GNU Shepherd, früher bekannt als GNU dmd („Daemon managing Daemons“), ist ein leistungsfähiges und flexibles Init-System sowie ein Service-Manager für Linux. Ursprünglich für die Verwendung mit der GNU Hurd-Sammlung von Mikrokernel-Servern gedacht, wurde GNU Shepherd seitdem in das GNU Guix-Ökosystem integriert. Nach nicht weniger als 21 Jahren in der Entwicklung hat es gestern endlich den Meilenstein 1.0 erreicht.
Im Vergleich zu den 0.10.x-Bauten bringt GNU Shepherd 1.0 eine ganze Reihe neuer Features mit sich, darunter die folgenden:
- Unterstützung für zeitgesteuerte Dienste über den timer-Dienst, mit ähnlicher Funktionalität wie der alte at-Befehl.
- Der Befehl reboot --kexec ermöglicht es dem Benutzer, direkt in einen neuen Kernel zu starten, der zuvor mit kexec --load geladen wurde.
- Ein neuer Log-Rotation-Dienst sowie ein neuer System-Log-Dienst.
- Ein transienter Service-Maker, ähnlich dem Befehl systemd-run.
- Die veraltete GOOPS-Schnittstelle wurde entfernt.
Für die Zukunft wird erwartet, dass Shepherd eine Integration mit Kontrollgruppen, Unterstützung für dynamisch rekonfigurierbare Dienste und vieles mehr erhält.
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