GPMI, kurz für General Purpose Media Interface, soll künftig vor allem mit HDMI konkurrieren, denn der neue Anschluss-Standard wurde vor allem für Smart TVs entwickelt. Der Standard wurde von der Shenzhen 8K Ultra HD Video Industry Collaboration Alliance entwickelt, die sich aus mehr als 50 Unternehmen zusammensetzt, angeführt von Huawei, Hisense und TCL.
GPMI Typ-B setzt auf eine brandneue Stecker-Form und erfordert damit auch neue Kabel, erzielt damit aber auch beeindruckende Datenraten von 192 Gbit/s, und kann Strom mit bis zu 480 Watt übertragen. Das würde beispielsweise ausreichen, um eine Sony PlayStation 5 (ca. 409 Euro auf Amazon) direkt über das GPMI-Kabel mit Strom zu versorgen, sodass kein Stromkabel zur Konsole geführt werden müsste. GPMI übertrifft sogar Thunderbolt 5, denn der neueste Thunderbolt-Standard erzielt maximal 120 Gbit/s und 240 Watt.
GPMI setzt auf insgesamt acht bidirektionale Übertragungskanäle, die flexibel konfiguriert werden können, um etwa 192 Gbit/s in eine Richtung zu übertragen, oder aber 168 Gbit/s in eine Richtung, 24 Gbit/s in die andere Richtung (7+1) – die Aufteilung der Kanäle ist dabei flexibel. Durch die höhere Bandbreite soll GPMI besser für 8K-Fernseher mit hoher Bildfrequenz gewappnet sein als HDMI.
Interessant ist, dass auch ein GPMI Typ-C Standard geplant ist, der auf den altbekannten USB-C-Stecker setzt. Dieser ist auf 96 Gbit/s und 240 Watt beschränkt, ist dafür aber zumindest sehr eingeschränkt auch mit USB-Geräten kompatibel, da zumindest USB 2.0 offiziell unterstützt wird. Bisher ist nicht bekannt, ob GPMI auch in Europa eine Rolle spielen wird, oder vor allem für den chinesischen Markt vorgesehen ist, um die Abhängigkeit von teils US-kontrollierten Standards wie HDMI weiter zu verringern.











