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Game Bub vorgestellt: ein Open-Source-FPGA-Handheld für Retro Gaming

Die ersten Prototypen des Game Bub, links noch mit drei Knöpfen (Bildquelle: Eli Lipsitz)
Die ersten Prototypen des Game Bub, links noch mit drei Knöpfen (Bildquelle: Eli Lipsitz)
Nach dem Analogue Pocket ist vor dem Game Bub: Der Ingenieur Eli Lipsitz tüftelt seit eineinhalb Jahren an einem Retro Handheld im klassischen Game Boy Formfaktor, der neben emulierten Games von SD-Card auch originale Module von Game Boy, Game Boy Color und Game Boy Advance abspielen soll.

Okay, sind wir mal ehrlich: Es gibt eine Vielzahl an Retro Handheld Konsolen im klassischen Game Boy Formfaktor, mittlerweile in verschiedenen Größen und Ausführungen. Neben dem edlen Analogue Pocket sind es vor allem der Trimui Brick oder diverse Geräte von Anbernic, die hier zu nennen wären. Und jetzt gesellt sich der Game Bub dazu. Ob das Wort "Bub" gezielt gewählt wurde als eine 1:1-Übersetzung von "Boy" auf Schweizerisch, Österreichisch und süddeutscher Mundart bleibt offen.

Der Game Bub spielt Game Boy (sowie Color & Advance) Cartridges und ROMS von SD-Card

In seinem Blog schildert Eli, wie er sich step by step an das Projekt herangetraut hat. Start war im September 2023 und seitdem ging es mit großen Schritten voran, bis sich Eli entschloss, einen Handheld aus seiner Idee zu formen und die Unterstützung für GBA Games zu integrieren. Der Prototyp ist dabei mit einem 480x320-Pixel-Display mit 3,5 Zoll ausgestattet, das für die Breitbild-Games des Game Boy Advance ideal ist, bei Game Boy (Color) jedoch für schwarze Balken links und rechts sorgt. Die Laufzeit des integrierten Akkus soll bis zu 15 Stunden betragen.

Das Menü des Game Bub ist übersichtlich und einfach zu bedienen (Bildquelle: Eli Lipsitz)
Das Menü des Game Bub ist übersichtlich und einfach zu bedienen (Bildquelle: Eli Lipsitz)

Neben einem Modulschacht auf der Rückseite für originale Module befindet sich auch ein Micro-SD-Port, mit dem Roms emuliert werden können. Der Game Bub ist zudem mit Lautsprechern und einer Rumblefunktion ausgestattet, bietet einen Beschleunigungssensor, Gyroskop und Echtzeituhr sowie WLAN, Bluetooth und einen HDMI-Ausgang via Docking-Station. Sogar das originale Link-Kabel funktioniert, um den Game Bub mit dem Original Game Boy (Color/Advanced) zu verbinden (siehe verlinktes Video). Auf der To-Do-Liste stehen auch ein Sensor für Sonnenlicht (um Boktai spielen zu können).

Bei großem Interesse könnte der Game Bub als Komplettgerät zum Kauf erscheinen

Der Game Bub ist bis dato nicht als Komplettgerät bestellbar, da er sich weiterhin in der Entwicklung befindet, der gesamte Source-Code steht allerdings bereits auf GitHub bereit. Der FPGA-Handheld soll aus einfach verfügbaren Standardkomponenten gebaut werden können. Via Google Forms gibt es eine Umfrage von Eli, ob auch eine horizontale Variante im Stil des GBA gewünscht wäre und wie gut man sich mit Löten auskennt. Letzteres lässt darauf schließen, dass er wissen möchte, ob eine fertige, kaufbare Version ein Erfolg werden könnte. Wer sich für Game Bub interessiert, sollte in jedem Fall den Blogbeitrag von Eli Lipsitz lesen, hier gibt es auch detaillierte Informationen zu allen technischen Specs und dem Aufbau.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-02 > Game Bub vorgestellt: ein Open-Source-FPGA-Handheld für Retro Gaming
Autor: Marc Zander, 18.02.2025 (Update: 18.02.2025)