Die Zahlen der Windkraftanlage können sich sehen lassen, die der chinesische Konzern CRRC, unter anderem größter Lokomotivenhersteller der Welt, gerade errichtet hat. Auf 151 Meter über der Wasseroberfläche befindet sich die Gondel. Jeder der drei Flügel misst 130 Meter, sodass der Kreis eine Fläche von knapp 50.000 Quadratmetern oder 5 Hektar einnimmt. Gesamthöhe über 280 Meter, nur oberhalb des Wassers.
Mit der Spitzenleistung von 20 Megawatt soll bereits eine einzelne Umdrehung genügen, um den Strombedarf eines Haushalts für mindestens 2 Tage zu decken. Wobei hier Vorsicht angebracht ist, denn der Stromverbrauch in China liegt deutlich unter dem europäischen Niveau.
Davon ausgehend, dass eine solche Offshore-Anlage über das gesamte Jahr gesehen zu etwa einem Drittel ausgelastet ist, lassen sich mit 20 Megawatt knapp 60 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das wiederum würde für den privaten Verbrauch von etwa 50.000 Menschen ausreichen - in Deutschland.
Rasant steigende Leistung pro Anlage
Das macht den Zubau solcher Windkraftwerke so interessant, schließlich lässt sich dadurch die Stromerzeugung sogar bei der Reduzierung der Gesamtzahl der Anlage steigern. So liegt die durchschnittliche Leistung eines Windrads in Deutschland aktuell bei knapp über 2 Megawatt. Betrachtet man hingegen den jährlichen Zubau, liegt die Leistung neuer Anlagen im Durchschnitt bei ungefähr 5 Megawatt. So ergab es sich zum Beispiel im Jahr 2023, dass die Gesamtzahl der Anlagen stagnierte, aber die installierte Leistung dennoch zunahm.
Weitere Rekorde dürften in nächster Zeit folgen. Mingyang Wind Power, ebenfalls ein chinesischer Konzern, hat eine 22-Megawatt-Anlage angekündigt. Von Siemens Gamesa soll ein 21-Megawatt-Windrad auf dem Testgelände Österild in Dänemark in Betrieb genommen werden.