Dota2 Update 7.31: Alles Wichtige zum Update
Zuerst die Map, dann das Vergnügen
Die wohl nervigsten Erneuerungen bei einem Update von einem so kompetitivem Spiel, sind immer Änderungen an den Maps bzw. wie hier in Dota2 an der einen Map. Zuletzt waren diese Änderungen noch recht umfangreich, dieses Mal wurden die Spieler von größeren Neuerungen verschont. Die Positionen der Bounty-Runen wurden aus dem “Triangle” in die primären "Jungels" der jeweiligen Teamseite verlegt. Außerdem wurden die Offlane-Türme genau 320 Einheiten in Richtung der Laufroute der Creepes gezogen. So sind sie näher am Fluss und dadurch wahrscheinlich auch besser einzunehmen. Ansonsten wurden der Map nur drei neue, neutrale Creepes hinzugefügt und die bestehenden wurden alle nochmal überarbeitet.
Neue Items, neue Möglichkeiten
Drei neue Items sind dazu gekommen, "Revenant’s Brooch", "Wraith Pact" und "Boots of Bearing". Alle haben so ihre Vorteile und Einsatzgebiete und man merkt, dass Valve hier versucht, noch weitere Strategien mit in das Spiel einfließen zu lassen.
"Revenant’s Brooch" kostet 6200 Ingame-Gold und zählt eher zu den Lategame-Items. Es ist die Erweiterung des "Witch Blades" und wird somit wohl zu der Standardwaffe von Silencer und anderen magischen Damagedealern. Jedoch auch aus der Position als Phantom Assassin kann es sehr nützlich werden, wenn das gegnerische Team mit "Ethereal Blade" countert, um sich vor physischen Angriffen zu schützen. Denn Revenant’s Brooch verfügt über die aktive Fähigkeit, mit physischen angriffen auch Gegner zu verletzen, die in der ätherischen Form sind.
"Wraith Pact" ist eher im Midgame nützlich, bei Support-Helden oder Support-Tank-Helden, aber auch als Grundausstattung denkbar. Es ist die Erweiterung der "Vlads" und kostet 4200 Ingame-Gold. Die Neuerung ist hier eine aktive Fähigkeit, die ein Totem beschwört, die den ausgehenden Schaden umliegender Helden um 25% reduziert. Das Totem hält 25 Sekunden oder 5 Hits und verfügt sogar über ein Movementspeed von 150 Punkten.
Die "Boots of Bearing" kosten 4125 Ingame-Gold und sind eine Kombination aus den "Tranquil Boots" und den "Drum of Endurance". Die Effekte sowie Auren sind dabei fast gleich, also dürfte das Item eigentlich nur dafür dienen, bei einem Utility- oder Support-Helden wieder Platz im begrenztem Inventar zu schaffen. Einzig das Wiederaufladen der aktiven Fähigkeit, die sonst durch Ladungen begrenzt wurde, ist hier erwähnenswert.
Im Übrigen haben fast alle Items kleinere Veränderungen erhalten und bedürfen daher keiner besonderen Erwähnung, eines hingegen wurde grundlegend verändert. "Bloodstone" bietet keine Zauberverstärkung mehr, außerdem hat die aktive Fähigkeit keine Ladungen mehr und verhält sich auch komplett anders. Damit wird jetzt nur der magische Lifesteal drastisch erhöht, wodurch das Item zu so etwas wie das “Satanic” für magische Damagedealer wird.
Techies ist jetzt ein offensiver Utility-Held
Techies war schon immer der Außenseiter unter den Helden, allerdings häufig weil die Spielweise die Falsche war. Wenn man den Helden gut beherrschte und seine Fähigkeiten nicht zu defensiv eingesetzt hat, konnte man mit Techies durchaus großen Schaden anrichten. Wahrscheinlich wurde Techies deshalb nun praktisch komplett von Valve auf den Kopf gedreht. Oftmals verfielen Spieler darin, mit Techies die Map mit Minen voll zu machen. Durch diese Taktik spielte das eigene Team eigentlich nur noch zu viert gegen das gegnerische, voll besetzte Team. Dann eben auch meistens genau da, wo keine Minen liegen. So hat Techies also einen kompletten Rework seiner Skills erhalten und kann jetzt nur noch offensiv auf der Lane selbst gespielt werden. Sowohl die "Stasis- als auch die Remote-Mines" wurden komplett entfernt. Dafür ist jetzt die "Proximity-Mine" die ultimative Fähigkeit und "Blas-Off" wurde leicht überarbeitet. Hinzugekommen sind die zwei neuen Fähigkeiten "Sticky Bomb" und "Reactive Tazer". Die "Sticky Bomb" verlangsamt den Gegner und fügt ihm auch (teilweise) zeitverzögert Schaden zu. Der "Reactive Tazer" entwaffnet Gegner und verleiht einem selbst zusätzliche Laufgeschwindigkeit. Aber eben alles nicht aus der Ferne, sondern direkt im Spielgeschehen und in den wichtigen Teamfights im Mid- und Lategame. So zwingt Valve jeden Techies-Spieler, wieder mehr mit seinen Teamkameraden zu spielen und zu interagieren.
Neuer Held Primal Beast als Initiator gedacht
Wie so häufig, nachdem eine Saison oder ein Battle-Pass abgelaufen ist, bekommt Dota2 für gewöhnlich mit dem nächsten größeren Patch einen neuen spielbaren Charakter. So beglückt uns Valve dieses Mal mit dem neuen Helden "Primal Beast", der mit seinen Skills eher ein Initiator-Held sein soll und so spielt er sich bisher auch. Mit seiner Basis-Fähigkeit "Onslaught" erspart man sich das “Blink”-Item und kann direkt ab dem ersten Level sofort ins Kampfgeschehen stürmen. Dort angekommen verteilt er dann mit seinen übrigen Skills größtmöglichen Schaden, in der Hoffnung das zu überleben. Genau so, wie fast jeder andere Initiator im Spiel. Seine Ultimative Fähigkeit “Pulverize” wirkt dabei jedoch vergleichsweise eher schwach und ist ohne eine "Black King Bar" fast schon nutzlos. Hier schnappt sich "Primal Beast" einen gegnerischen Helden und stampft ihn mit ordentlich Schaden auf den Boden. Dabei handelt es sich jedoch um eine kanalisierende Fähigkeit, die mit einem einfachen "Stun" unterbrochen werden kann. So kann er die Fähigkeit dementsprechend nur dann sinnvoll platzieren, wenn entweder der Gegner alleine ist und "Primal Beast" nicht "gestunt" werden kann oder man zusätzlich eine Black King Bar verwendet. Beide Szenarien sind ebenfalls wenig zielführend, wenn "Primal Beast" komplett alleine unterwegs ist. Denn sein ausgehender Schaden ist nun auch nicht so hoch, um als "Nuker" auftreten zu können. Auf diese Weise will Valve den Spieler wieder zu mehr Interaktion mit seinen Teamkameraden zwingen, um so jedem Teilnehmer der Partie ein möglichst positives Spielerlebnis bieten zu können.