Wuthering Waves ist ein kostenlos spielbares Open-World-RPG, entwickelt vom chinesischen Studio Kuro Games – bekannt für das ARPG Punishing: Gray Raven. Im Epic Games Store sowie im Google Play Store und App Store erschien das Spiel bereits im Mai 2024. Am 28. April folgte nun der Release auf Steam – und das sogar sehr erfolgreich.
Open-World-Erkundung und schnelle Actionkämpfe
Nach einem katastrophalen Vorfall namens „Lament“ wurde die Welt so gut wie zerstört. Als „Rover“ erwachen Spieler ohne Erinnerungen und begeben sich auf eine Reise, um die Geheimnisse der neuen Welt zu lüften und vergessene Technologien sowie übernatürliche Phänomene zu erforschen. Dabei legt Wuthering Waves großen Wert auf Open-World-Erkundung und actionreiche Kämpfe. Besonders hervorzuheben ist die freie vertikale Erkundung: Berge, Türme und Städte können nahezu ohne Einschränkungen erklommen werden. Grafisch setzt das Spiel auf einen semi-realistischen Anime-Stil.
In Wuthering Waves kämpft man in einem Dreierteam aus Charakteren, zwischen denen man jederzeit frei wechseln kann, um Kombosysteme und ultimative Fähigkeiten effektiv zu nutzen. Dabei bietet das RPG schnelle, reaktive Actionkämpfe, bei denen Ausweichmanöver und Paraden eine zentrale Rolle spielen. Besiegte Gegner hinterlassen spezielle Fähigkeiten, sogenannte „Echoes“, die gesammelt und im Kampf eingesetzt werden können.
Mit seiner offenen Welt und dem fließenden Charakterwechsel weist Wuthering Waves starke Parallelen zu dem beliebten Mobile-RPG Genshin Impact auf. Im Gegensatz dazu setzt es jedoch auf ein deutlich dynamischeres Kampfsystem, das Timing und Präzision verlangt, statt einfaches Tastendrücken zu belohnen.
Bewertungen: Starkes Kampfsystem trifft auf schwache Story
IGN hat Wuthering Waves auf mehreren Plattformen getestet – darunter ein High-End-Gaming-Laptop, ein Lenovo Legion Go (auf Amazon für rund 800 Euro erhältlich) und ein iPhone 12 Pro (auf Amazon für rund 400 Euro erhältlich). Dabei überzeugte das RPG vor allem durch sein Kampfsystem, dass sich dank vieler Kombos und einem guten Flow sehr schnell und spaßig anfühlen soll. Durch taktische Möglichkeiten beim Charakterwechsel und den Aufbau einer gut abgestimmten Party entsteht zusätzliche Tiefe. Die Erkundung der offenen Welt fühlt sich dank parkourartiger Bewegungen dynamisch an, so IGN. Technisch läuft das Spiel größtenteils stabil, auch wenn gelegentlich kleinere Bugs und Lag-Spitzen auftreten.
Allerdings hat Wuthering Waves auch deutliche Schwächen: Die Story bleibt blass, wird von kryptischem Jargon und schlecht geschriebenen Dialogen geprägt, während die monotone Sprachausgabe selbst emotionale Szenen wenig überzeugend wirken lässt. Im Endgame wirken die Kämpfe repetitiv, da oft dieselben Gegner gefarmt werden müssen. Zudem ist die Einführung laut den Spieletestern unübersichtlich gestaltet und viele Begriffe werden ohne ausreichende Erklärung eingeführt.
IGN bewertete Wuthering Waves mit 7 von 10 Punkten. Auf Metacritic bewegen sich die Bewertungen auf einem ähnlichen Niveau: ein Metascore von 69 Metascore und ein User-Score von 7.0 User-Score. Auf Steam sehen die Rezensionen hingegen wesentlich besser aus – 87 Prozent positive Meinungen aus rund 1.400 Bewertungen. Zudem belegt das RPG aktuell Platz 1 der Steam-Charts in der Kategorie „Kostenlos und angesagt“














