintergründen erkennen.
Enttäuschend finden wir das geringe Kontrastverhältnis von 147:1. Von dem ehemaligen Vorteil, der den glossy panels zugeschrieben wurde, ist nichts mehr zu sehen. Weiß ist nicht wirklich weiß und ein sattes Schwarz sucht man ebenso vergeblich. Textdokumente scheinen eher auf grauem Papier erstellt zu sein und dunkle Szenen in Filmen wirken ausgebleicht.
Auch die Farben zeigen sich insgesamt fahl und wenig gesättigt. Der Farbraum erreicht gerade mal 52% des sRGB Farbraums und liegt damit auf einem Niveau mit den Standard-Notebook-Displays. Für Bildbearbeitung ist der Bildschirm trotz der vergleichsweise höheren Auflösung also kaum geeignet.
Die Blickwinkel zeichnen sich durch eine hohe horizontale Stabilität aus, leiden aber im vertikalen Bereich wie oft an schneller Farbinvertierung oder einem Verblassen.
Das Sony Vaio Notebook VPC-B11V9E ist mit dem Intel HM55 Express Chipsatz ausgestattet und verfügt über eine schnelle Intel Core i5-520M CPU. Diese bringt 2 physische Kerne, Hyperthreading (4 Threads durch 2 zusätzliche virtuelle Kerne) und Turbo Boost mit. Der Takt beträgt regulär 2,4 Ghz und kann bei Single-Thread Anwendungen bis auf 2,93 Ghz erhöht werden. Speichercontroller und Grafikkern befinden sich ebenfalls im Prozessorgehäuse. Unser Testmodell ist mit 4GB DDR-3 RAM ausgestattet und kann maximal 8GB (4GB Module) in 2 Steckplätzen aufnehmen. Für die Grafikausgabe zeichnet sich Intels integrierte HD Grafik verantwortlich, die ebenfalls über angepasste Taktraten verfügen kann (500-766 Mhz).
Das Booten von externen Geräten, wie auch Intels Virtualisierungstechnologie und das Trusted Platform Modul sind werkseitig im Bios nicht aktiviert. Dies kann man aber, wenn gewünscht, abändern.
Glanzstück unseres Testsystems ist der Intel Core i5 Prozessor, der eine sehr gute Rechenleistung zur Verfügung stellt. Das zeigt sich nicht nur in den üblichen Benchmarkergebnissen wie wPrime 1024m (599s), Cinebench R10 64bit Multicore (8049 Punkte) oder superpi 32m (889s), sondern auch in unseren Praxistests bei der Video- und MP3 Konvertierung. So verwandelte die Core i5-520M CPU mit iTunes MP3 Dateien in 33,4-facher Geschwindigkeit zu AAC und unser 300-Trailer in 1080p wurde innnerhalb 11s in ein iPhone kompatibles Format eingedampft. Das sind beides Spitzenwerte.
Nicht geeignet ist das Vaio zum Spielen aktueller Titel oder für aufwendige 3D-Berechnungen. Hier fehlt es trotz variablem Takt an Leistungsfähigkeit, um mit dedizierten Grafikkarten mithalten zu können. So bewegen sich die Benchmarkergebnisse mit 332 Punkten im 3D Mark Vantage und 2169 Punkten beim OpenGL Shading Cinebench R10 nur am unteren Rand der Leistungsskala. Varianten mit separatem Grafikchip, etwa von Nvidia oder ATI, bietet Sony in der VPC-B Serie nicht an.
Mit dem Tool DPC Latency Checker haben wir unser Testgerät auch auf möglicherweise auftretende Synchronisationsfehler durch Latenzen überprüft. Hier sahen wir einen Maximalausschlag von 1069µs, welcher zu keinen Beeinträchtigungen führen dürfte.
PCMark Vantage Result | 6180 Punkte | |
Hilfe |
Die Anwendungsleistung beurteilen wir zum einen mit dem synthetischen Benchmark PC- Mark Vantage als auch mit sporadischen Praxistests per Photoshop Elements, Open Office und Skype. In allen Bereichen kann das Vaio VPC-B11 sehr gut abschneiden, was auch das Ergebnis von 6180 Punkten im PC Mark Vantage belegt.
3DMark 06 Standard Score | 1720 Punkte | |
3DMark Vantage P Result | 332 Punkte | |
Hilfe |
Als Festplatte kommt ein Modell von Toshiba zum Einsatz. Diese liefert eine hohe Kapazität von 500GB, ansonsten mit knapp 60 MB/s aber nur durchschnittliche Werte. Trotz der üblichen Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400 U/min, erzeugt die Festplatte ein annähernd so lautes Motorengeräusch wie man es von 7200er Platten her kennt. Alternative Festplattenoptionen (abgesehen von der 320 GB Festplatte im Vaio VPC-B11X9E) oder gar SSDs bietet Sony für das Business-Vaio derzeit nicht. Gerade eine solche Option könnte die Systemleistung nochmals erheblich beschleunigen.
Geräuschemissionen
Die Geräuschemissionen sind insgesamt als unauffällig zu beschreiben und fallen mit 31,0 dB(A) bis 31,9 dB(A) meist nur in leisen Umgebungen auf. Dabei gefällt vor allem das dezente Lüfterrauschen ohne unangenehme Frequenzen. Eine weitere Geräuschreduzierung könnte man durch SSDs oder sehr leise konventionelle Festplatten erreichen, da das Motorengeräusch der Toshiba-HD, wie bereits erwähnt, deutlich hörbar ist.
Nicht so schön ist auch der unregelmäßig pulsierende Lüfter, der vornehmlich im Energieprofil Höchstleistung und dann vor allem ohne Last zu beobachten ist. Kurzes Aufdrehen, dann wieder ein Absenken der Drehzahl und so weiter. Dieses Phänomen war nicht wirklich reproduzierbar, hat sich aber in unregelmäßigen Abständen wiederholt.
Unter Last erhöht sich die Lautstärke dann auf deutlich hörbare 36 bis 38 dB(A), bleibt aber meist im tolerierbaren, nicht unangenehmen Bereich.
Lautstärkediagramm
Idle |
| 31 / 31.5 / 31.9 dB(A) |
HDD |
| 32.4 dB(A) |
DVD |
| 34.1 / 44.8 dB(A) |
Last |
| 36.7 / 38.1 dB(A) |
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30 dB leise 40 dB(A) deutlich hörbar 50 dB(A) störend |
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min: , med: , max: (aus 15 cm gemessen) |
Temperatur
Die Hitzeentwicklung ist fast nicht vorhanden und zeigt sich selbst unter anhaltender Last mit punktuell maximal 36°C im absolut grünen Bereich. Ein Einsatz auf dem Schoß, wie auch an heißen Sommertagen, sollte somit kein Problem sein.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 33.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.3 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 35.9 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.8 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27.4 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.5 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 27.3 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 27.7 °C (+0.4 °C).
Lautsprecher
Die Lautsprecher hat Sony oberhalb der Tastatur untergebracht und bieten eine ausreichende Qualität. Sie verfügen über einen großen Lautstärkebereich und lassen sich selbst für Präsentationen mit mehreren Teilnehmern gut gebrauchen. Audiophile Finesse darf man jedoch nicht erwarten, da die Klangcharakteristik sehr höhenlastig, mit wenig Mitten und Bässen lediglich für Basisaufgaben taugt. Surround-Kino oder Partysound bei einer Betriebsfeier sind also ausgeschlossen. Als Alternative für die Notebooktasche sind Kopfhörer oder USB-Lautsprecher empfehlenswert.
Die netzseitig gemessene Leistungsaufnahme unseres Probanden bewegt sich im Bereich von 14,2 Watt im Leerlauf bis hin zu 64,5 Watt unter Volllast. Je nach Energiesparprofil und Nutzungsart liegen die Werte im Normalbetrieb wohl meist im Bereich um die 20 Watt. Erst wenn man rechenintensive Anwendungen wie Konvertierungen nutzt, erhöht sich der Konsum deutlich. Das sind durchschnittliche Werte, die gemessen an der Rechenleistung durchaus vertretbar sind.
Um diesen Energiebedarf im Akkubetrieb befriedigen zu können, stattet Sony das Business-Vaio mit einem 6-Zellen Akku aus, der über eine Kapazität von 54 Wh verfügt. Im Zubehörprogramm bietet Sony darüber hinaus zwei Akkus an. Den VGP-BPL21 (9 Zellen, 81Wh, 200,- Euro) und den VGP-BPS21A (6 Zellen, 54Wh, 160,- Euro), der auch dem mitgelieferten Modell entspricht.
Aus / Standby | 0.3 / 0.8 Watt |
Idle | 14.2 / 16.8 / 20.2 Watt |
Last |
33.4 / 64.5 Watt |
Legende:
min: ,
med: ,
max: |
Sony scheint im Akkubetrieb, wie mittlerweile viele Hersteller, einige zusätzliche Stromspartricks anzuwenden, die im Vergleich zum Netzbetrieb eine deutlich reduzierte Leistungsaufnahme ermöglichen.
So schafften wir es mit angenehmer Helligkeit (ca. 180 cd/m²) 232 min lang über W-LAN zu surfen (rechnerisch 13,9 Watt) und 181 min lang einen DVD-Film anzuschauen (rechnerisch 18 Watt), wenn man dem Akku eine Restkapazität von 3% zubilligt. Somit steht einem Surfabend oder einem Videoabend von dieser Seite aus nichts im Wege. Auch geschäftliche Präsentationen sind in diesem Zeitrahmen möglich, ohne frühzeitig durch einen schwarzen Bildschirm beendet zu werden. Mit angeschlossenem externen Bildschirm über VGA (etwa vergleichbar mit einem Beamer) reduzierte sich die Laufzeit nur unwesentlich um 8-12 Minuten.
Beim Battery Eater Readers Test (längstmögliche Laufzeit mit ausgeschalteten Verbrauchern, gedimmtem Display) erreichten wir eine Netzunabhängigkeit von 340 min. (rechnerisch ca. 10 Watt). Beim Battery Eater Classic Test (kürzest mögliche Laufzeit, alle Verbraucher an, maximale Displayhelligkeit) ging dem Vaio nach 81 min. (rechnerisch ca. 43 Watt) die Puste aus.
Sony macht zu viele Fehler, um den etablierten „Platzhirschen“, wie Lenovo, Dell und HP, wirklich gefährlich werden zu können.
Während der fehlende Nummernblock und die Anschlussanordnung recht individuell unterschiedlich bewertete Eigenschaften sind, missfallen vor allem das Fehlen einer schnellen Peripherieschnittstelle sowie das kontrastschwache und noch dazu spiegelnde Display. Zu dem wird ein Außeneinsatz durch die Helligkeitsbeschränkung im Akkubetrieb erschwert.
Bei der Verarbeitung patzt Sony unnötigerweise einmal konstruktionsbedingt am Unterboden mit einer klappernden Abdeckung und ein zweites Mal mit nicht immer gleichmäßigen Spaltmaßen. Die optionale Dockingstation liefert keine zusätzlichen Anschlussarten, sondern deckt lediglich den Komfortaspekt im Handhabungsbereich ab.
Hinsichtlich sonstiger Gehäusestabilität, Tastaturqualität, Akkulaufzeit und Emissionen bewegt sich das Vaio Business-Notebook zwar im guten Bereich, kann aber gegenüber der oft besseren Konkurrenz keine bedeutenden Akzente setzen.
Bleiben noch die wirklich sehr gute Anwendungs- und Prozessorleistung sowie das schicke Design. Ob diese den einen oder anderen Nachteil ausgleichen können, muss letztlich der Kunde entscheiden.